Wirtschaft

Fastweb–Skandal: Folgen für Schweiz nicht absehbar

Bei der Swisscom sind Image und Milliarden in Gefahr, aber auch SBB und Post könnten darunter leiden. Die Auswirkungen für die Schweiz und ihre Staatsbetriebe sind nicht absehbar.

Soll Schwarzgeld als Einnahmen verbucht haben: Fastweb-Gründer Silvio Scaglia.

Soll Schwarzgeld als Einnahmen verbucht haben: Fastweb-Gründer Silvio Scaglia.
Bild: Keystone

Stefano Parisi.

Stefano Parisi.

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War es ein Fehler von Swisscom, das italienische Unternehmen Fast-Web zu kaufen?

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Die jüngsten Enthüllungen werfen ein schlechtes Licht auf die Swisscom. (SCMN 369.8 1.32%) Der Geldwäscherei-Ring, den die italienischen Behörden am Dienstag ausgehoben haben, war zwar nur bis 2006 aktiv – bevor die Swisscom die Mehrheit an der italienischen Fastweb übernahm. Die beiden Mitarbeiter, die Fastweb-Chef Stefano Parisi gestern als Drahtzieher bezeichnete, waren aber noch bis gestern für das Unternehmen tätig – trotz einem ersten Verdacht im Jahr 2006.

Der Skandal wirft auch in der Schweiz Fragen auf. Gemäss SP-Präsident Christian Levrat muss sich die Swisscom die Frage gefallen lassen, ob sie nicht zu wenig vorsichtig gewesen sei. Ähnlich äussert sich der Tessiner CVP-Ständerat Filippo Lombardi, Mitglied der Kommunikationskommission. Die Swisscom habe die Parlamentarier 2007 nicht über die laufende Untersuchung informiert, obwohl sie davon gewusst habe: «Das halte ich für eine ziemlich schlimme Unterlassung.»

Konsequenzen und Kosten unklar

Wie teuer der Skandal die Swisscom zu stehen kommt, ist nicht absehbar. Ein Vorentscheid fällt am nächsten Dienstag. Dann entscheidet ein Richter über das Gesuch des Staatsanwalts, Fastweb wegen mangelhafter interner Kontrollen unter behördliche Aufsicht zu stellen. Fastweb wäre das erste börsenkotierte Unternehmen, über das diese Massnahme verhängt wird.

Welche Konsequenzen die staatliche Aufsicht für das Unternehmen hätte, ist unklar. Die Swisscom schreibt ihn ihrer offiziellen Stellungnahme, dass die Massnahme «nach heutiger Einschätzung die Weiterführung der Geschäftstätigkeit nicht beeinträchtigen würde».

Die Zukunft des Unternehmens aufs Spiel gesetzt

Ganz anders äusserte sich Fastweb-Chef Parisi, gegen den die Behörden ebenfalls ermitteln, in der italienischen Tageszeitung «Il Sole 24 Ore». Er wirft den Behörden vor, mit dem Antrag die Zukunft des Unternehmens und der 3500 Arbeitsplätze aufs Spiel zu setzen. «Unter Aufsicht gestellt zu werden, kommt dem Mord am Unternehmen gleich», so Parisi.

Falls der Richter dem Antrag zustimmt, könnte das sehr direkte Folgen für das Portemonnaie der Swisscom haben. Die Ex-Monopolistin hat dreimal mehr für die Fastweb-Aktien bezahlt, als sie heute wert sind. In ihren Büchern stehen die Italiener mit einem immateriellen Wert von 2,6 Milliarden Franken. Dieser Betrag muss unter Umständen deutlich reduziert werden.

Blocher warnt vor Italien

Aber auch für Post und SBB könnte der Skandal Folgen haben. Er entfacht die Diskussion um Sinn und Unsinn von Auslandsbeteiligungen aufs Neue. «Wenn sich Staatsbetriebe im Ausland engagieren, ist das immer wahnsinnig heikel. Durch diesen Fall werden die politischen Hürden in Zukunft noch höher sein», sagt etwa SP-Nationalrätin Jacqueline Fehr. Und Alt-Bundesrat Christoph Blocher doppelt nach: «Sobald ein Staatsbetrieb ins Ausland will, muss man ihn privatisieren.»

