Wirtschaft

Gerettete deutsche Immobilienbank HRE mit neuem Milliardenloch

Aktualisiert am 23.06.2009

Der deutsche Staat erlebt wenige Wochen nach der Übernahme der Hypo Real Estate eine böse Überraschung.

Die Hypo Real Estate (HRE) steuert auf ein neues Milliardenloch zu: Wegen fauler Immobilienkredite sei im laufenden Quartal mit Abschreibungen «zumindest im hohen dreistelligen Millionenbereich» zu rechnen, teilte die Bank in München mit. Angesichts dieser Verluste will sie jetzt grosse Teile ihrer wackligen Kredite und Wertpapiere in eine Bad Bank auslagern. Die Immobilienbank HRE war vor kurzem vom deutschen Staat übernommen worden.

HRE braucht frisches Kapital

Vorstandschef Axel Wielandt hatte bereits erklärt, dass die HRE bis 2010 weiter Verlust schreiben werde und noch mehr frisches Kapital brauche. Der Bund hat die systemrelevante Pfandbriefbank mit Bürgschaften von rund 100 Milliarden Euro vor dem Zusammenbruch gerettet und Anfang Juni mit einer Kapitalspritze von drei Milliarden Euro zu 90 Prozent übernommen. Die Quartalsbilanz will die HRE am 7. August veröffentlichen, eine Woche später will der Bund den US-Investor Christopher Flowers und alle übrigen Aktionäre auszahlen und die Bank komplett verstaatlichen. Im vergangenen Jahr hatte das Institut 5,4 Milliarden Euro Verlust gemacht, im ersten Quartal weitere 382 Millionen Euro. (vin/ap)

Erstellt: 23.06.2009, 15:28 Uhr

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