Wirtschaft

UBS-Banker sollen Geheimcodes benutzt haben

Aktualisiert am 20.02.2009 8 Kommentare

Im Steuerstreit mit den USA werden in den amerikanischen Medien laufend neue Details bekannt: Die UBS-Banker sollen die Steuerbehörden mit Geheimcodes betrogen haben.

Orange steht für den Euro, blau für das britische Pfund: Geheimsprache der UBS-Banker.

Orange steht für den Euro, blau für das britische Pfund: Geheimsprache der UBS-Banker.

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In den Gerichtsakten, die am Donnerstag in Florida eingereicht wurden und in denen eine Untersuchung von 52'000 UBS-Konten verlangt wird, befindet sich laut der US-Tageszeitung New York Times eine Notiz aus dem Jahr 2004 zuhanden der UBS-Chefetage.

Die «Swiss Solution» (deutsch: Schweizer Lösung), heisst es da, könne wohlhabenden Amerikanern helfen, Gelder in Steueroasen vor den US-Behörden des Internal Revenue Service (IRS) zu verbergen.

Das Memorandum und weitere belastende E-Mails beschreiben, wie die UBS hunderte von Briefkastenfirmen in Steueroasen wie den Bahamas kreiert haben soll, durch die Kapital am IRS vorbei geschmuggelt werden konnte.

Nuss = 250 Millionen Dollar

In den E-Mails benutzten die Banker laut der Zeitung einen Geheimcode. Als eine Nuss wurde beispielsweise ein Betrag von 250 Millionen Dollar bezeichnet, eine Million hiess stolz Schwan. Bestimmte Farben gaben an, um welche Währung es sich bei den Beträgen handelt: Orange für den Euro, blau für das britische Pfund.

Auch habe die UBS ihren Kunden direkt zu ausländischen Anwälten und Verwaltern in der Schweiz geraten. Den Klienten habe man zudem elektronische Geräte zukommen lassen, die ihnen online Zugang zu den Geldern verschafften und geheime Transfers ermöglichten, berichtet die «Times».

Die Entscheidung des Bundesrichters in Florida wird in frühestens drei Monaten erwartet. Die Bank will die Klage vor Gericht bekämpfen und sucht keinen Vergleich. Dies bedeutet laut Experten, dass die Verteidiger glauben, beweisen zu können, dass die Geschäfte nicht illegal waren. (bru/sda)

Erstellt: 20.02.2009, 22:15 Uhr

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8 Kommentare

Martin Zumbuehl

21.02.2009, 06:19 Uhr
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Das ist ein alter Trick. Kleinere CH Privatbanken verwenden bunte Postkarten mit Bildern von CH-Landschaften und inorfrmieren ihre Kunden mittels Code Wörter. Ein CH Banker reist seit vielen Jahren, manchmal mit der ganzen Famlie, als Ferienreise getarnt, nach Miami und erhält als „Geschenk“ ein Packet mit $Noten. Und wenn UBS Banker über 4000x US Bürger besuchten waren sie lange schon suspekt Antworten


Martin Lienert

21.02.2009, 07:07 Uhr
Melden

So Swiss Solution ? Danke, diese Bande zieht damit die ganze CH durch den Dreck! Antworten



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