Wirtschaft
Glencore denkt über Börsengang nach
Erwägt offenbar das Going Public: Glencore in Baar. (Bild: Keystone)
Der grösste Rohstoffhändler der Welt überprüfe seine Struktur und ziehe einen Börsengang in Erwägung. Das schreibt die «Financial Times» mit Verweis auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Der Schritt wäre eine Sensation: Trotz seiner Grösse war Glencore bislang eines der verschwiegensten Schweizer Unternehmen.
Glencore, das von Gründer Marc Rich 1993 an das Management des Unternehmens verkauft wurde, empfinde seine Partnerschafts-Struktur zunehmend als ineffizient und als Wachstumshindernis, so die britische Wirtschaftszeitung. Das Unternehmen habe sich mit Banken in Verbindung gesetzt, um über einen Aktienverkauf zu sprechen. «Das würde Glencore neues Kapital verschaffen», schreibt die «Financial Times». Ein Börsengang stehe jedoch nicht unmittelbar bevor.
Der Sprecher von Glencore hat den Bericht nicht kommentiert. Das Unternehmen hatte in den letzten Monaten mit einem Nachfrageeinbruch insbesondere seitens der Autoindustrie zu kämpfen. Diese bezieht von der Firma Rohstoffe wie Nickel, Zink oder Aluminium. Im Dezember setzte die Ratingagentur Standard & Poor's die Bewertung von Glencore herab, nachdem die Metallpreise einen neuen Tiefpunkt erreicht hatten.
(oku)
Erstellt: 19.06.2009, 09:12 Uhr
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