Wirtschaft
Entlassene UBS-Banker beziehen Boni bis 2012
Aktualisiert am 19.04.2009 53 Kommentare
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Konkret geht es dabei um Boni, die nur bei erfolgreichem Geschäftsverlauf in den Jahren 2010 bis 2012 ausbezahlt werden. Anrecht auf das Geld haben die obersten 12 Prozent der UBS-Angestellten – das sind gegen 10'000 Mitarbeiter. Es geht im Durchschnitt um über 90'000 Franken pro Person. Das Geld soll gestaffelt in den Jahren 2010, 2011 und 2012 ausbezahlt werden.
Die Finanzmarktaufsicht des Bundes hatte zwar die Auszahlung der Boni zunächst an die Bedingung gekoppelt, dass die Mitarbeiter bei der UBS bleiben müssen. Aufgrund der Massenentlassungen wird dieses Kriterium jedoch aufgeweicht. Wird ein Mitarbeiter entlassen, wird er gleich behandelt, wie wenn er weiterhin bei der Bank beschäftigt wäre, erklärt eine UBS-Sprecherin gegenüber der «NZZ am Sonntag».
Das heisst, dass entlassene UBS-Kader noch 2012 von Bonuszahlungen aus dem Jahr 2008 profitieren, sofern die UBS schwarze Zahlen schreibt.
Weniger Lohn für UBS-Angestellte
Auf der einen Seite gibt es Boni für entlassene UBS-Direktoren, auf der anderen Seite kürzt die UBS einem Teil ihrer Mitarbeiter die Löhne. Mediensprecher Andreas Kern bestätigt entsprechende Informationen der Zeitung «Sonntag». Kern: «In Einzelfällen kann sich eine Lohnreduktion ergeben, wenn es auf Grund einer Restrukturierung zu einem Funktions- oder Rollenwechsel kommt.» Aufgrund der Zumutbarkeitsklausel muss ein Mitarbeiter auch eine neue Stelle akzeptieren, wenn der Lohn 20 Prozent tiefer liegt. (bru)
Erstellt: 19.04.2009, 13:40 Uhr
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53 Kommentare
Solches Verhalten gewisser Bänker zeigt die Mentalität gegenüber dem Normalverdiener und Kleinspahrer.Ich frage mich wie da eine Vertrauensbasis gegenüber dem Kunden der sein hart erarbeitetes Geld anlegen möchte aufgebaut wird. Diese Leute müssen zuerst lernen wie der Grossteil der Bevölkerung ihr Brot verdient. Nicht nur bei Sport und Fitnessprogramm schwitzen sondern bei der Arbeit. Antworten
Lasst ihnen doch die Freude. Dieses Geld hat sowieso bald keinen Wert mehr. Unsere Hände und unser Hirn werden wir auch ohne Geld gebrauchen können. Vielen Leuten mit unternehmerischem Tatendrang waren bisher die Hände gebunden, nur weil sie kein Kapital hatten. Das Kapitalerfordernis ist ein Markthindernis und ein Unternehmenskiller. Für ein kapital-befreites Unternehmertum! Antworten
Herr Maag hat wohl eine ziemlich lange Leitung. Ich habe schon vor der Finanzkrise meine Konten bei UBS aufgelöst, weil ich die unglaubliche Arroganz (auch der "kleinen Angestellten") nicht mehr ertragen habe. Es ist höchste Zeit, dass es denen an den Kragen geht. Hoffentlich werden noch viel mehr entlassen, damit sie dann auch mal sehen, zu welchen Bedingungen ehrliche Leute arbeiten müssen. Antworten
glaubt jemand, in diesem zeitraum an schwarze zahlen??? sechs milliarden plus zinsen muessen an den bund zurueckfliesen!!! 12-prozent sind 10000 beschaeftigte, da stimmt doch was nicht????ich glaube eher an leere versprechungen!!!gewinnt man so das vertrauen des kunden??? beim naechsten bundeskredit ueberlaueft das fass!!!! unglauebiges staunen und kopfschuetteln bleit da zurueck!!! mal schauen... Antworten
