EU begrenzt Bonuszahlungen von Bankern

Der Bonus eines Topbankers darf in der EU ab 2014 nicht mehr höher sein als das Grundgehalt. Ausnahmen sind jedoch möglich.

Bonusexzesse sollen künftig in der EU vermieden werden: Bauarbeiter blicken auf das Frankfurter Bankenviertel. (Archivbild)

Bonusexzesse sollen künftig in der EU vermieden werden: Bauarbeiter blicken auf das Frankfurter Bankenviertel. (Archivbild) Bild: Keystone

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Die EU-Staaten und das Europaparlament haben die umstrittene Begrenzung der Bonus-Zahlungen von Spitzenbankiers beschlossen. Das teilte die irische Ratspräsidentschaft heute nach Verhandlungen in Brüssel mit.

Demnach darf der Bonus von 2014 an in Normalfall nicht mehr höher sein als das Grundgehalt. In Ausnahmefällen können Geldhäuser ihren Topleuten eine Prämie in doppelter Höhe des Grundgehalts zahlen.

Strittig war vor allem die Behandlung langfristig auszuzahlender Boni. Wenn der Bonus mit Verzögerung ausgezahlt wird, darf er unter bestimmten Bedingungen noch etwas höher sein. Auch auf strengere Regeln für den Bankensektor konnten sich die Institutionen einigen.

Britischer Widerstand

Die EU-Finanzminister hatten dem Kompromiss schon bei ihrem Treffen Anfang März weitestgehend zugestimmt. Wegen britischen Widerstands gegen die Bonus-Regelungen waren jedoch weitere Beratungen nötig.

Die EU-Kassenhüter und das Europaparlament müssen den Kompromiss nun noch formal beschliessen. Die Vorschriften werden voraussichtlich am 1. Januar 2014 in Kraft treten. Anfang 2019 sollen alle Teile der Regulierung vollständig umgesetzt sein. (rbi/sda)

(Erstellt: 20.03.2013, 23:33 Uhr)

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