Wirtschaft
«Eine Abstimmung ist keine Frage des Geldes»
Interview: Anita Merkt. Aktualisiert am 28.06.2012 39 Kommentare
Artikel zum Thema
- Thomas Minder stürzt SVP ins Dilemma
- Blocher soll Minder zum Rückzug der Abzockerinitiative bewegen
- Das Gezerre um die Abzockerinitiative hat ein Ende
- Das Volk will faire Steuern
- So hat Zürich entschieden
- BVK-Vorlage: «Schwarzer Tag für die Kantonsfinanzen»
Teilen und kommentieren
Stichworte
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Steht Economiesuisse schon in den Startlöchern für den Abstimmungskampf? Es ist davon auszugehen, dass sich Economiesuisse engagieren wird. Die Initiative von Thomas Minder geht eindeutig zu weit und ein wirtschaftsverträglicher, breit getragener Gegenvorschlag liegt auf dem Tisch.
Was ist falsch daran, der Selbstbedienungsmentalität von Topmanagern Einhalt zu gebieten? Es ist richtig, die Stellung der Eigentümer zu stärken, um allfällige Exzesse des Managements einzudämmen. Der von uns befürwortete Gegenvorschlag erfüllt 80 Prozent der Anliegen der Minder-Initiative und stärkt die Rechte der Aktionäre in sinnvoller Weise. Die restlichen 20 Prozent der Initiative sind hingegen schädlich für den Wirtschaftsstandort Schweiz.
Laut einer Umfrage von Economiesuisse befürworten 77 Prozent der Stimmbürger die Abzockerinitiative. Befürchtet Economiesuisse nicht, sich unbeliebt zu machen, wenn sie dagegen ankämpft? Wir arbeiten nicht, um uns beliebt zu machen, sondern setzen uns für sachorientierte und pragmatische Lösungen im Interesse des Wirtschaftsstandorts und unserer Arbeitsplätze ein. Uns ist klar, dass es eine emotionale Auseinandersetzung geben kann. Es ist ein sensibles Dossier und die Diskussion wird emotional geführt werden.
Sie sagen, die Schweiz bekäme das rigideste Aktienrecht der Welt und würde Unternehmen davon abhalten, sich hier niederzulassen. Vielleicht will das Schweizer Volk gar keine Unternehmen mehr, die ihren Managern unverschämte Löhne bezahlen. Wir werden aufzeigen, dass die überschiessenden Elemente der Minder-Initiative kontraproduktiv sind, den Wirtschaftsstandort Schweiz schwächen und damit letztlich allen schaden.
Werden Sie in den Abstimmungskampf 20 Millionen Franken investieren, wie Herr Minder befürchtet? Diese Information entbehrt jeglicher Grundlage. Wir haben noch keine Beschlüsse gefasst. Zudem ist eine Abstimmung nicht eine Frage des Geldes, sondern der guten Argumente.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 28.06.2012, 15:14 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
39 Kommentare
Wirtschaft
Abopreise vergleichen
Der Handy-Abovergleich mit Ihrem gewünschten Mobiltelefon und Prepaid-Angeboten.

Bitte warten


























