Wirtschaft
Europas Börsen stürzen ab
Was ist los an den Börsen? Ein Passant studiert die Aktienkurse an der Zürcher Bahnhofstrasse. (Bild: Keystone)
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Der Swiss Market Index (SMI) verlor in der ersten Handelsstunde zeitweise mehr als 400 Punkte und hielt sich mit 6004,62 Punkten noch knapp über der 6000-Punkte-Marke. Das entsprach einer Einbusse von 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorabend. Der SMI erreichte damit den tiefsten Stand seit Juni 2005. Gegen Mittag vermochte sich der SMI wieder leicht zu erholen. Er notierte bei 6164,72 Punkten, was einer Einbusse von 4,1 Prozent entspricht.
ABB, Credit Suisse und Swiss Re sackten zu Handelsbeginn um mehr als zehn Prozent ab. Im Falle von ABB wurde die Senkung der Kursziels durch die Banken JPMorgan und UBS als ein Grund genannt. Swiss Re standen wegen Befürchtungen bezüglich zusätzlicher Wertberichtigungen schon am Dienstag unter Druck. UBS notierten knapp acht Prozent tiefer als am Vorabend. Julius Bär verloren gegen sieben Prozent. Einbussen von mehr als fünf Prozent wurden aber auch für die Pharma-Schwergewichte Roche und Novartis verzeichnet. Die Unsicherheit wegen der Finanzkrise und die Sorge um eine weltweite Rezession prägten das Geschehen.
Gegen Mittag erholten sich die meisten wichtigen Schweizer Aktien, lagen aber immer noch im Minus, wie zum Beispiel UBS (-3,66 Prozent), CS (-5,94 Prozent) und ABB (-7,39 Prozent). Swiss Re notierten 9,36 Prozent tiefer.
DAX und CAC40 im freien Fall
Frankfurt und Paris stürzten noch tiefer ab als Zürich. Der Deutsche Aktienindex DAX verlor in der ersten Handelsstunde zeitweise mehr als sieben Prozent, der CAC40 in Paris über acht Prozent. In London büsste der FTSE 100 knapp sechs Prozent ein. Das Rettungspaket der britischen Regierung für die führenden Banken bremste den Kurszerfall nur zum Handelsbeginn etwas. Die Börse in Moskau wurde bis Freitag geschlossen, nachdem der Leitindex MICEX in der ersten halben Stunde 14 Prozent eingebüsst hatte.
Panik bereits an Asiens Börsen
Panik hatte zuvor bereits auf den asiatischen Märkten geherrscht. In Japan brach der Leitindex Nikkei um 9,4 Prozent ein. Das war der grösste Verlust seit 21 Jahren. Der Index schloss um 952,58 Punkte tiefer bei 9203,32 Punkten. Das war der tiefste Stand seit fünf Jahren. Auch das wichtigste indonesische Börsenbarometer JSX stürzte um mehr als zehn Prozent ab. Der Dow-Jones-Index hatte in New York am Vortag mehr als 500 Punkte verloren und mit 9447,11 Punkten geschlossen, dem niedrigsten Stand seit fünf Jahren. (vin/sda/ap)
Erstellt: 08.10.2008, 13:43 Uhr
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