Hotelplan mit Gewinneinbruch
Der Reingewinn brach um 92,6 Prozent auf fünf Millionen Franken ein, wie die Migros-Tochter bekannt gibt. Das Sommergeschäft in Italien litt laut Hotelplan unter der Rezession, dazu kamen negative Währungseffekte.
Der Betriebsgewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) ging im per 31. Oktober abgeschlossenen Geschäftsjahr 2007/2008 im Vorjahresvergleich um 82,1 Prozent auf 13,8 Millionen Franken zurück. Der Umsatz ermässigte sich um 2,5 Prozent auf 1,928 Milliarden Franken.
Besonders Hotelplan Italia leidet
Im Sommergeschäft habe insbesondere Hotelplan Italia unter den Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise gelitten. In diesem Bereich ging der Umsatz in der Folge um 7,5 Prozent auf 394,5 Millionen Franken zurück. Belastet wurde das Gruppenergebnis auch durch die Abschwächung des britischen Pfundes und des Euro gegenüber dem Franken sowie durch die extremen Preisschwankungen für Flugbenzin.
Im Schweizer Reisegeschäft hätten sich die Ergebnisse gegenüber dem Vorjahr verbessert, jedoch nicht befriedigend, hiess es weiter. Erfreulich habe sich das Geschäft beim internationalen Ferienwohnungsvermittler Interhome entwickelt: Die Zahl der offerierten Objekte erhöhte sich in Jahresfrist von 30'000 auf 46'000, neu sind auch Wohnungen in Indien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und den USA im Angebot. In Grossbritannien, wo Hotelplan mit der Marke Inghams Travel präsent ist, wurde in Lokalwährungen ein Umsatzwachstum erzielt. In der Konsolidierung sei dieses jedoch durch Währungseffekte belastet worden.
Erfolgreich beendet wurde 2008 die Reorganisation der Gruppe. So wurden die zwei Einheiten Hotelplan Schweiz AG und Travelhouse AG unter dem Dach von M-Travel Switzerland (MTCH AG) vereinigt. Neu im Günstig-Segment eingeführt wurden die Direktverkaufsmarken Denner Reisen und Migros Ferien. Die operative Verantwortung für die Fluggesellschaft Belair übergab Hotelplan an die Air Berlin.
Hotelplan sieht sich gut aufgestellt, um sich den kommenden Herausforderungen im veränderten wirtschaftlichen Umfeld zu stellen. Die Gruppe ist laut Hotelplan-Chef Christoph A. Zuber darauf vorbereitet, auch einen mittelfristigen Nachfragerückgang auffangen zu können. Dabei werde grosser Wert darauf gelegt, dass strategische Projekte und damit die langfristige Zukunft nicht zu Gunsten kurzfristiger Gewinnoptimierung gefährdet würden. (cpm/sda)
Erstellt: 15.01.2009, 15:47 Uhr
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