Wirtschaft

EU billigt Glencore-Xstrata-Fusion

Aktualisiert am 22.11.2012 1 Kommentar

Die europäische Wettbewerbsbehörde hat den Zusammenschluss der Rohstoffgiganten Glencore und Xstrata genehmigt. Glencore hatte sich zuvor bereit erklärt, eine Geschäftsbeziehung aufzukündigen.

1/5 Verlässt auf Druck der Aktionäre das Unternehmen: Sir John Bond, Verwaltungsratspräsident von Xstrata und ehemaliger Präsident von Vodafone.
Bild: Keystone

   

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Die EU-Kommission hat den Weg für die grösste Fusion in der Rohstoffbranche seit fünf Jahren frei gemacht. Die Brüsseler Wettbewerbshüter billigten heute die Übernahme des Bergbaukonzerns Xstrata durch den weltgrössten Rohstoffhändler Glencore. (GLEN 4.085 0.17%)

Dieser konnte Bedenken ausräumen, indem er einen Verkauf seines Anteils von knapp acht Prozent am grössten Zinkproduzenten Nyrstar zusagte. Zudem versicherte Glencore, weder direkt noch indirekt in den kommenden zehn Jahren Zink von dem belgischen Unternehmen zu kaufen und es in seiner Wettbewerbsfähigkeit in Europa nicht einzuschränken.

Projekt wäre fast gescheitert

Glencore zufolge stehen für die Fusion der beiden im Kanton Zug ansässigen und international tätigen Konzerne noch die Zustimmungen der Behörden in China und Südafrika aus.

Mit der Glencore-Zusage sei der Wettbewerb auf dem Zinkmarkt in Europa gewährleistet, und die Kunden könnten weiter Produkte zu günstigen Preisen und von guter Qualität kaufen, erklärte EU-Kommissar Joaquin Almunia. Nyrstar hat das Metall bislang über Glencore abgesetzt.

Am Dienstag hatten die Aktionäre von Glencore und Xstrata der Fusion zugestimmt. Der geplante Zusammenschluss ist der grösste in der Branche seit 2007. Das Vorhaben stand lange unter anderem wegen Bedenken des Xstrata-Grossaktionärs Katar vor dem Scheitern. Erst nachdem Glencore sein Angebot aufstockte, sagte der Golfstaat in der vergangenen Woche seine Unterstützung zu. (fko/sda)

Erstellt: 22.11.2012, 11:05 Uhr

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1 Kommentar

Hanspeter Niederer

22.11.2012, 22:55 Uhr
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Am Schluss dieser Fusionitis gibt es weltweit eine einzige Rohstoff-Firma, die die Preise beliebig diktieren kann. Ein weiterer grosser Schritt in die falsche Richtung. Bravo Alibi-Klub EU-Wettbewerbsbehörde, eine von vielen machtlosen Marionetten des Grosskapitals. Antworten



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