Wirtschaft
Ein knallharter Schlag mit Signalwirkung
Von Markus Diem Meier. Aktualisiert am 09.12.2009 63 Kommentare
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Und sie bewegt sich doch. Bisher war die britische Regierung stets eine treue Verbündete ihres Finanzplatzes. Rein rhetorisch haben sich Premier Gordon Brown und sein Nachfolger als Schatzkanzler, Alistair Darling, zwar gegen die Auswüchse bei den Banken gewehrt, doch wenn es um konkrete Massnahmen ging, etwa bei den Boni, hat die Regierung stets alle Vorstösse ausgebremst und zugunsten der Banken verwässert.
Doch jetzt hat sie zum Donnerschlag ausgeholt. Fast nebenbei, anlässlich einer Besprechung zum Budget, erklärte Schatzkanzler Darling, dass ab sofort auf Boni von Bankern von über 25'000 Pfund (42'000 Franken) eine Steuer von 50 Prozent erhoben werden soll – zu den bereits geschuldeten Steuern auf dem Betrag hinzu. Wie zur Besänftigung der Banken erklärte er, die Steuer sei nicht vom einzelnen Banker geschuldet, sondern von der Bank. Ziel sei, so Darling, von den Banken einen Beitrag zu mehr Fairness und Verantwortung zu fordern. Mit der halben Milliarde Pfund, die die Steuer abwerfen soll, will der Schatzkanzler junge und alte Arbeitslose unterstützen. Die Banken seien moralisch zu einem Solidaritätsbeitrag verpflichtet, denn «es gibt keine Bank, die nicht von staatlicher Unterstützung profitiert hat,» erklärte Darling.
Die Steuerzahler bluten noch lange für die Bankenrettung
Tatsächlich verdankt der britische Finanzplatz der Regierung sein Überleben. Seit 2007 hat sie etwa 117 Milliarden Pfund (fast 200 Millarden Franken) über verschiedene Rettungspakte an die Banken ausbezahlt. Zählt man auch weitere Unterstützungsmassnahmen wie Garantien für Schulden hinzu, kommt man auf einen gigantischen Betrag von 850 Milliarden Pfund (1'420 Milliarden Franken), mit dem die britischen Steuerzahler für ihre Banken geradestehen. Das entspricht etwa 60 Prozent des britischen Sozialprodukts. Die Banken haben ausserdem massiv von den günstigen Zinsen profitiert, zu denen ihnen die Regierung Liquidität zur Verfügung gestellt hat. Wenn sie sich ab 2012 wieder am Markt finanzieren müssen, wird ihr Gewinn alleine deshalb um schätzungsweise 6 Milliarden Pfund (10 Milliarden Franken) tiefer ausfallen.
Die britischen Banker haben sich gegenüber der Öffentlichkeit trotz dieser gigantischen Unterstützung, für die die Steuerzahler noch viele Jahre bluten müssen, als wenig dankbar erwiesen. Kaum hatten sie wieder Boden unter den Füssen, wollten sie von der Vergangenheit nichts mehr wissen. Statt Reserven anzulegen, zahlten sie sich wieder Milliardenboni aus. Laut der «Neuen Zürcher Zeitung», sollen diese wieder um 50 Prozent angestiegen sein und insgesamt 6 Milliarden Pfund betragen.
Selbst der Aufsicht ging die Arroganz der Banker zu weit
Über solchem Gebahren platzte sogar der britischen Finanzaufsicht FSA der Kragen. Bisher war auch sie für ihren Schmusekurs gegenüber dem Finanzplatz bekannt. Die Behörde muss zudem befürchten, von einer neuen Regierung – nach einer möglichen Wahlschlappe Browns – wegen ihrer Schwäche gleich aufgelöst zu werden. Deren Vorsitzender Adair Turner sprach offen davon, dass ein Teil des Finanzgeschäfts «sozial nutzlos» und eine Verkleinerung der Bankindustrie im Interesse Grossbritanniens sei. Um dieses Ziel zu erreichen, schlug er sogar eine «Tobin-Tax» vor, eine Besteuerung von Kapitalmarkttransaktionen.
Die Finanzbranche reagierte mit Protestgeschrei. Ihre mächtige Lobby tat zudem alles gegen verschärfte Regulierungen. Damit hatte sie bei der Regierung bisher Erfolg. Ursprünglich griffige Forderungen der Regulierungsbehörden wurden wieder verwässert und mit Ausnahmen durchlöchert. Das gilt für die ursprüngliche Absicht, dass zwei Drittel der Boni frühestens nach drei Jahren ausbezahlt werden dürfen genauso, wie für ein geplantes Verbot von garantierten Boni, die über ein Jahr reichen.
