Elvis-Presley-Park wird für CS zum Fiasko
Brachte der CS kein Glück: Elvis Presley. (Bild: Reuters)
Die Credit Suisse hat Ärger mit einem gescheiterten Projekt zu Ehren des Kings of Rock'n'Roll. Von der Schweizer Öffentlichkeit unbemerkt, wurde in Amerika ein spektakuläres Projekt beerdigt, in das die CS gemäss der Zeitung «Sonntag» involviert ist: ein Erlebnis- und Gedenkpark zu Ehren von Elvis Presley (1935-1977) am Las Vegas Strip, der berühmtesten Strasse der Kasinostadt.
«Der Kredit von 475 Millionen Dollar – unter anderem für den Kauf des Grundstücks – kam von der Credit Suisse. Nun streitet die Bank mit dem Initianten des Megaprojekts vor einem US-Gericht, dem New York State Supreme Court», schreibt die Zeitung «Sonntag» weiter. Wieviel Geld sich die Credit Suisse ans Bein streichen müsse, gebe deren Pressestelle nicht bekannt.
CS-Sprecher Marc Dosch äusserte sich einzig generell: «Solche Kredite wurden typischerweise verbrieft und an institutionelle, qualifizierte Investoren verkauft. Allfällige bei der Bank behaltene Anteile sind über die letzten zwei Jahre gemäss den Fair-Value-Bewertungsregeln abgeschrieben worden.»
Bereits Milliarden abgeschrieben
«Insgesamt hat die CS bei der Anleihenkategorie «Commercial Mortgage Backed Securities» (CMBS) in den vergangenen beiden Jahren fast 4 Milliarden Franken abgeschrieben», heisst es weiter im Zeitungsbericht. Es bleibe offen, ob der Kredit für den Elvis-Park die CS weiter belaste. Fakt sei, dass das Aus für den Grosspark in Las Vegas erst seit kurzem feststehe.
Die Firma, die den Park aufbauen und betreiben wollte – die FX Real Estate –, war an der US-Technologiebörse Nasdaq lange Zeit ein Star, sogar noch letztes Jahr, als die Immobilienkrise bereits im Anzug war. Doch 2009 kam der Absturz ins Bodenlose. Seit drei Monaten sind die Aktien deswegen nicht mehr an der Nasdaq kotiert. (vin)
Erstellt: 18.07.2009, 23:35 Uhr
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