Wirtschaft

Eine Weissgeld-Strategie von Privatbankiers

Die Privatbankiervereinigung hat eine «Strategie Finanzplatz Schweiz» verfasst. In dem Dokument stehen Vorschläge zur Regelung der Altgeldproblematik und der Annahme von versteuertem Neugeld.

Kaum mehr zu halten: Die Diskretion im Schweizer Bankenwesen.

Kaum mehr zu halten: Die Diskretion im Schweizer Bankenwesen.
Bild: Keystone

Wie die «SonntagsZeitung» schreibt, sind folgende Personen Verfasser dieses Strategiepapiers: Konrad Hummler, Teilhaber der St.Galler Privatbank Wegelin und Präsident der Privatbankiervereinigung, Christoph Ammann, Verwaltungsratspräsident der Privatbank Sarasin, und Martin Janssen, Professor am Institut für schweizerisches Bankwesen der Universität Zürich.

Für den Fall, dass die Kunden ihre unversteuerten Gelder legalisieren wollen, bringen die Autoren eine «Strafsteuer in der Höhe von 15 bis 20 Prozent» auf dem Gesamtvermögen ins Spiel. Völlig neu ist der Vorschlag einer jährlichen Besteuerung von «0,5 bis 1 Prozent des Gesamtvermögens». So könnten «10 Milliarden Franken ans Ausland abgeführt» werden, schreiben Hummler und Co.

Damit Banken möglichst steuerehrliches Geld annehmen, sollen Kunden laut dem Zeitungsbericht über die Strategie eine Verzichtserklärung unterzeichnen. Damit würden sie die Bank ermächtigen, Steueranfragen aus dem Ausland zu beantworten. Die Bankiers drängen auf eine schnelle Umsetzung, um «irreparablen Schaden» vom Finanzplatz abwenden zu können.

(raa)

Erstellt: 14.03.2010, 06:33 Uhr

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