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Hummer ist bald ein Chinese
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Nachdem bereits im Juni bekannt wurde, dass General Motors in Verkaufsverhandlungen steht, um sich von der Marke Hummer zu trennen, scheint der Deal nun unmittelbar bevorzustehen. Als Käufer wird der Maschinenbaukonzern Sichuan Tengzhong Heavy Industrial Machines gehandelt.
Unterhändler des chinesischen Interessenten werden für die erste Wochenhälfte zu Verhandlungen in Detroit erwartet. Zwei mit dem Hummer-Verkauf vertraute Insider rechnen noch diese Woche mit einer Entscheidung, berichtet Bloomberg. Die Übernahme werde jedoch zunächst noch Thema bei den zuständigen Regulierungsbehörden sein.
Stillschweigen
«Seit Anfang Juni, als GM mit Tengzhong einen Vorvertrag für den potenziellen Hummer-Verkauf ausgearbeitet hat, stehen die Parteien in Verhandlungen, um eine verbindliche Vereinbarung zu treffen», so Hummer-Geschäftsführer Jim Taylor. Weitere Informationen wollte man bei GM bis zum Abschluss des Geschäfts nicht preisgeben.
Auch beim potenziellen Käufer gibt man sich bedeckt. «Wir arbeiten daran, eine fixe Einigung zu erzielen, die angekündigt wird sobald wir es für angemessen halten», sagt Tengzhong-Sprecher Tim Payne.
Sitz weiter in den USA
Schon im Juni des vergangenen Jahres wurde bekannt, dass man sich bei GM von der für teure und benzinfressende Autos bekannten Marke Hummer trennen wolle. Nun setzt CEO Fritz Henderson diese Pläne in die Tat um. Neben dem Verkauf von Hummer steht jener von Saab an den schwedischen Sportwagenhersteller Koenigsegg unmittelbar bevor und auch die Marken Pontiac und Saturn stehen auf der Abschussliste.
Hummer soll nach der Übernahme auch weiterhin seinen Unternehmenssitz in den Vereinigten Staaten behalten. Man ziehe verschiedene Standorte in Betracht, darunter Detroit und Nashville, erklärte Taylor noch im Juni.
Eine Zukunft für Hummer?
Experten sind unterdessen skeptisch, ob Hummer überhaupt eine Zukunft hat. «Hummer steht für grosse Trucks, so etwas passt nicht in die heutige Zeit. Sicher wird sich der eine oder andere für so ein Fahrzeug entscheiden, aber ich sehe doch ein recht begrenztes Kundensegment», so Bratzel. Wie alle Autobauer müsse sich Hummer an die aktuellen Gegebenheiten anpassen, um mit anderen Herstellern konkurrieren zu können. (cpm/pt)
Erstellt: 24.08.2009, 20:52 Uhr
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