Wirtschaft

Keine Champagner-Laune zum Jahresende

Aktualisiert am 30.12.2010 2 Kommentare

Am letzten Handelstag 2010 hat die Schweizer Börse einen Taucher hingelegt. Der SMI sank um fast zwei Prozent und liegt damit rund 1,5 Prozent unter dem Wert, mit dem er in das Jahr gestartet war.

Deutliche Verluste: SMI im Tagesverlauf.

Deutliche Verluste: SMI im Tagesverlauf.

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Nachrichten, welche die Kurse hätten bewegen können, gab es eigentlich keine mehr, wie es in Handelskreisen hiess. Eher hätten die wenigen verbliebenen Investoren zum Jahresabschluss noch etwas Raum für eine Gegenreaktion am kommenden Montag machen wollen. Damit seien die Chancen auf einen schwungvollen Start ins neue Jahr zumindest erhöht worden.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss bei 6'436.04 Punkten und verlor damit 1,99 Prozent. Damit ergab sich gegenüber dem Schlussstand von Ende 2009 von 6'546 Punkten ein Minus von 1,5 Prozent.

Der breiter gefasste Swiss Performance Index (SPI) gab 1,75 Prozent auf 5'790.62 Punkte nach. Im Gegensatz zum Leitindex SMI (SMI 5865.19 0.22%) erreichte der SPI mit 2,9 Prozent aber immerhin eine leicht positive Jahresrendite.

Die stärksten Verluste erlitten zum Schluss Lonza (-3,0 Prozent). Am Markt kursierten Gerüchte, beim Life-Science-Konzern stehe eine Gewinnwarnung bevor. Am Tabellenende befanden sich aber Nestlé (-2,7 Prozent) und Novartis (-2,4 Prozent), welche am Nachmittag den Gesamtmarkt noch einmal etwas tiefer nach unten zogen.

Auf etwas über zwei Prozent beliefen sich die Tagesverluste von Transocean, SGS oder Swiss Re. Gewinner gab es unter den Bluechips am Donnerstag keine.

CS und Roche unter den Verlierern

Geprägt wurde 2010 vor allem von markanten Abgaben in Roche (-22 Prozent) und CS (-26 Prozent) und den moderateren in UBS (-4 Prozent) und Novartis (-3 Prozent). Innerhalb der sechs wichtigsten Aktien standen diesen Verlusten lediglich die Gewinne von Nestlé (9 Prozent) und ABB (7 Prozent) gegenüber.

Den grössten Einbruch verzeichneten aber Nobel Biocare (-49 Prozent), welche vor allem unter dem schwachen Geschäftsgang litten. Das Papier fand erst im dritten Quartal wieder etwas Boden. Demgegenüber stand das Spitzenduo Swatch (59 Prozent) und Richemont (58 Prozent). Die beiden Aktien hatten schon im Vorjahr rund 80 beziehungsweise 70 Prozent zugelegt. (bru/sda)

Erstellt: 30.12.2010, 18:46 Uhr

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2 Kommentare

Friederich von Muralt

30.12.2010, 21:47 Uhr
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Wenn einer auch heute noch glaubt, dass die Krise vorbei wäre, muss sehr naiv sein. Dass was wir bis heute erlebt haben, war erst das Intro zu einer Weltwirtschaftskrise. Die US-Zentralbank rechnet erst ab 2020 wieder mit deutlich steigenden Aktienkurse. Antworten


Sibylle Weiss

31.12.2010, 15:07 Uhr
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Wenn man wissen will, ob die Krise vorbei ist oder nicht, gehe man doch und schaue im Konkursblatt ,wieviele konkursite Firmen und Nachlassliquitationen täglich veröffentlicht werden. Dann hat man die Antwort! Antworten



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