Für ihn muss der Skandal eine Befriedigung sein. Er hatte der Swisscom 2005 erfolgreich den Kauf der irischen Ex-Monopolistin Eircom verboten, und er war auch gegen den Kauf von Fastweb gewesen. «Die Motive der Swisscom für den Kauf von Fastweb machten Sinn. Aber ich bin grundsätzlich dagegen, dass sich ein staatlich kontrolliertes Unternehmen im Ausland engagiert. Der Bundesrat hat dies leider zugelassen.» Kommt hinzu, dass der Zukauf ausgerechnet in Italien erfolgte. «Ich habe in meiner Karriere als Unternehmer nie etwas in Italien gekauft», sagt der SVP-Stratege. «Ich bin der festen Überzeugung, dass wir gewissenhaften und korrekten Schweizer dem italienischen System einfach nicht gewachsen sind.»

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 25.02.2010, 09:51 Uhr

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51 Kommentare

Leo Ruegg

25.02.2010, 22:23 Uhr
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Griechenland ist ueberall. Die griech. OTE (Telekom) hat Milliarden in Ostblockstaaten investiert. Man war stolz. Dann kam der Rueckzug und die Gelder verschwanden. Dann kaufte die OTE eine Handy-Laedelikette fuer 1.5 Milliarden Euro (Wert:300Mio.) Wollt ihr die Namen der neuen griech. Oligarchen? Big player... die wurden ueber Nacht reich. Hier Politiker - da Milliardaere. Schweiz ist ueberall! Antworten


Lidija Jametti

25.02.2010, 21:47 Uhr
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"Gewissenhaften und korrekten Schweizer", man denke da an diese Typen von der UBS, die sogar nach dieser Zeitung die Diamanten in der Zahnpastatube geschmuggelt haben sollen. Dafür lagern die Italiener, die zu Hause nichts versteuern ca. 400 bis 600 Milliarden Euro in den schweizer Banken und schaffen somit Arbeitsplätze. Das hat er altershalber vergessen. Jemand ist doch schuldig. Herr Schlotter? Antworten


Stefan Meier

25.02.2010, 21:18 Uhr
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Ich bin ein grosser Gegner der SVP und von Christoph Blocher. Trotzdem kann ich es einfach nicht verstehen wie ein schweizer Unternehmen in einem Staat wie Italien Geschäfte macht, dessen Regierungschef Verbindungen zur Mafia pflegt und selber höchst korrupt ist. Warum setzt sich nicht endlich das Verständniss durch, dass man bei Geschäften in Italien extra vorsichtig sein muss? Antworten


Willy Neuhaus

25.02.2010, 21:17 Uhr
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Warum diskutieren alle, ob und wo im Ausland die Millionen investieren soll und darf? Ich frage mich, woher das Geld kommt. Offensichtlich sind die Tarife im Inland viel zu hoch, dass solche Gewinne anfallen. Freuen würde ich mich, wenn das Geld auch in der Schweiz zur Vergünstigung eingesetzt würde, respektive die Leistungen verbessert würden. Antworten


Hans Kleber

25.02.2010, 19:38 Uhr
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@R.Chartrand Gerne wähle ich Sie in den Bundesrat, damit Sie es besser als die jetzigen machen können... Blocher auf jeden Fall wurde wegen seinen Manieren und seiner Allwissenheit abgewählt. Was bitte kostet das Engagement der Swisscom in Italien dem Steuerzahler? Der Steuerzahler profitiert jährlich von 56% der Dividenden... Wie gesagt: Vor dem Kritisieren mal abwarten was überhaupt passiert... Antworten


Heinz Hauer

25.02.2010, 19:10 Uhr
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Von wegen die profitabelste Telco.Das dankt man ausschliesslich dem Monopolstatus.Während wir die teuersten Telco-Preise in Europa zahlen,nur wenig fliesst als Investitionen zurück ins Service Public.Wer sagt in der CH funktioniert die Konkurrenz im Telco-Bereich,hat keine Ahnung was Konkurrenz heisst.Monopol weg-und die Firma gäbe es in wenige Jahre nicht mehr. Antworten