Mehr Verzweiflungstat als mutiger Schritt
Dass die Regierung jetzt doch Nägel mit Köpfen machen will, hat kaum mit Einsicht zu tun als vielmehr mit Verzweiflung. Das Gebahren der Banken versetzt die Bevölkerung des als besonders liberal bekannten Inselstaats in Rage. Die Chancen der Labour-Regierung auf eine Wiederwahl im nächsten Jahr sind ohnehin schon gering. Die besondere Nähe zum Finanzplatz, die Brown seit seiner eigenen Zeit als Schatzkanzler unter Tony Blair gepflegt hat, wird für ihn zunehmend zur Hypothek. Unter solchen Umständen hat dieses Bündnis keine Bedeutung mehr.
Obwohl die Banker nach dem Steuervorschlag bereits wieder in lautes Protestgeschrei ausgebrochen sind, bleibt er im wesentlichen eine symbolische Massnahme. Die Steuer soll nur einmalig erhoben werden und läuft bereits am 5. April des nächsten Jahres wieder aus. Den grössten Vorteil hat sie dann, wenn dieser Schuss vor den Bug den überall so kurz nach der Krise wieder keimenden Übermut der Banker etwas zurückbindet und wenn die mächtige Lobby der Branche dank ihr den Respekt vor den Steuerzahlern nicht allzu schnell wieder verliert. Ohne öffentlichen Druck wird sie ansonsten dafür sorgen, dass die Banker zu rasch wieder geschäften können wie zuvor - mit noch schlimmeren Konsequenzen als wir sie jetzt weltweit durchleben. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 09.12.2009, 17:30 Uhr
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63 Kommentare
Gegen die Boni anzukämpfen können nur die Bürger /Sparer selber. Jedermann der ein Gewissen hat, sollte sein Geld von diesen Banken abziehen und es auf eine andere Bank transferieren die keine Bonusexzesse kennt. Meistens haben diese Banken auch noch extravagante Gebühren auf den Kontis. Viele würden profitieren und vielleicht kommt dann einmal ein umdenken. Antworten
Ich finde diesen Vorschlag gut. Sollte auch von der Schweiz und Liechtenstein übernommen werden. Die Gehälter und Boni der Banker sind in den letzten Jahren dank Risikogeschäften stark angestiegen. Wer viel Geld bekommt(nicht unbedingt verdient) soll wenigstens dafür Steuern bezahlen. Direkte Ablieferung der Steuern durch die Banken wäre eine gute Lösung. Bonus max.1/3 des Fixgehaltes. Antworten
Warum gibt's bei den Mio-Kassierern keine Marktwirtschaft? Es gibt doch bestimmt genug Skrupellose, die bereit wären, z. Bsp. die UBS für 1 Mio zu ruinieren! Manager können ja kaum rechnen u. stützen sich auf dubiose Beratungsfirmen, wo sie nochmals unnötige Mio verschwenden... In einer direkten Demokratie sollten solche Auswüchse unmöglich sein: Offenbar werden Politiker-Handlanger geschmiert... Antworten
@Mario Ciccerone: Würden Sie freundlicherweise auch zur Kenntnis nehmen, dass eben diese von Ihnen so hochgelobte Finanzindustrie uns und der produktiven Industrie diese weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise, die um haaresbreite an einem kollektiven globalen Kollaps vorbeigerauscht ist, beschert hat? Antworten
Mit dieser Sondersteuer könnte man in der Schweiz die ALV teilsanieren. Die Schulden der ALV enstanden ja teils durch gierige Banker. Bevor CS und UBS Sozialhilfeempfänger wurden, ruinierten sie mit 18 anderen Geldinstituten noch schnell die globalen Konjunktur. Damit verschuldeten sie auch die CH-Kurzarbeit und damit den Schuldenberg der ALV. Ich bin für eine Übernahme der britischen Lösung, Antworten
@Nussbaumer - genau, nicht nur 90% sondern die sollen für ihre Bonis noch draufzahlen.... Machen Sie sich bitte nicht lächerlich. Die Idee der Bonibesteuerung ist generel gut, jedoch ist die Umsetzung falsch. Wenn ich einen Boni zugute hätte würde ich die Bank fragen, ob sie diesen im 2010 übers ganze Jahr als Lohn verteilen könnte. Daher, der Banker-Lohn müsste höher besteuert werden. Antworten
