Ex-MAN-Manager soll Schwarzgeld in der Schweiz horten
Offenbar einiges nicht sauber gelaufen: MAN unter Verdacht.
Der Münchner stehe unter Verdacht, Geld des Nutzfahrzeugherstellers auf das Schweizer Konto einer Moskauer Beratungsgesellschaft transferiert zu haben, berichtete das Nachrichtenmagazin «Focus». Dabei könne es sich um eine Scheinfirma für illegale «Provisionen» handeln.
Der verdächtige Manager habe angegeben, es habe sich bei den Zahlungen um «Schutzgelder» gehandelt. Laut «Focus» fallen diese juristisch nicht unter Korruption. Die Staatsanwaltschaft ermittelt Medienberichten zufolge auch gegen aktuelle Führungskräfte.
Einem Bericht des Nachrichtenmagazins «Spiegel» zufolge gehört zu den Beschuldigten auch ein aktueller Topmanager von MAN. Dessen Anwalt habe die Ermittlungen bestätigt, sich aber nicht weiter dazu geäussert.
Kein Kommentar von Sprechern
Sprecher von Staatsanwaltschaft und MAN kommentierten die Meldungen auf Anfrage der Nachrichtenagentur AP nicht. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft verwies auf eine umfassende Presseerklärung, die für Montag geplant sei.
Nach Informationen der «Süddeutschen Zeitung» geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass MAN beim Verkauf von Lastwagen und Bussen in sieben Länder Schmiergeld gezahlt hat. Den Ermittlungen zufolge soll Geld nach Deutschland, Italien, Libyen, Algerien, Luxemburg, Griechenland und Norwegen geflossen sein, wie das Blatt berichtete. (cpm/ap)
Erstellt: 10.05.2009, 17:46 Uhr
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