Hanspeter Dolder

25.02.2010, 18:17 Uhr
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Im Departement Leuenberger folgt eine Panne der anderen. Ist BR Leuenberger eigentlich noch tragbar? Nein Der Mann sollte zusammen mit Merz schleunigst in der Versenkung verschwinden. Niemand wird diesen beiden eine Träne nachweinen. Antworten


Lena Manser

25.02.2010, 18:06 Uhr
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Es ist tragsisch, welchen steinigen Weg die Schweiz gehen muss, weil hier die sogenannte Koalition der Vernunft nur Chaos und Wirre stiftete. Goldbestand verschleudert zu Schundpreisen, IV- Debakel , Asyldebakel, Swisscomdebakel und noch vieles mehr, das passierte gegen die Vernunft, die von der SVP vertreten wurde. Wenigstens sind wir nicht in EU und Eurozone dank Blocher. Antworten


Ruth Chartrand

25.02.2010, 17:25 Uhr
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@Hans Kleber. Ja leider haben Sie recht, er ist schon seit einiger Zeit nicht mehr BR. Dafür haben wir jetzt umso BESSERE. Apropos im Ausland wachsen. Schon vergessen was in Malaysia und Tschechien passiert ist ? Und zur Erinnerung. Die Swissair wollte auch im Ausland wachsen mit dem Resultat dass man jetzt kennt !!!!!! Antworten


Gustav Springer

25.02.2010, 17:14 Uhr
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Grundgütiger, und schon wieder ist der Bunderat, und die Politik und die SP oder die SVP schuldig oder nicht, und dann wird Blocher aus einer alten Kiste gezaubert und und und. Irgendwie peinlich: Blocher der Retter, der arme abgewählte, der irgendwie Nichts erreicht hat während der Amtszeit. Erstaunlich, wie dieses "Forum" so schnell hat "vergilben" können. SVP-lastiger gehts nimmer, good bye.. Antworten


Noé Tondeur

25.02.2010, 17:07 Uhr
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Ich kann offengestanden nicht verstehen, dass Swisscom beim "Fastweb-Deal" offenbar keine erfolgreiche Strategie zur Begrenzung von Risiken, sprich den Einbezug wirklich relevanter Prüfpunkte angewendet hat. Dass man sich jetzt von Seiten Swisscom "überrascht" zeigt, spricht nicht gerade für sorgfältige Prüfungen und Analysen. Meiner Meinung nach auch suboptimal (verunsichernd) kommuniziert. Antworten


Peter Jaun

25.02.2010, 16:56 Uhr
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Dass die PTT in Telecom und Die Post aufgeteilt wurde und schliesslich privatisiert wurde, ist wahrlich keine Idee von der Linken, sondern von der marktgläubigen neoliberalen Schule, die ein Blocher bis vor einigen Woche predigte. Blocher macht an allen Fronten, wo er nicht recht hatte, rechtsumkehrt, um sich dem Volkszorn anzupassen. Die Privatisierung der PTT haben die Linken damals kritisiert! Antworten


Hans Moser

25.02.2010, 16:46 Uhr
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@ Noel Ammann: Sie können den Swisscom Managern vieles vorwerfen...aber was die Bezahlung der GL betrifft, gehört die Swisscom zu den Schlusslichtern. Antworten


Hans Kleber

25.02.2010, 16:41 Uhr
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Die Abwahl von Blocher ist bereits länger her... Es würde mich extrem freuen, wenn dies alle akzeptieren würden! Ich kann überhaupt nicht verstehen, warum jetzt plötzlich das ganze Managemnt der Swisscom schlecht und grössenwahnsinnig sein soll... Ich erinnere daran, dass Swisscom eine der profitabelsten Telekomfirmen der Welt ist. Ausserdem kann dievSwisscom nur im Ausland wachsen... Antworten