diese ganze gilde macht solange weiter, bis es mal eskaliert im stile einer bananenrepublik. keine spur von einsicht und "lesson learnt." in der ubs war aber auch in der vergangenheit unglaublich vieles faul. nur erinnert sich fast niemand mehr daran. ich sage nur, was war mit dem ganzen outsourcing der logistik im jahre 2006 (700 mitarbeiter) und wer seitens ubs hat daran königlich verdient?? Antworten
Karl Mrak; was die Arbeitgeber angeht, bin ich nicht sicher,ob diese tatsächlich wissen, was es auf dem Arbeitsmarkt geschlagen hat. Das Lohndumping wird weitergehen;sicherheitshalber hat man schon mit dem JA zur PFZ für Zeit nach der Krise vorgesorgt, damit danach alles im selben Trott weitergehen kann. Antworten
Solche Verträge beweisen wie unfähig die bisherige Führung war. Klarheit schaffen kann nur ein dringlicher Bundesbeschluss welche solche Vereinbarungen RÜCKWIRKEND für ungültig erklärt. Welche Partei packt das Thema an? Und jeder der Kunde bei einer solchen Bank bleibt deckt moralisch diese Haltung. Antworten
Mansueto Spigaglia; Sie haben es erfasst. Es ist genau so, dass heute die Pflaumen, welche keinen Pfennig wert sind, und nur durch Vitamin B und Zufall in eine Stelle rutschten, sogar ziemlich schnell einen Job kriegen, weil sie billiger sind als qualifizierte Personen. Je besser man heute qualifiziert ist, desto schlechter kommt man weg = these are facts!Oder warum geht die Wirtschaft bachab?! Antworten
Dies alles ist unglaublich und das noch mit unserer Staatsgarantie! Was macht eigentlich unsere FINMA, oder das Finanzdepartement und unser Finanzminister? Wie kommen sich wohl alle anderen Entlassenen vor, die nicht von einer Bank angestellt waren? Der Filz in der Schweiz ist nicht weniger korrupt als in anderen Ländern! Antworten
Wer jetzt immer noch Kunde dieser "UBS - die Pannen-Bank" ! ist, ist selber schuld! Mit jedem Rappen, dem man diesen Abzockern anvertraut, begeht man Beihilfe zur Bevorteilung einer geldgierigen und nur sich selbst befriedigenden Bande. Die gehört schnellstens weggeschafft! Jedem mit (nur einem Funken) Moral wäre es verpönt, sich derartig auf Kosten anderer mit Staatsgeldern zu bereichern! Antworten
"Weniger Lohn für UBS-Angestellte". Dabei denkt man sicher nur an Angestellte und nicht an Kader!? Die Boni können sicher auch vererbt werden. Von ausserordentlichen Zahlungen an die Pensionskasse haben wir bisher noch nichts vernommen, an welchem Sonntag wird darüber geschrieben? Ein Konkurs der Gross-UBS wäre viel besser gewesen. Jeden Tag gibt es mehr Gründe sich eine andere Bank zu suchen. Antworten
Anstatt eine katastrophale Leistung zu belohnen, waere es angemessener die verratene Kunden zu entschaedigen mit den 900 Millionen Franken, z.B. Absolute Return Opfer. Es ist höchstpervers die Ungerechtigkeit zu verschaerfen, was ist los mit dieser Welt? UBS könnte seinen Ruf hier retten, sonst ist es wie AIG in Amerika, schlechte Managers werden kompensiert fuer schlechte Arbeit mit Steuergeld! Antworten
Die immer pikanteren Details, die Journalisten über die Mafia-Organisation "UBS" zu Tage fördern, sind erschreckend! Privatanleger, Insitutionelle und Pensionskassen wurden durch überhöhte Anlagefondsgebühren jahrelang legal abgezockt und nun ist der Steuerzahler dran.Dem früheren Management der UBS ist das von einem Wirtschaftsethiker prominent portierte "fehlende Unrechtsbewusstsein" anzulasten! Antworten