Nehmen und Geben muss im Ausgleich sein. Beim Körper sind dies die Krebszellen, die mehr nehmen als sie geben. Zu viele Krebszellen bringen den Tod des Ganzen. (auch wenn sie an den Staat hohe Steuern zahlen). Löhne über 500'000 Franken/Jahr sind für mich Krebszellen, für mehr kann keiner Leistung geben, auch die nicht, die 24 Stunden am Tag arbeiten und teilweise in der Nacht auch noch. Antworten
Gratulation! Die einzige Regierung, die überhaupt irgendetwas unternimmt gegen die absolut obszöne Selbstbedienung der Banker. In den USA werden2009 die höchsten Boni aller Zeiten ausbezahlt - schlicht ein Skandal. Die längst fälligen Aktienrechtsrevisionen - damit bei grossen Publikumsgesellschaften die Eigentümer endlich wieder über ihr Eigentum bestimmen können - keinerlei Resultate. Grotesk. Antworten
Angenommen, die Angestellten von Coop und Migros könnten sich in ihren Selbstbedienungsläden kostenlos mit Waren eindecken und die eigentlichen Kunden müssten zu Preisen einkaufen, welche diesen "Ladendiebstahl" decken, dann würde ein Aufheulen durch die Schweiz gehen. Wenn sich aber Banker der UBS mehr Boni auszahlen, als die Aktionäre an Dividenden erhalten, dann ist etwas faul im Staate ... Antworten
Ist populistisch. Man müsste den Bankern das Spielzeug wegnehmen mit dem sie die Realwirtschaft in den Boden fahren. Verbot von Spekulation auf Kredit! Redimensionierung aufs Kerngeschäft durch stufenweise, aber drastische Erhöhung der Eigenkapitalquote. Antworten
was sind denn boni? was, wenn boni in aktien ausbezahlt werden, oder obligationen? welcher preis zählt? die banker werden es danken, da dadurch wahrscheinlich der variable lohnanteil (ist das ein bonus oder nicht gemäss britischer definition?) sinkt und der fixe lohnanteil steigt. die verliehrer sind die fleissigen, die bewinner die faulen. Antworten
Soso, dann müssen die Insel-Banker also bis am 6. April des nächsten Jahres waren, bis sie ihre Boni ausbezahlt bekommen.. Ausserdem werden diese Steuern (sofern sie denn auch anfallen), nicht von der Bank, sondern natürlich vom Bankkunden bezahlt. Herr Brown und seine Freunde scheinen die Dynamik der Gier zu unterschätzen.. Antworten
Vermutlich werden die Banken ganz einfach die Fixlöhne anheben - wie in der CH! Leider besteht die grösste Gefahr darin, dass die Banken in ein paar Jahren wieder eine Blase entstehen lassen für die dann der Steuerzahler wieder zahlen muss. Deshalb muss eine unabhängige Finanzaufsicht den Banken die Grenzen aufzeigen, denn diese profitieren schliesslich vom Staat und den Zentralbanken! Antworten
Auf Nachfrage von Investoren von 1 Mio CHF wird auch gerne auf die AGB verwiesen, wo verklausuliert erläutert wird, dass sich die maximale Gewinnspanne nur auf den ersten investierten CHF bezieht. Die CS garantierte für Lehman Brothers Papiere auch Kapitalschutz. Wurde jemals erwähnt, wer von dem Schutz profitiert? Die CS kam sicher nicht zu Schaden und die Goodwillaktion war gut für das Renomee Antworten
gute idee aber zum lachen. jetzt werden die boni gestrichen und die fixlöhne erhöht -- und alles bleibt beim alten. da hilft doch nur eine radikale steuerprogression auf boni und löhne ab 100'000. egal ob bundes- verwaltungsrat oder banker. -- die "professoren" sollen ein steuersystem entwickeln, das die lohnschere in der jeweiligen firma berücksichtigt. oder geht es nicht um gerechte löhne ? Antworten
Die Finanzkrise ist eine Schweinerei. Meine Kinder haben ihre Arbeit verloren. Zum Glück besitze ich Häuser, welche ich verkaufen kann, um damit meine Familie zu unterstützen. Hungern müssen sie zum Glück noch nicht, es gibt ja die Arbeitslosenkasse, aber diese zahlen leider auch nicht ewig. Antworten
