Wirtschaft

Dunkle Wolken über Blue Chips

Von Bernhard Fischer. Aktualisiert am 14.10.2011 35 Kommentare

Die Zukunftsaussichten für die Schweizer Wirtschaft sind nicht gut. Das schlägt sich in den Kernbranchen und ihren börsenkotierten Firmen nieder. Ein erstes Indiz: Der SMI.

SMI


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Im Vergleich bleibt der SMI um elf Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres: Blick auf die Börse in Zürich.

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Der Schweizer Börsenindex SMI (SMI 5865.19 0.22%) ist innert zwei Monaten stark gefallen und dümpelt jetzt zwischen 5720 und 5760 Punkten dahin. Die Investoren sind offenbar ein wenig müde geworden ob der anhaltenden Verunsicherung in der Weltwirtschaft und auch der Schweizer Konjunkturaussichten. «Wobei der SMI in seiner Zusammensetzung aus Schweizer Unternehmen grundsätzlich eher defensiv ausgerichtet ist», sagt der ZKB-Chartanalyst Philipp Jäggle. Und: Der SMI habe in den Wochen davor auch stark zugelegt.

In wenigen Tagen ist der Index um acht Prozent gestiegen, der US-Börsenindex S&P sogar um 13,5 Prozent. Dies allerdings nach bereits mehreren Jahrestiefs im August. Jubelstimmung hat die leichte Erholung am Schweizer Börsenplatz daher bis jetzt keine ausgelöst.

SMI elf Prozent unter Vorjahr

Im Vergleich bleibt der SMI um elf Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres, der deutsche Börsenindex DAX sogar um 14,5 Prozent. Auch der Stoxx 50, ein Sammelindex der 50 wichtigsten Börsentitel in Europa, hat stark nachgegeben. Dass der SMI vergleichsweise besser dasteht, liegt vor allem an der Gewichtung: «Während im Stoxx 50 der Anteil an Banken- und Versicherungswerten circa ein Viertel ausmacht, werden im SMI nur rund 17 Prozent an Finanztiteln gehandelt», erklärt Jäckle.

Gedrückte Stimmung

Die Stimmung auf dem Börsenparkett ist gedrückt. Aus der sogenannten Realwirtschaft ist gemäss Nachrichtendienstleister Bloomberg kein Kursfeuerwerk zu erwarten. Die Schweizer Pharmabranche etwa hat die Erwartungen der Analysten in Bausch und Bogen enttäuscht. Denn SMI-kotierte Firmen wie etwa Actelion oder Lonza, die in der Krebsforschung engagiert sind, bringen ihre Produkte nicht bis zur Marktreife. Und der nach wie vor ungünstige Wechselkurs des Frankens zum Euro wurde bei den Berechnungen der Analysten bereits berücksichtigt. Hinzu kommen die gedämpften Aussichten auf eine steigende Nachfrage aus China. Die Exporte ins Reich der Mitte sind ins Stocken geraten. China ist ein wichtiger Markt für die Schweizer Exportwirtschaft.

Anhaltend hohe Volatilität

Das Statement der EZB tut sein Übriges: Das Direktorium rechnet damit, dass eine Beteiligung des privaten Sektors an den Staatsschulden der ins Straucheln geratenen Euroländer «direkte negative Effekte auf den Bankensektor» haben wird. Was das für den hohen Anteil an Finanzwerten in den Indizes der europäischen Börsen bedeutet, ist derzeit noch nicht absehbar. «SMI uns S&P haben überdurchschnittlich volatil reagiert», so Jäckle. Das werde voraussichtlich auch so bleiben. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 14.10.2011, 12:04 Uhr

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35 Kommentare

Lines Meier

14.10.2011, 12:15 Uhr
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Ihr schreibt und schreibt und schreibt über "Dunkle Zeiten" oder "Schwarz Wolken" dabei geht der SMI genau in die entgegengestzte Richtung. Hört doch endlich mal auf, den Bürgern zu sugerieren, dass wir vermutlich im 2012 mittellos auf der Strasse stehen! Das ist kontraproduktiv und schürt nur unnötig Ängste, die ohnehin schon das sind :( Antworten


Thomas Wyss

14.10.2011, 13:37 Uhr
Melden 52 Empfehlung

Lieber Bernhard Fischer, suchen Sie sich doch bitte ein Thema aus, von dem Sie etwas verstehen. S+P 500 ist kein britischer, sondern ein amerikanischer Index. Weder Sonova, noch Actelion oder Lonza entwickeln Krebsmedikamente. Sonova ist in der Medizinaltechnik tätig, Lonza ein Unternehmen der chemischen Branche. Hier fehlt schlicht die Themenkompetenz. Fazit: Unglaubwürdig! Antworten



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