Urs Keller

25.02.2010, 16:05 Uhr
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Eigenartig, schon wieder hat Blocher recht. Unseren staatlichen Institutionen fehlte der gesunde Menschenverstand und dazu noch die Einsicht, dass es kein unendliches Wachstum gibt besonders nicht im Ausland, denn dort ist der Raubtierkapitalismus am Werk. Antworten


Peter Müller

25.02.2010, 15:55 Uhr
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@Ruedi Lais: Es gibt eigentlich genug Belege für das Scheitern der Privatisierung von infrastruktureller Grundversorgung. In Neuseeland kauft der Staat mit Verlusten die Eisenbahn zurück. In Deutschland ist der Strom teurer gworden, weil sich ein Angebots-Oligopol gebildet hat. Niedriglohnsektor in D für Postservices, Briefträger verdienen keine 6 Euro und sind auf Hartz4-Zuschüsse angwiesen. Antworten


Jaris Nauser

25.02.2010, 15:44 Uhr
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Wieso spricht hier eigentlich niemand von Bundesrat Moritz Leuenberger? Die ganze Telekommunikation liegt doch in seinem Ressort. Oder schwebt Herr Leuenberger wieder in anderen Sphären? Antworten


Daniel Imboden

25.02.2010, 15:31 Uhr
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@ Patrick Meyer: Schön, dass in der Schweiz die Liberalisierungs- und Deregulierungsprojekte durch einen SP-Bundesrat und eine Headhunter-Frau vorangetrieben werden. Da könnte man ja das bürgerliche Parlament und den bürgerlich dominierten Bundesrat einfach abschaffen... Verstehe Sie hier oder ich etwas falsch? Antworten


Ronald Lack

25.02.2010, 15:19 Uhr
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Wie die meisten Kommentar - Schreiber richtig feststellen, hat Blocher es vorausgesehen und gesagt. Aber der ROTEN-POLITIK glaubt man alles, obwohl uns diese in den Abgrund führt. Traurig aber wahr Antworten


Peter Thommen

25.02.2010, 12:46 Uhr
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Wer ein erfolgreicher Unternehmer ist, muss nicht ein erfolgreicher Bundesrat sein. Wieso muss die Swisscom ihr Geld überhaupt im Ausland verschleudern? Hat sie keine Möglichkeiten im Inland und warum? Was heisst das für die Blockade gegen die Post als Bank? Antworten


Karl Weber

25.02.2010, 12:34 Uhr
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Jezte wo die Italiener die Milliarden der Swisscom in den Händen habne, werden diese nie mehr zurückkommen. Es wird ähnlich laufen wie mit BBC in Uebersee. Man dreht der Firma Fastweb krumme Dinge an aus früheren Zeiten, für die nun die Muttergesellschaft - eben Swisscom gerade stehen muss. Es wird sehr schwer für die Swisscom den Kopf zu retten, vor allem für die Beamtenwerkstatt Bern. Antworten


Naomi Lauber

25.02.2010, 12:27 Uhr
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Schuster bleib bei deien Leisten. Vor allem in Italien war von Anfang an klar, dass unsere Aparatschicks Beamten von denen über den Tisch gezogen werden. Das viele Geld, dass dank Monopol der geschützten Werkstatt den Schweizern aus der Tasche gezogen wurde, wäre besser in Form von Preissenkungen für Kunden in der Schweiz gebraucht worden. Es hätte allen hier genützt es wird nie mehr kommen. Antworten


Alain Burky

25.02.2010, 12:16 Uhr
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Wenn z.B. die Migros bei Ausland-Engagements draufzahlt - ist es ihre Sache. Wenn aber ex-Swissair, Post oder Swisscom sich verspekulieren, sind alle betroffen ... Antworten


Rene Wetter

25.02.2010, 12:07 Uhr
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Schön, wie alle SVPler wieder den GRÖBAZ lobpreisen. Zu den Fakten: JEDER der 2007 eine Firma kaufte musste gewaltige Abschreibungen machen, denn seit der Boomphase ist der Wert der meisten Firmen stark gesunken. Das Firmen, die in der Schweiz Schonklima haben im Ausland Mühe haben, ist bekannt. Fastweb hat Know How und ist kein Nonvaleur, auch Italien wird eine solche Firma nicht abkillen. Antworten


