Wirtschaft
Jetzt purzeln auch bei Coop die Preise
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Bis heute senkte der Basler Detailhändler die Preise von 110 Artikeln, wie zum Beispiel von Erdnüssen, Pizzen, Toastbrot und Abwaschbürsten. Die Coop-Preisliste liegt dem «Sonntag» vor: 500 Blätter Kopierpapier kosten neu Fr. 6.50 (–1.90), 1 Kilogramm tiefgekühlte Poulet-Cordons-bleus noch Fr. 15.35 (–0.75) und 100 Gramm Milchschokolade noch 75 Rappen (–10 Rappen).
Laut Coop-Sprecher Nicolas Schmied folgen weitere Anpassungen: «Die Abschläge der Migros auf vergleichbaren Artikeln werden von uns innert 24 Stunden nachvollzogen.» Die neuste, von Migros lancierte Preisrunde ist die Antwort auf die Coop-Preisreduktionen auf 600 Artikel Anfang Jahr.
Beim Rest der Branche hatte der Preissturz bisher wenig Konsequenzen: Die Migros-Tochter Denner senkt die Preise von weniger als zehn Produkten. Volg betont, als Dorfladenbetreiber habe man andere Rahmenbedingungen als die «Grossen». Auch bei den bei Lidl, Aldi und Spar bleiben die Preise gleich.
Coop und Spar setzen auf Parallelimporte
In der neusten Coop-Zeitung wirbt der Detailhändler für Fleece-Jacken der Marke Kappa zum halben Preis, wie der «Sonntag» berichtet. Anstatt 79, kostet die Jacke nur noch 39.50 Franken. Der Grund für dieses Schnäppchen-Angebot: Coop führt diese Produkte an den Schweizer Lieferanten vorbei direkt aus dem Ausland ein. «Bei den Direktimporten handelt es sich um einige wenige Produkte aus dem Textilbereich, zum Beispiel T-Shirts von Sportmarkenartikelherstellern», sagt Sprecher Nicolas Schmied im «Sonntag».
Auch Spar greift im Zuge des Preiskampfes erstmals zum Mittel Direktimport. Nach Neuverhandlungen mit den Lieferanten wird Spar zwischen 20 bis 50 internationale Markenartikel in die Schweiz einführen. Dies, nachdem die Importeure dem Detailhändler bei diesen Produkten finanziell nicht entgegen kommen wollten.
Damit gehen Coop und Spar den gleichen Weg wie der Discounter Denner, der vor kurzem mit günstigen, direkt importierten Elmex-Zahnpasten warb. Die Migros verzichtet auf Parallelimporte, obwohl sich Möglichkeiten dazu bieten würden: «Es kommen immer wieder Lieferanten auf uns zu, die uns einen Container oder Lastwagen voll mit einem Produkt anbieten», sagt Sprecher Urs Peter Naef. Für zeitlich limitierte Aktionen bestehe immer die Möglichkeit für Direktimporte. Das Problem: «Die angebotenen Mengen würden nicht für eine nationale und langfristige Distribution reichen», so Naef.
(bru)
Erstellt: 11.10.2009, 11:34 Uhr
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