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Griechen zahlen Roche mit Schrottpapieren
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Mit den Staatsanleihen beglichen in erster Linie öffentliche Spitäler aus Griechenland ihre Schulden beim Pharmaunternehmen Roche. Die Aktion begann im Mai 2010 und dauerte bis ins erste Halbjahr 2011, berichtet die «NZZ am Sonntag».
Roche sagt über die Höhe der getilgten Schulden nichts. Doch im Geschäftsbericht 2010 wird ein Abbau überfälliger Forderungen in der Höhe von 329 Millionen Franken ausgewiesen. Ein wesentlicher Teil davon gehe auf die Überweisung der Staatspapiere aus Athen zurück, bestätigt ein Informant gegenüber der Zeitung.
Die Anleihen wurden inzwischen meist verkauft, wie eine Roche-Sprecherin sagt. Dabei dürfte der Konzern fast die Hälfte der Forderungen eingebüsst haben, also mehr als 100 Millionen Franken. Die griechischen Spitäler haben diese Möglichkeit zur Schuldentilgung gerne genutzt. Heute stehen sie schon wieder mit 1,2 Milliarden Euro in der Kreide. Roche liefert deshalb Medikamente nur noch gegen Bargeld.
Erstellt: 26.06.2011, 06:31 Uhr
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