Ruth Chartrand

25.02.2010, 12:06 Uhr
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@Nick Schmid @Daniel Schäffler. Ihre Antworten drücken genau aus was ich über das "Rote Tuch " geschrieben habe. Alles was von Blocher kommt wird ohne wenn und aber kritisiert. Ich bin auch nicht mit allem einverstanden was er sagt, kann aber auch akzeptieren wenn er einmal recht hat. Z.B. PFZ, hat vor Einwanderungswelle gewarnt, alle anderen Parteien waren ausnahmslos dafür ! Antworten


Patrick Meyer

25.02.2010, 11:27 Uhr
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@ Rolf Grütter: Seit wann ist Postminister Leuenberger ein Bürgerlicher? Die Headhunter-Frau, welcher wir Beglé zu verdanken hatten, kam ja auch noch von der SP. Also bitte bei der Wahrheit bleiben, auch wenns als SP-Symathisant schwerfällt. Antworten


Bruno Bänninger

25.02.2010, 11:25 Uhr
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In der Rückblende müssen die Fakten festgehalten werden: 1. Als einziger BR war damals Blocher dagegen dass Swisscom Fastweb kauft. Er konnte sich nicht durchsetzen, obschon die Risiken damals bekannt waren. 2. Blocher war gegen den Kauf der Irischen Telefongesellschaft die enorme Verluste auswies. Er konnte sich durchsetzen. Das sind keine Polemiken, das sind Fakten! Antworten


Daniel Schäffler

25.02.2010, 10:54 Uhr
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@Ruth Chartrand. Hr. Blocher in Ehren, aber seine undiplomatische, wirre und provinzielle Art sind international nicht gefragt. Ein BR muss mehr Qualitäten haben, mehr auch als die jetzigen, die wir haben. Mit einem, der stur nur seine Meinung akzeptiert, nicht unbedingt zuhört und eine wirklich miese Diskussionskultur hat, wird es in einem Debakel enden, wenn er wieder BR währe. Antworten


marc bühl

25.02.2010, 10:50 Uhr
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@chartand: kaum jemand bestreitet die fachliche kompetenz blochers. er wurde aus politischen gründen abgewählt. und das zu recht. wenn sich jemand mit 30% aufführt, als habe er über 50%, hat er keinen sinn für politische realitäten. und dann fehlt ihm eben die hälfte um erfolgreich zu sein. Antworten


Ruedi Lais

25.02.2010, 10:38 Uhr
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Die Schweiz will ihre Grundversorgung (Post, Kommunikation, Energie, Schienenverkehr, Wasser...) weiterhin durch staatliche Firmen sicherstellen. Thatcher&Co. haben in diesen Bereichen in Europa eine Teilliberalisierung durchgesetzt. Wegen des kleinen Heimmarkts müssen unsere Staatsfirmen ins Ausland gehen. Die Politik muss diese Engagements professionell kontrollieren können! Antworten


Nick Schmid

25.02.2010, 10:38 Uhr
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@ R. Chartrand: Im Nachhinein Fehler zu kritisieren ist nun wirklich keine Kunst. Blocher mimt in jüngster Zeit gerne den Altersweisen und plaudert in jeden beliebigen Journalistenblock, dass ER das alles ganz anders gemacht hätte. Meiner Meinung nach keine grosse Kunst. @ K. Zeltner: Die Investments in Indien/Malaysia mussten auf polit. Druck zu früh abgestossen werden, der Vergleich hinkt. Antworten


Rolf Grütter

25.02.2010, 10:19 Uhr
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Swissair lässt Grüssen! so wird es jedem privatisiertem Staatsbetrieb ergehen auch Die Post ist auf dem besten weg dazu,und wer ist schuld? sicher nicht die Linken das waren die Bürgerlichen die nie den kropf genug bekommen konnten,macht nur weiter so!! Antworten