Toll! Der Steuerzahler wird indirekt zur Kasse geben, und darf nun noch diese Zeche - sorry, deren weiter geführte Boni - auch noch bezahlen! Eine Frechheit! Er hat auch kein Einspracherecht. Und wann folgt die nächste 'Tranche' Kapital vom Staat? Wetten, dass diese noch im laufe des laufenden Jahres beantragt werden wird? Antworten
@Emil Gross: Bei den Sozialwerken werden die sowieso schon kleinen Renten oder monatlichen Ausgaben aufs Minimum reduziert um die Kosten zu senken. Was hat also die UBS damit zu tun? Dort sehe ich keine Änderung bei den Boni. Oder gibt statt 12Mio. jährlich nur noch 10Mio. Bonus?! Antworten
Nix gelernt und Finma ebenfalls eine Mafiaorganisation. Konsequenz wäre, wenn jeder der noch ein Konto bei der UBS ( U B Screwed, der ist wirklich gut) hat, dieses auflösen würde. Lasst die UBS eingehen, der Markt muss sich selber regulieren, fertig. Vielleicht findet dann ein Umdenken statt Antworten
Ich wundere mich eigentlich nicht, das solche Meldungen immer noch den Zorn der "Bevölkerung" provozieren können. Aber hat denn jemand etwas anderes von der UBS erwartet? Doch nicht im Ernst! Wer glaubt, dass es der UBS nicht egal ist, was die Bevölkerung zu ihrer Bonus-Politik meint, den muss man doch als naiven Phantasten bezeichnen. Das geht denen doch am A.... vorbei. Antworten
Es ist einfach unglaublich, wie die Verursacher der Weltwirtschaftskrise Geld, das ihnen gar nicht gehört oder zusteht, munter weiter unter sich verteilen. Ich habe von Anfang an gesagt, dass die Finanzbranche nicht lernfähig ist und in ein paar Jahren ist der nächste Crash vorprogrammiert. Die Politik muss der Finanzbranche endlich knallharte Regeln diktieren. Anders geht es offensichtlich nicht. Antworten
Ja geht es denen noch gut. Dei kleinen die bleiben dürfen senkt man den Lohn und denen die nichts mehr für die UBS tun bekommen gestaffelt Bonus. Das stinkt zum Himmel. Mit den 10'000 mal 90'0000.- könnte man statt entlassen Leute weiterbeschäftigen. Aber eben. Die UBS hat keine Moral. Das ist immer noch eine Abzockergilde. Antworten
Spannend! Junge Leute, die grad ihre Lehre abgeschlossen haben, stellt das so genannte Kader auf die Strasse, um Kosten zu sparen. Aber sich selber schaufeln sie mit Boni zu, dass sie darin fast ersticken. Und das ganze gedeckt durch ihre Kollegen bei der Aufsicht und im Bundesrat. Wirklich spannend! Antworten
Das darf doch wohl nicht wahr sein. Wir sind zu einer totalen Bananenrepublik verkommen. Der Kleine soll bluten, und die Grossen werden, ohne etwas geleistet zu haben, noch mit Steuergeldern vergoldet. Bei uns im Staate ist etwas oberfaul ! Ich glaube, diese Ideen wachsen nur auf dem Mist der FDP (Abzockerpartei) Antworten
Und wo ist jetzt das Problem? Das kommt aus der Konsequenz, dass Boni nur im Falle eines längerfristigen Erfolgs ausbezahlt werden sollen. Jetzt ist es soweit, und dann erscheinen wieder solch tendenziösen Schlagzeilen, die suggerieren, dass wieder Abgangs-Entschädigungen gezahlt werden. Antworten
Gilt den das als Vorbild für alle diejenigen Unternehmungen die in Zukunft Personal abbauen müssen.? Wird den für die Mitarbeiter aus der Realwirtschaft auch ein Topf von 900 Mio. (natürlich ein Vielfaches davon) bereit gestellt ? Es werden wohl mehr als 10 000 Personen sein in den nächsten Monaten! Die Finazierung wird sicher kein Thema sein! Es gelten die gleichen Argumente wie für die Bänker! Antworten
