Wirtschaft

Fünf Topmanager in Insiderskandal verwickelt

Aktualisiert am 17.10.2009

Der Gründer eines Hedgefonds und fünf Manager von Grosskonzernen sollen geheime Informationen ausgetauscht und so 20 Millionen Dollar an illegalem Profit erwirtschaftet haben.

Eine der Verdächtigen: Danielle Chiesi (Mitte) wird von FBI-Beamtinnen abgeführt.

Eine der Verdächtigen: Danielle Chiesi (Mitte) wird von FBI-Beamtinnen abgeführt.
Bild: Keystone

Ausschreitungen

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Im bislang grössten Fall von Hedgefonds-Insiderhandel sind in den USA ein Fonds-Gründer und fünf Manager von Grosskonzernen festgenommen und angeklagt worden. Sie werden beschuldigt, über 20 Millionen Dollar an illegalen Profiten erwirtschaftet zu haben.

In zwei am Freitag bei einem New Yorker Bezirksgericht eingereichten Klagen wird den sechs Angeklagten Wertpapierbetrug und Verschwörung zur Last gelegt. Zudem hat die US-Börsenaufsicht (SEC) eine Zivilklage gegen sie angestrengt.

Google, Hilton und IBM betroffen

Nach Angaben der Behörde haben die Beschuldigten Insiderinformationen über zehn Unternehmen ausgetauscht. Dabei ging es unter anderem um Börsenschwergewichte wie den Internetkonzern Google, den Computer-Hersteller IBM, den Chipriesen Advanced Micro Devices (AMD), die Hotelgruppe Hilton sowie um weitere Unternehmen.

In den Skandal verwickelt ist auch ein Analyst der Ratingagentur Moody's. Der an der Bewertung der Hilton-Gruppe beteiligte Mann habe Insiderinformationen weitergegeben, dass Hilton an den Finanzinvestor Blackstone verkauft werde und wann die Transaktion voraussichtlich bekanntgeben werde, heisst es in einer Klageschrift. (oku/sda)

Erstellt: 17.10.2009, 06:43 Uhr

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