Wirtschaft
Finanzplatz Schweiz: Offensiv-Strategie der Liberalen
Aktualisiert am 09.06.2009 3 Kommentare
Ehrgeizige Ziele: FDP-Ständerat Rolf Schweiger, der Chef der Arbeitsgruppe (Archivbild). (Bild: Keystone)
Eine vom Zuger FDP-Ständerat Rolf Schweiger präsidierte Arbeitsgruppe legte am Dienstag eine Finanzplatzstrategie vor, die am kommenden 27. Juni den Delegierten unterbreitet wird. Ziel ist es unter anderem, bis ins Jahr 2015 auf dem Finanzplatz bis zu 40'000 neue Arbeitsplätze zu schaffen und das Steueraufkommen massiv zu erhöhen.
Stempelsteuer in zwei Schritten abschaffen
Im Steuerbereich plädiert die Arbeitsgruppe für die Abschaffung der Stempelsteuer in zwei Schritten bis 2015. Um die Attraktivität des Finanzplatzes für die Vermögensverwaltung zu erhöhen, soll die Verrechnungssteuer durch eine Quellensteuer auf alle in der Schweiz liegende Depots ersetzt werden, die auf dem Zahlstellensystem beruht.
Für diese Abgeltungssteuer werden zwei Modelle zur Auswahl vorgeschlagen: entweder eine Quellensteuer von 0,6 bis 0,8 Prozent auf den Wert des Depots oder aber eine Besteuerung der Vermögenserträge in der Höhe von 15 bis 25 Prozent. Die FDP verspricht sich neben einer massiven Vereinfachung davon auch eine Entschärfung der Pauschalbesteuerungsdebatte.
Ein Bündel von Ideen vorgelegt
Weitere Vorschläge betreffen die Einführung eines Swiss Labels für moderne Anlageformen und mehrere Initiativen für eine Neuausrichtung der internationalen Standards bei Steuerdelikten und Geldwäschereifällen. (raa/ap)
Erstellt: 09.06.2009, 16:43 Uhr
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3 Kommentare
Geld ist ein Mittel zur Vereinfachung von Tausch mit Waren. Dieses Mittel kann selber nicht gehandelt werden. Gegen was denn? Gegen Geld? Wer kauft Geld gegen Geld? Klar: zB Kursdifferenzen können Geldhandel hervorbringen. Aber ist das reale Wertschöpfung? Oder Zinsen: ich gebe 100 und kriege 105. Habe ich für die +5 etwas geleistet? Finanzmarkt schafft keine realen Werte. Er ist also überflüssig. Antworten
Obige FDP-Strategie sollte nicht nur von der FDP bestimmt werden können - zudem sollten nicht spruchreife Sachen an die Öffentlichkeit gelangen. Die UBS-Finanzkrise/Manager-Löhne usw. müssen jetzt mal zuerst unter die Lupe genommen werden bevor neue Projekte angestrebt werden - richtiges Auffräumen ist angesagt. Antworten
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