50% der Boni als Steuer? Na dann senkt man halt die Boni und gibt mehr Lohn. Dies ist purer Populismus von einer linken englischen Regierung, die gerade durch ihre masslose Unredlichkeit bei den Spesenabrechnungen aufgefallen ist - insbesondere auch Hr. Brown. Aber auf andere Zeigen ist immer gut, dann schaut man nicht so stark auf eigene Ungeheuerlichkeiten. Antworten
@michael maier: Mal angenommen, ein Banker kassierte 100'000 als Boni. Nun zwackt ihm die Regierung 50% davon ab, es belieben also noch 50'000, was sie um 50% Prozent erhöhen, was 75000 ergäbe oder die 50% bezeiehen sich auf 100'000, also 150'000, davon zieht der Staat 50% ab, es bleiben also noch 75'000. Bitte beim Prozentrechnen immer angeben, was 100% ist. Antworten
yes!! jetzt noch eine anständig bemessene steuer zu lasten der bonus-empfänger, und dies grad weltweit, und die dreistigkeit geht dem ende zu. was allerdings die beschränkung auf so wenige bilanzphasen soll, ist ein rätsel. eine solche steuer gehört dauerhaft erhoben, und zwar mit allem recht. Antworten
@M. Ciccerone - jaja, wir verdanken Banken unseren Wohlstand... Das ist doch Unsinn. Haben Banker etwas gebaut oder sonst Werte erschaffen? Nur indem man Geld von einem Konto auf ein anderes überweist, erschafft man noch keinen Wohlstand, sondern man profitiert von der Arbeit anderer. Die Gesellschaft finanziert die Banken, nicht umgekehrt. Ihre Gewinne stehen in keinem Verhältnis zur Leistung. Antworten
Populistische Augenauswischerei ist doch das. Dann "zahlen" die Banken den Grossteil der Boni in Wertpapieren wie es die CS es schon seit Jahren macht. Grossbritanien wird sich auch nie voll in die EU einbringen - mit dem Euro. Ihre ehemalige Kolonie nimmt sie sicher noch als 51. Bundesstaat auf. Antworten
Ich weiss gar nicht, was das Geschrei soll. Es war seit Tagen klar, dass sowas 'ob' war. Da liegt es auf der Hand, dass, wie u.a. Hans Meier unten geschrieben hat, bereits Auswege aus der Situation gesucht wurden und, kann man annehmen, auch gefunden wurden. Antworten
Anstatt gute Gesetze zu machen, welche Finanzkrisen verhindern, wird schamlos abgezockt, um von der eigenen Unfähigkeit abzulenken. Mit den Steuern wird dann der jeweilige Landsitz der Regierenden in UK renoviert! Diese unfähigen Politiker sind eine Schande für ihre Zunft! Antworten
@Herr Ciccerone: Wer das finanziert hat? Doch wohl offensichtlich der Steuerzahler, der die ins schlingern geratenen Flaggschiffe der Finanzindustrie vor dem Untergang gerettet hat! Das Leidige an der ganzen Sache ist doch, dass der Staat den Finanzhaien das Geld nachgeschmissen hat, ohne eine Gegenleistung zu verlangen, wie etwa in Form von Aktien... Antworten
Das eigentliche Problem ist, dass die Banken zu viel Geld haben, das ist aber ein Systemfehler. Banken können (schon wieder) Millionen-Boni an die Manager zahlen, weil sie uns völlig legal abzocken dürfen - ob durch Spekulation oder Zinsen. Dieses Finanzsystem braucht Korrekturen! Mit der 50%-Agbage holt sich die Gesellschaft immerhin von den Banken etwas Geld zurück. Antworten
Die Schweiz soll gleiches tun. Somit koennen die Linken hier finanziert werden und ihre utopischen Ideen endlich verwirklicht werden. Ich bin schon lange ausgewandert, habe in der Schweiz kein Einkommen, nur Eigentumswohnung und deklariere nichts mehr. So gehen die Reichen weg. Die Asylanten,Einwanderer werden sich in Zukunft in der Schweiz um den Wohlstand kuemmern. Ade Schweiz und Europa. Antworten
@Roger Gubler: "Jahrelang niedrigere Steuern bezahlt WEGEN den Bankerbonis und jetzt voller Eifersucht jammern". Ein Einzelgänger kann heute nicht mehr erfolgreich sein, es bedarf immer eines schlagkräftigen Teams dahinter, um einen Deal abzuschliesen. Diese Teammitglieder nun mit tieferen Steuern abzuspeisen lässt tief blicken! Mangels Solidarität werden solche Abzocker mittelfristig scheitern. Antworten