Carlo Schnydrig

25.02.2010, 10:16 Uhr
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Bravo Ihr Strategen. Eure Voraussicht ist wirklich "lobenswert ". Vielleicht haben auch diese Manager Bonis verdient!!! Antworten


Noel Ammann

25.02.2010, 10:16 Uhr
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Ist doch genial, die Swisscommanager sind alle sicher bestens ausgebildete Leute, die gerne viele Millionen pro Jahr verdienen. Weil man sonst am Markt keine anderen findet. Staatsbetriebe wie die Swisscom bezahlen ihren Managern gerne solch horrende Löhne, weil sie ja so fähig sind und falls mal was geschieht, waren es die andern und sie dürfen gerne weiter werkeln. Antworten


heiner lauter

25.02.2010, 10:15 Uhr
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interessant herr blocher scheint etwas von der materie zu verstehen, ist er wohl deswegen auch erfolgreich im leben? die linken sollten sich mal eine scheibe davon abschneiden, statt reflexweise sofort und alles was aus dieser ecke kommt zu verdammen Antworten


alex Meyer

25.02.2010, 10:13 Uhr
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Die Firma wurde 2007 für über 6.9 Mia Franken gekauft und steht heute mit 2.6 Mia in den Büchern (hat lediglich ein paar Milliönchen an Gewinn abgeworfen). Also pro Jahr über eine Mia wegen Managementfehler "verbrannt", die der Staat sprich wir schlussendlich bezahlen. Gleichzeitig entlässt die Swisscom altgediente Mitarbeiter (überlässt deren Unterhalt dem Staat) um "profitabler" zu werden. Antworten


Peter Keller

25.02.2010, 10:08 Uhr
Melden

irgendwie kommt mir das ganze doch sehr bekannt vor. Parmesan, Rohmilch Schiebereien, Gutschriften, wundersame Wandelungen... der ganze Kalender... und jetzt geht's wieder munter weiter. Schweiz- Italien offenbar eine kompatible "Connection". Die Zeche dürfen wir als Schweizer Volk blechen. Antworten


Patrick Meyer

25.02.2010, 10:00 Uhr
Melden

Das ist nun das Resultat, wenn man grössenwahnsinnige Manager in Staatsunternehmen holt und ein überforderter Bundesrat Leuenberger einfach zuschaut. Schade um die Steuergelder. Antworten


Hans Graf

25.02.2010, 09:57 Uhr
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Die SP sollte schön ruhig bleiben. Die und ihre Genossen bei den übrigen Parteien haben doch den einzigen Bundesrat abgewählt, der ein weiteres Schlamassel hätte verhindern können. Christoph Blocher hat nun schon zum x-ten Mal gezeigt, dass er schlussendlich immer Recht bekommen hat. Im Nachhinein, so wie es die anderen machen, ist es nur leeres Geschwafel. Antworten


Alfred Hellmüller

25.02.2010, 09:52 Uhr
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Da hat Herr Blocher leider recht. In gut einem halben Dutzend Ausland-Abenteuer hat Swisscom Milliarden um Milliarden verlocht; allen bei Debitel (D) ca. 3 Mia. Wenn man selbst kein Killer-Wal ist, sollte man Haifischbecken meiden. Antworten


Pius Tschirky

25.02.2010, 09:44 Uhr
Melden

Schon vor Jahren hat die Swisscom mit dem Kauf der Deutschen Mobilcomfirma "Debitel" Milliarden in den Sand gesetzt. Natürlich muss schlussendlich der Steuerzahler für solche "Deals" geradestehen. Aufgrund unserer Gesetze ist es nicht einmal möglich jemanden rechtlich zu belangen. Der Fall UBS lässt grüssen! Antworten


Heidy Nussbaumer

25.02.2010, 09:40 Uhr
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Sonst bin ich nicht sehr mit dem Herrn Blocher einverstanden, aber seiner Aussage dass die Schweizer dem italienischen System nicht gewachsen sind,muss ich nur zustimmen.Ich lebe seit 33 Jahren in Italien und habe noch immer meine Muehe damit,trotzdem ich die verschiedenen Tricks nachhaltig kennengelernt habe. Antworten