Natürlich sind diese Boni eine Sauerei. Aber Verträge sind Verträge und müssen von einer seriösen Firma eingehalten werden. Und die UBS ist eine solche Firma. Die AHV und alle anderen sozialen Einrichtungen sind auch am Boden, müssen aber ihre Verpflichtungen trotzdem erfüllen. Oder sollte man den Rentnern das versprochene Geld streichen? Und die Fussballverträge wo man Nieten für Millionen kauft! Antworten
Das ist ja interessant, entlassene Direktoren erhalten während drei Jahren jährlich um die Fr. 90'000, während einem Teil der Angestellten der Lohn gekürzt wird. Das ist in den Köpfen der Banker sicher alles ganz logisch, nur versteht das leider der Rest der Bevölkerung nicht. Und eben auch deswegen wird das Kapital abgezogen, wer wird denn schon sein Geld in einer solch absurden Bank belassen? Antworten
Toll, gekündigten Personen wird Bonus bezahlt. Wer weiter für die UBS schuftet, dem soll dafür der Lohn gekürzt werden. Darf ich darauf schliessen, dass die erfolgreichen Tüchtigen auf die Strasse gestellt werden und diejenigen die bleiben ihr Gehalt nicht wert sind? Typischer Fall von: "the tail is wagging the dog." = "Der Schweif wedelt mit dem Hund." Übrigens: UBS = U B Screwed. Noch Fragen? Antworten
Ist das eine Art Sozialprogramm des Bundes, oder wie?! Anders kann man es ja nicht deuten, denn die Boni haben hier offensichtlich gar nix mit Leistung oder Retention Management zu tun. Und dass die Boni an den "guten Geschäftsverlauf" gekoppelt sind, ist doch wohl ein Witz, nachdem die Zinsen bei Null und Milliarden in die UBS hineingepumpt wurden! (und selbst dann wird die UBS nicht profitabel!) Antworten
Also da hat die UBS etwa 10000 Direktoren welche sie nun loswerden muss.Wieviele bleiben denn noch übrig,12% von wievielen.Früher gab es in einem "Budeli" einen Direktor,in grösseren der Realwirtschaft einen Generaldirektor (heute CEO genannt) und drei Departements-Direktoren.Eine Fabrik mit 1000 Angestellten hätte dann also 120 Direktoren,da würde der Abwart auch noch Herr Direktor heissen. Antworten
Ich weiss, wieso ich nicht UBS-Kunde bin. Mit so eine verwegenen, äusserst dekadenten Bank will ich nichts zu tun haben. Jeder der noch Kunde dieser Bank ist, beweist nur eines: Er unterstützt diese widerlichen Machenschaften aufgrund charakterloser Passivität. Ich glaube kaum, dass ein Ex-Direktor seine zukünftige Boni der ALV melden wird. Antworten
Unglaublich diese Arroganz! Der Arbeitgeber sollte Mitarbeiter NUR für die Arbeitsleistung entlöhnen. In einem echten Sozialstaat sollten ALLE Menschen gleichgestellt sein, also fürs Nichtstun die gleiche Rente erhalten. In einer Bananenrepublik erhalten gewisse Affen zuviele Bananen, die sie gar nicht verdauen können. Dasselbe in der Schweiz: Wer's nicht braucht, erhält noch mehr, für die Erben!! Antworten
Liebe Eidgenossen, den Gürtel enger schnallen! Die neue alte Tugend der Sparsamkeit üben! Die Prognosen sagen voraus, dass sich der Arbeitsmarkt frühestens 2011 erholt. Genau deshalb brauchen unsere Banker wieder Geld. Wir müssen diese Wohltäter doch bei Laune halten....oder? Antworten
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Heinz Butz
Als mittelständischer Unternehmer würde ich auf keinen Fall einen ehemaligen UBS-Angestellten beschäftigen, denn hier kommt der Eigennutz und Egoismus des Angestellten vor der Moral und Solidarität zu seinem Arbeitgeber. Antworten