Bonus abschaffen und Fixlöhne erhöhen. Fertig ! Viele haben von den hohen Löhnen und Boni der Branche profitiert ohne Ende. Handwerker, Detailhandel und nicht zuletzt der Staat über die Steuereinnahmen und jetzt schön immer feste draufhauen. Gäll ? Vielleicht realisiert mal jemand "wer" die guten Jahre finanziert hat und wer davon profitiert hat nämlich genau die, die sich jetzt so aufregen ! Antworten
Zweifellos steht UK das Wasser bis zum Hals! Doch eine Gesetzgebung, die über Jahrzehnte diesem Bonussystem Vorschub geleistet hat, indem sie eine Finanzaufsicht installierte, die diesen Namen nicht verdient, wird nicht glaubwürdiger durch diese "Strafsteuer" auf Bonizahlungen. Der Schuss geht wohl nach hinten los, und das ist gut! Antworten
das ist doch reine Symptombekämpfung. Statt wirkliche Lösungen macht man so was. Das wird langfristig nichts nützen. Man müsste stattdessen regulatorische Massnahmen für den Finanzsektor ergreifen. So bewirkt man nur, dass sich Banker noch weniger mit ihren Staaten identifizieren und die Steuerflucht weiter zunimmt. Antworten
Na endlich! Es ist höchste Zeit, dass die Politik mit einem kreativen Vorschlag kommt, um diese unappetiliche Praxis der Banken endlich mal abzustellen. Und eine solche 50%-Steuer ist zugleich auch eine gute Massnahme gegen die schleichende Umverteilung von unten nach oben. Antworten
Es nützt nichts, wenn nur UK solche drastischen Massnahmen einzuführen gedenkt. Globale Massnahmen wären sinnvoller, damit diese unhaltbaren, eigennützigen Drohungen endlich entkräftet werden. Diese Wettbewerbsfähigkeits-Neurose kann man schon bald nicht mehr hören. Antworten
Und die cleveren Banker verzichten künftig auf den Bonus, dafür wird dann der Lohn entsprechend angehoben? So einfach werden die sich den Goldfluss wohl nicht abgraben lassen. Aber immerhin, ein Schritt in die richtige Richtung ist getan. Wann folgen die Eidgenossen? Oder ist hierzulande der Filz zu dick? Antworten
Sieht so aus das den Engländern das Wasser bis zum Hals steht. Ein paar grosse Naturkatastrophen Rekord Regen und eine neue Wirtschaftskries und England ist bleite. Der Konkurrenz Kampf der Länder billiger zu Produzieren in dem man weniger Steuer verlangt, weniger Löhne Zahlt und soziales kürzt ist schlecht. Die Industrieländer sollten sich mal auf gleiche steuern einigen. Antworten
Das ist wohl dere beste Vorschlag den ich je betr. Boni gehört habe. Sofort auf die Schweiz übertragen! Den Fiskus wirds freuen! Der nächste Schritt wären Steuersenkungen und dann freuts auch den Rest des Volkes. Eine andere Möglichkeit, wäre keine Lohnobergrenze bei der Einkommenssteuer zu ziehen. Nach oben offen mit sämtlichen Konsequenzen des progressiven Systems Antworten
Endlich ein vernünftiger Vorschlag. Er muss für ganz Europa Gültigkeit haben. Die Nationen müssen sich in dieser Hinsicht dringend solidarisieren. Der Staat muss das Geld dort holen, wo es ist und nicht immer nur bei den unteren Einkommen die Sozialleistungen abbauen. Antworten
Endlich mal ein richtiger Schritt. Die anderen Länder haben ja nach wie vor nichts gelernt aus der Krise, denn es werden mehr Boni als je zuvor ausgeschüttet und die Geschäftspraktiken sind auch immernoch die gleichen. Das Problem ist nur, dass alle Länder die gleichen Regeln aufstellen sollten, sonst verschieben die Banken ihre Strukturen in andere Länder. Antworten



Bart de Witte
Übermässige Belohnungen beeinträchtigen die Leistungsfähigkeit! "In 8 der 9 Aufgaben, die in drei Experimenten untersucht wurde, stellte man fest das höhere Anreize, zu schlechteren Leistungen führten." D. Ariely Federal Reserve Bank of Boston Working Paper Nr. 05, 05. Juli Antworten