Stephan Goll

25.02.2010, 09:39 Uhr
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Da muss ich Blocher ausnahmsweise Recht geben. In Italien sollte man grundsätzlich nicht investieren. Es gibt ja wohl kaum ein westeuropäischen Staat, in dem Korruption so weit verbreitet ist wie in Italien. Aber was soll man schon von einem Staat erwarten, in dem sogar das Staatsoberhaupt die Gesetze biegt, bricht und anpasst wie es ihm gefällt? Antworten


Fischer Rita

25.02.2010, 09:33 Uhr
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Es ist verwunderlich, schweizer Firmen, vorab staatlich kontrollierte (Ex-Swissair, Post, Swisscom) sind wiederholt der irrigen Ansicht, im Ausland sei der Rubel leichter zu verdienen. Dafür riskiert man jeweils das ganze Unternehmen. Dass gegen Fastweb ermittelt wurde, war beim Kaufpreis von 6000 Millionen Franken bekannt. Steuerzahler berappen die Mia-Verluste, ich bedanke mich schon heute. Antworten


kurt zeltner

25.02.2010, 09:07 Uhr
Melden

die frage stellt sich einfach warum man nichts lernt - die Swisscom hat doch eine so lange Spur von solchen Investitionen - Malasia-Indien-Tschechien ect die Resultate sind bekannt Antworten


Ruth Chartrand

25.02.2010, 08:41 Uhr
Melden

Immer wieder zeigt sich dass Hr. Blocher ein fähiger Bundesrat gewesen ist. Und noch wäre, wenn nicht die neidischen Linken mit Hilfe der CVP ihn aus dem Bundesrat "geschasst" hätten. Aber alles was von Blocher kam wirkte wie ein rotes Tuch für die Linken. Ob er recht hatte oder nicht. Antworten


Franz Langer

25.02.2010, 08:38 Uhr
Melden

nun mal nicht das Kind mit dem Bade ausschütten: nur weil Manager einer Firma kriminell sind, muss man nicht die gesamte Firma - die anerkanntermassen einen guten Job macht in Italien - in Verruf bringen. Engagements im Ausland aber auch im Inland sind immer mit Risiken verbunden. Bei Fastweb geht es um 35Mio CHF, investiert wurden 6Mrd CHF. Da hat die UBS deulich mehr verloren. Nur keine Panik! Antworten


Toni Schwendeler

25.02.2010, 08:29 Uhr
Melden

Ich kann Herrn Blocher nur zustimmen. Wenn ein staatliches Unternehmen ins Ausland expandieren will, muss es privatisiert werden. Wie lange noch werden unsere Steuergelder vom Staat in dilletantischer Weise verschleudert? Wie lange noch werden wir von den Beamten und Politikern für blöde gehalten...wir haben die Mittel...Abwahl der Verantworltichen! Antworten


Ernst Pauli

25.02.2010, 07:59 Uhr
Melden

Blocher lobte öffentlich Silvio Berlusconi. Zudem sind mir andere CH-Unternehmen bekannt, die erfolgreich in Italien investiert haben. Täglich wird hier Blocher oder Mörgeli konsultiert. Ich denke, dass man in diesem Fall abwarten müsste, bevor mit Kanonen auf den Spatz geschossen wird. Antworten


Hans-Peter Amrein

25.02.2010, 07:44 Uhr
Melden

"Ein Skandal eine Befriedigung für Herrn alt Bundesrat Blocher?" Sicher nicht! Nur versteht Herr Blocher, im Gegensatz zu vielen Bürokraten, Staatsbediensteten und Etatisten etwas von Unternehmensführung und hat deshalb vor (weiteren) unsäglichen Auslandsengagements von Staatsbetrieben gewarnt. Antworten


Ruthild Auf der Maur

25.02.2010, 07:32 Uhr
Melden

"Ich bin der festen Überzeugung, dass wir gewissenhaften... ". Ich bin keine Anhängerin von Ch. Blocher als Politiker. Aber in dieser Hinsicht hat er vollkommen recht. Antworten



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