Gnadenfrist treibt UBS-Aktie ins Plus
UBS-Aktienkurs
Nachdem die UBS und die amerikanischen Behörden beim Bundesbezirksgericht Miami ein Gesuch um einen Aufschub des Prozesses bezüglich der Herausgabe von UBS-Kundendaten eingereicht haben, sind die Aktien der Grossbank mit einem deutlichen Kursplus in die Woche gestartet. Die UBS-Anteile wurden bei Börsenstart am Montag für 12.65 Fr. 0,2 Prozent im Plus gehandelt. Bis 9.30 Uhr hatten die Wertpapiere der unter Druck stehenden Grossbank bereits um 1,6 Prozent zugelegt. Damit lagen sie deutlich über dem Swiss Market Index (SMI), der im selben Zeitraum 0,2 Prozent einbüsste.
Die UBS-Aktien schnitten auch besser ab als die anderen Finanztitel im SMI, welche allesamt mit Wertverlusten in die Woche starteten. So verloren die Credit-Suisse-Papiere in der ersten halben Stunde 0,3 Prozent an Wert, jene von Julius Baer 1,0 Prozent.
Unsicherheiten bleiben
Börsenanalysten werteten das Prozessaufschubsgesuch als grundsätzlich positive Nachricht. Sie wiesen jedoch auch darauf hin, dass die Unsicherheiten damit noch keineswegs vom Tisch seien. Offen bleibe etwa, was ein Vergleich die UBS kosten könnte.
Auch die Gefahr einer Beschlagnahmung der UBS-Vermögen in den USA oder eine Zwangsverwaltung der Bank im Fall eine Verurteilung ist mit der Antwort des US-Justizministeriums auf die Anfrage des zuständigen Richters noch nicht gebannt. Allerdings bezeichnen es die Juristen des Ministeriums als verfrüht, von solchen Szenarien auszugehen. (vin/ap)
Erstellt: 13.07.2009, 10:10 Uhr
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