Wirtschaft
Hat Vasella Angst vor der Erbschaftssteuer?
Aktualisiert am 21.12.2011 81 Kommentare
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Eine Transaktion an der Schweizer Börse SIX lässt aufhorchen: Es geht um 1,41 Millionen Novartis-Aktien, möglicherweise sogar 1,51 Millionen, die Daniel Vasella verkauft hat, wie der «Blick» berichtet. Der Verwaltungsratspräsident des Basler Pharmakonzerns habe 73,24 Millionen Franken eingenommen, eventuell sogar 78,85 Millionen Franken. Der Grossverkauf von Novartis-Aktien wurde am letzten Freitag vollzogen, wie einer Meldung der Schweizer Börse zu entnehmen ist.
Dass der 58-jährige Vasella die Hälfte seiner Novartis-Aktien verkauft hat, gibt Anlass zu Spekulationen, zumal sich die Medienstelle von Novartis (NOVN 49.92 0.89%) nicht zum Thema äussert. Eine Spekulation ist, dass Vasella die Erbschaftssteuer, für deren Einführung in diesem Herbst eine Volksinitiative lanciert worden ist, auf jeden Fall vermeiden will. Würde Vasella seinen drei Kindern noch vor dem 31. Dezember 2011 beispielsweise 73 Millionen Franken verschenken, könnte er 14,6 Millionen Franken mögliche Erbschaftssteuer sparen, rechnet der «Blick» vor.
Nebenbei einen schönen Gewinn erzielt
Die Boulevardzeitung äussert allerdings noch eine andere Mutmassung über den Verkauf von Novartis-Aktien. Vasella brauche im grösseren Stil Geld, weil er einen grossen Wurf ausserhalb von Novartis plane. Möglicherweise habe sich etwas Entscheidendes in seinem Leben verändert, heisst es weiter im «Blick»-Bericht.
Schliesslich gibt es auch die Variante, dass Vasella mit dem jetzigen Verkauf von Novartis-Aktien einfach einen schönen Gewinn realisiert hat. Das heisst: Er verkaufte rund 1,5 Millionen Aktien, die er im vergangenen August zu einem tieferen Kurs erworben hatte. Bei einem Kursplus von 28 Prozent resultiert ein Gewinn von rund 17 Millionen Franken.
Vasella, dessen Vermögen auf 100 bis 200 Millionen Franken geschätzt wird, wohnt in einer Villa am Zugersee. Seit 1999 amtiert er als Verwaltungsratspräsident des Basler Pharmakonzerns. Von 1996 bis 2010 war er CEO von Novartis.
Erstellt: 21.12.2011, 12:16 Uhr
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81 Kommentare
Er bezahlt bestimmt viel Vermögenssteuer und er bezahlt bestimmt auch viel Einkommenssteuer. Ich habe kein Problem, wenn er versucht etwas der sehr hohen Erbschaftssteuer einzusparen. Würden wir alle auch machen, wenn wir soviel wie er hätten. Vorsicht, dass unser Neid nicht unseren Gerechtigkeitssinn benebelt. Antworten
Wenn man hier nicht sieht, warum die Erbschaftssteuer eine gute Sache ist. Hier werden Kinder zu Multimillionären gemacht, ohne dass sie einen Finger krumm machen mit Geld, welches in dieser Menge in keinem Verhältnis zur erbrachten Leistung stand. Ja, liebe nichtreiche schweizer Mitbürger: Dann werden die Steuern halt von Eurem hart erarbeiteten Einkommen erhoben und die Millionärssöhne geschont. Antworten
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