Wirtschaft
Geht die Boni-Party schon wieder los?
Aktualisiert am 15.04.2009 28 Kommentare
Er liess gestern aufhorchen – in verschiedener Hinsicht: Goldman-Chef Lloyd C. Blankfein. (Bild: Keystone)
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1,8 Milliarden Dollar Gewinn im ersten Quartal – Goldman Sachs scheint die Krise offenbar mit Bravour zu meistern. Die Musterschülerin der Branche macht es den anderen wieder einmal vor – vielleicht auch bei den Bezügen.
4,7 Milliarden Dollar hat die Bank für die Entschädigung der rund 28'000 Mitarbeitenden von den Einkünften abgezweigt. Das sind 35 Prozent mehr als in der gleichen Periode des Vorjahres.
In Grossbritannien, wo die Bank mit 5400 Mitarbeitern ein zweites starkes Standbein hat, ruft das die Politiker auf den Plan. Der Chef der Liberaldemokraten, Vince Cable, zeigt sich «schwer beunruhigt» über die Lohnpolitik von Goldman Sachs. Die Banken hätten offenbar nichts gelernt aus der Finanzkrise, sagt der Abgeordnete der britischen Zeitung «Telegraph».
«Es war die Bonuskultur, welche die Banken dazu verleitete, hohe Risiken einzugehen, was die Institute schliesslich fast oder in einigen Fällen ganz in den Ruin trieb», so Cable. Auch andere britische Parlamentarier kritisieren jetzt die massive Erhöhung der Entschädigungen bei der US-Bank.
«Staatshilfe zurückbezahlen»
Goldman Sachs hatte jüngst angekündigt, die Washingtons Staatshilfe im Umfang von rund 10 Milliarden Dollar möglichst rasch zurückzuzahlen. Die Bank will sich damit von den Fesseln lösen, welche die US-Regierung den Unternehmen mit Staatshilfe angelegt hat. Dazu gehörten auch Regeln zur Entschädigung des Managements. (cpm)
Erstellt: 15.04.2009, 14:57 Uhr
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