HP setzt Schweizer Mitarbeiter unter Druck
Aktualisiert am 07.10.2009 10 Kommentare
Quartalsgewinne in Milliardenhöhe: US-Konzern Hewlett Packard. (Bild: Keystone)
Dies geht aus internen E-Mails hervor, die der «Rundschau» des Schweizer Fernsehens vorliegen. In der TV-Sendung berichtet ein Mitarbeiter, die Belegschaft werde vom Management mit Mails und in Mitarbeitergesprächen unter Druck gesetzt, dem «freiwilligen» Lohnverzicht zuzustimmen. HP Schweiz bestätigte die umstrittene Lohnmassnahme. «In der Schweiz haben sich erfreulicherweise viele Mitarbeitende zu dieser freiwilligen Salärreduktion bereit erklärt», schrieb die Firma der «Rundschau». HP Schweiz beschäftigt rund 2000 Personen, weltweit zählt der Konzern 320'000 Mitarbeiter.
«HP hat Erklärungsbedarf», sagte Thomas Daum, der Direktor des Schweizerischen Arbeitsgeberverbands. Dies habe es so in der Schweiz noch nicht gegeben. Lohnsenkungen seien für den Schweizerischen Arbeitgeberverband höchstens eine Massnahme der Ultima ratio in einer schweren Existenzkrise, sagte Daum.
Beim US-Unternehmen HP ist dies nicht der Fall. Für 2008 bezog der Konzernchef Mark Hurd einen Lohn inklusive Bonus von 42 Millionen Dollar. Der Hersteller von Computern und Druckern weist mitten in der allgemeinen Wirtschaftskrise noch Quartalsgewinne in Milliardenhöhe aus. Auch in der Schweiz gewann die IT-Firma bis zuletzt noch Marktanteile dazu.
Kritik der Gewerkschaften
In einem internen Brief schrieb HP Schweiz, die Firma bitte die Mitarbeitenden, «einer freiwilligen Reduktion des Fixgehalts im Ausmass von fünf Prozent per 1. September 2009 zuzustimmen, ebenso wie einer damit verbundenen Reduktion aller gehaltsabhängigen Sozialleistungen wie zum Beispiel Pensionskassenbeiträge, Todesfallkapital und Lohnfortzahlung». In andern Fällen liegt die unbefristete Lohnreduktion bei zehn Prozent.
Die Gewerkschaft Kommunikation kritisiert, dass HP den betroffenen Mitarbeitern nicht einmal eine Arbeitsplatzgarantie in Aussicht stelle. «Im gleichen Atemzug, wie sich das Topmanagement 400 Prozent mehr Bonus ausbezahlt hat, verordnen die gleichen Leute einen Lohnverzicht von bis zu zehn Prozent», kritisierte Gewerkschafter Giorgio Pardini in der «Rundschau». (bru)
Erstellt: 07.10.2009, 20:49 Uhr
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10 Kommentare
2007 hatte Mark Hurd USD 25 mio und heute USD 42mio, satte 66% mehr. Dann schimpft man über bankers ?! Eine ausgeglichene und harmonische gesellschaft und gemeinschaft erreichen politiker nicht idem sie solche auswüchse zulassen. Es ist nötig mindestens an einem der enden zu schrauben. Sonst wird der soziale frieden zu stark gefärdet und jede korrektur wird folgen haben die wir nicht tragen wollen Antworten
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Internet auf dem Fernsehen: Der Trend geht klar in diese Richtung. Werden Sie sich einen Smart TV kaufen?
Ja, auf jeden Fall
Nein, interessiert mich nicht
Erst wenn die Geräte billiger geworden sind
Ich habe schon einen
3308 Stimmen













































































