Wirtschaft
Ermotti wird definitiv UBS-Chef – Villiger gibt vorzeitig ab
Aktualisiert am 15.11.2011 29 Kommentare
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Verwaltungsratspräsident Kaspar Villiger verlässt die UBS (UBSN 11.15 -0.89%) früher als geplant und macht damit Platz für Axel Weber. Villiger stellt sich bei der Generalversammlung am kommenden 3. Mai nicht mehr zur Wiederwahl, wie die Grossbank am Dienstagmorgen mitteilte.
Der frühere Chef der deutschen Bundesbank Weber war bereits im vergangenen Juli 2011 als Nachfolger für Villiger präsentiert worden. Weber sollte zwar bereits in diesem Jahr in den Verwaltungsrat eintreten, sein Wechsel auf den Präsidentenposten war aber erst auf das Frühjahr 2013 vorgesehen.
Der ehemalige FDP-Bundesrat Villiger hatte die UBS-Führung im Frühjahr 2009 von Peter Kurer übernommen. Damals stand die UBS wegen ihrer Beihilfe zur Steuerhinterziehung für US-Kunden stark unter Beschuss. Kurer seinerseits war nur ein Jahr zuvor auf den schwer kritisierten Marcel Ospel gefolgt.
Details gibt es in New York
Ausserdem ernannte die Grossbank Sergio Ermotti definitiv zum Konzernchef. Der Verwaltungsrat habe sich nach einem umfassenden Evaluationsverfahren für den Tessiner Ermotti entschieden, teilte die Grossbank weiter mit.
Ermotti besetzt den Posten an der UBS-Spitze interimistisch seit dem 24. September. Damals trat sein Vorgänger Oswald Grübel ab, nachdem ein UBS-Händler in London einen Verlust von über 2 Milliarden Franken verursacht hatte. Nach dem Skandal war der Ruf nach einem Neuanfang bei der Bank laut geworden.
Die UBS-Führungsspitze habe zudem die Strategie und die zukünftige Positionierung der Grossbank festgelegt, wie es im Communiqué weiter heisst. Details dazu würden aber erst am Investorentag am kommenden Donnerstag in New York bekannt gegeben. (sam)
Erstellt: 15.11.2011, 06:47 Uhr
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29 Kommentare
herr ermotti ist nun also ceo der ubs. der gleiche, der mit invesmentbanking der italienischen bank unicredit einen verlust von 10 milliarden euro beschert hat. es wird im gleichen stil weitergehen, nur der personalabbau von den mitarbeitern bis zum mittleren kader wird sich fortsetzen oder sogar intensivieren... Antworten
Die Tessin-Connection hat sich also durchgesetzt. Man will weg vom Investment Banking und holt den nächsten Investmentbanker? Als Aktionär würde ich spätestens jetzt bei der UBS aussteigen denn sie wird wie die Banca del Gottardo und die BSI mit Freunden und Vettern infiltriert werden. Danach gibts kein zurück mehr. Good luck! Antworten
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