Wirtschaft

Grübel setzt UBS-Personal auf Diät: Privilegien weg

Von Reto Hunziker. Aktualisiert am 16.04.2009 95 Kommentare

Schluss mit Vergünstigungen und anderen Vorzügen: Die UBS hat seinem Personal ein eisernes Regime auferlegt. Am stärksten trifft es das höhere Kader.

Unter dem Titel «Anpassungen der Lohnnebenleistungen» informierte die UBS heute ihr Personal. Die aktuelle Situation mache es unumgänglich, «konsequent Sparmöglichkeiten auszuschöpfen und Anpassungen so schnell als möglich umzusetzen», heisst es in dem Schreiben, das Tagesanzeiger.ch/Newsnet vorliegt. Sprich: Einige Privilegien, in deren Genuss das UBS-Personal bisher kam, sind ab sofort gestrichen. Diese Kostenoptimierungen seien nötig und leisteten einen Beitrag zur Rückkehr zum finanziellen Erfolg, so die UBS.

«Wir haben unsere Leistungen mit deren anderer Arbeitgeber verglichen und wissen: Die UBS hat ihrem Personal bisher in vielen Bereichen überdurchschnittliche Leistungen entgegengebracht», sagt UBS-Sprecher Andreas Kern. Nun fallen dem Rotstift eben auch jene «Benefits» zum Opfer.

Konkret heisst das:

  • Keine Vergünstigungen mehr beim Auto-Leasing: Die Angestellten können den Vertrag selber weiterführen, das Fahrzeug auskaufen oder zurückgeben. Die UBS übernimmt aber keine Kosten mehr. Auch für die Kosten eines Generalabonnements der SBB kommt die Grossbank künftig nicht mehr auf. Damit erzielt die UBS die grösste Kostenersparnis – im zweistelligen Millionenbereich. Denn bisher konnte ein Vizedirektor hier mit monatlichen Beiträgen von 750 Franken rechnen. Ein Direktor gar mit 1500 Franken. Angestellte bis und mit der Stufe Prokurist kamen jedoch nicht in den Genuss dieser Vergütungen.

  • Weniger «Benefits» im Falle eines Dienstjubiläums: Ab 2010 fallen die Wahloptionen «Weiterbildung», «Aktien», «Einkauf Pensionskasse» und «Cash» bei einem Dienstjubiläum weg. Damit verschwinden jene Möglichkeiten, die mit Auszahlungen verbunden waren. Übrig bleibt einzig die Option «Ferien».

  • Keine Vergütung von Fitness- und Wellness-Abos: Die UBS bezahlt oder verbilligt die sportlichen Aktivitäten ab sofort nicht mehr. Davon sind UBS-Mitarbeiter auf allen Stufen betroffen.

  • Keine Gratis-Parkplätze mehr: Die UBS will die Parkplätze neu zu einem «marktgerechten Zonenpreis» verrechnen.

Auch wenn es schmerzt, angesichts der grossen Entlassungswelle dürften die Angestellten für diese Kürzungen Verständnis aufbringen. «Alle Mitarbeiter leisten ihren Beitrag zur Kosteneinsparung», erklärt Andreas Kern, «aber das Kader trifft es bei der Anpassung der Lohnnebenleistung sicher stärker.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 16.04.2009, 08:34 Uhr

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95 Kommentare

Walter Baumann

16.04.2009, 08:03 Uhr
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Die Einsparungen sind ja ganz nett, allerdings wird diese Summe via Boni wohl locker wieder rausgehauen... @Rolf Schumacher: Pardon, aber was haben Sie denn geraucht? Antworten


Kurt Brändli

15.04.2009, 16:33 Uhr
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Wir Angestellten von anderen Banken waren ob diesen Lohnnebenleistungen immer bisschen eifersüchtig. Dass sie wegfallen ist unschön für die Betroffenen, aber in der Lage der UBS verständlich und das einzig richtige. Es kommen bestimmt wieder bessere Zeiten. Antworten



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