Wirtschaft

Goldman Sachs befreit sich vom Staat

Die amerikanische Grossbank hat sich vollständig aus dem Banken-Rettungspaket der amerikanischen Regierung herausgekauft. Der Staat machte dabei sogar noch Gewinn.

Frei: Der Hauptsitz von Goldman Sachs in New York.

Frei: Der Hauptsitz von Goldman Sachs in New York.
Bild: Keystone

Wie das Institut am Mittwoch mitteilte, erwarb es in einem letzten Schritt vom Staat Aktienoptionen im Wert von 1,1 Milliarden Dollar zurück, die die Regierung im Gegenzug für eine Kapitalspritze von 10 Milliarden Dollar erhalten hatte. Die Kapitalspritze hatte das Wall-Street- Schwergewicht bereits im Juni beglichen und eine Dividendenzahlung in Höhe von 318 Millionen Dollar beigefügt.

Damit muss sich Goldman Sachs nun nicht mehr den Auflagen des Tarp-Programms unterwerfen, die unter anderem Einschränkungen bei Managergehältern vorsehen. Die Grossbank schrieb im zweiten Quartal wieder einen Milliardengewinn. Sie ist bislang deutlich besser durch die Finanzkrise gekommen als viele Konkurrenten.

Das Finanzministerium zeigte sich erfreut über den Gewinn, den es bei der Rettungsmassnahme gemacht hat. Die Regierung habe auf ihre 10 Milliarden Dollar, die sie vor neun Monaten in Goldman gesteckt habe, einen Aufschlag von 1,418 Milliarden Dollar erhalten, sagte ein Vertreter des Ministeriums. (oku/sda)

Erstellt: 22.07.2009, 22:41 Uhr

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