Wirtschaft
GM machts wie Tata: 4000-Dollar-Auto geplant
Von Matthias Chapman. Aktualisiert am 17.08.2009 7 Kommentare
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Für nicht Eingeweihte scheint es schwierig zu verstehen, wie man ein Auto für weniger als 3000 Dollar produzieren und dabei noch Gewinn herausschlagen kann. Und noch, als die Inder von Tato Motors genau dies ankündigten, dachte wohl mancher, dass ihnen das nicht gelingen wird. Die asiatischen Autobauer aber bewiesen, dass es geht. Der Nano ist inzwischen im Verkauf – und das für die angekündigten unter 3000 Dollar.
«Als Tata Motors in Indien mit ihrem Billigstwagen auf den Markt kamen, hat das viele Autobauer aufgeschreckt», sagte Nick Reilly, Vizepräsident bei General Motors und verantwortlich für das internationale Geschäft des US-Autobauers, an einer Medienpräsentation in Brasilien.
Geheimnisvoll
Als die Inder von Tata im Juli dieses Jahres auch noch mit dem Export ihres Billigstwagens in andere Schwellenländer begannen und das oberste Management über Pläne zur Eroberung des amerikanischen sowie des europäischen Marktes sprachen, brachte das die traditionellen Autobauer zusätzlich unter Druck.
General Motors will jetzt offenbar nicht mehr länger zuschauen und nimmt den Billigstwagen-Markt ins Visier. Allzu viel verraten mag Reilly aber noch nicht. «Wir wollen günstigere Autos bauen, wissen aber noch nicht, wo wir produzieren und welche Märkte wir damit ins Auge fassen», so der Auto-Manager zum «Wall Street Journal».
So günstig wie Tata gehts nicht
«Wir werden Autos nicht so günstig (wie der Tata Nano, Anm. der Red.) bauen. Der Nano ist ein Auto für einen ganz spezifischen Markt, der nicht die gleichen Emissionsstandards hat, wie der amerikanische Markt. Weit vom Nano entfernt will General Motors mit seinem Billigstwagen aber offenbar nicht landen. Reilly nennt dabei die Marke von 4000 Dollar. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 17.08.2009, 09:42 Uhr
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7 Kommentare
Die letzten Jahre wurde konsequent von GM auf Spritfresser gesetzt. Politsch die lezten 8 Jahre kein Wunder, George Bush, aus Texas, wo das Oel aus dem Boden sprudelt, jeder null Intersse hat, die schwarzen Geldquellen zu drosseln. Die Top Idee, man kopiere eine Biiliglinie, nutze die BEWAERTE Antriebstechnologie. Sind solche Manager tragbar? Es grüsst die Oellobby, sogar mit Staatgarantie! Antworten
Ich bezweifle, dass ein *sinnvolles* Auto für 4000 Dollar machbar ist. Sollte es allerdings endlich mal eines geben, dass in Sachen Sauberkeit, Sicherheit (ABS und Airbag) und Zuverlässigkeit (ohne grossen Schnickschnack) für 10'000 Franken zu haben sein wird und nicht gerade wie ein Kleinstwagen daherkommt, dann bin ich bereit meinen jetzigen Marken-Spritfresser abzugeben. Antworten
Das tönt nach einer automobilen Angleichung zwischen der absteigenden Weltmacht USA und dem aufstrebenden Schwellenland Indien. Der Benzinverbrauch wird in Zukunft gleichmässiger über die Welt verteilt, weniger grosse spritvergeudende SUV's in den USA, mehr spritsparende Kleinwagen in der 3. Welt. Ist das nicht gerechter? Antworten
Sollte dieses GM; Wägelchen mit einem Verbrennungsmotor ausgestattet sein, so ist das eine Strategie in die falsche Richtung. Zukunft hat nur eine alternative Energiequelle. Solche Stadtflitzer sollten darum konsequent nur noch elektrisch angetrieben sein. Dann finden sie auch die nötige Anerkennung uns Akzeptanz im hart umkämpften Markt. Antworten
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Rolf Schlumpf
@Binsberger 12:43: Von mir aus kann das Öl- und Automobil-Zeitalter vorbeigehen, ich brauche mein Auto (6 L auf 100 Km) in Normalfall ein bis zweimal pro Woche. Nur, sollte es doch noch etwas länger gehen, als gedacht (Studien hin oder her), dann steige ich gerne um. Lustig, nicht ;)?... Antworten