Wirtschaft

Keine Garantien von den USA

Von Bruno Schletti und David Vonplon. Aktualisiert am 28.01.2012 43 Kommentare

Vom US-Geschäft hat sich die neue Notenstein Bank scheinbar entschlackt. Doch wie riskant ist es, Wegelin-Mann Adrian Künzi an die Spitze des neuen Unternehmens zu setzen?

«Dazu will, kann und darf ich mich nicht äussern»: Adrian Künzi an der Pressekonferenz. (27. Januar 2012)

«Dazu will, kann und darf ich mich nicht äussern»: Adrian Künzi an der Pressekonferenz. (27. Januar 2012)
Bild: AFP

Raiffeisen schluckt Wegelin. (Video: Keystone )

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Die Raiffeisen-Gruppe kauft die Privatbank Wegelin, aber nicht ganz. Sie übernimmt die Bilanzpositionen, die meisten Mitarbeitenden, die Verträge, die Lizenzen, die Infrastruktur und – wenn diese mitmachen – einen Grossteil der Kunden. Sie übernimmt nicht die US-Kunden, deretwegen Wegelin ins Trudeln geraten ist. Dieses um den US-Mief entschlackte Institut wird in Notenstein Privatbank umgetauft. Gemäss Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz ist damit sichergestellt, dass sich die USA nicht länger für die neue Raiffeisen-Tochter interessieren: «Raiffeisen ist aufgrund der neuen Kundenstruktur überhaupt nicht exponiert.»

Nur: Teilen die USA diese Meinung? «Garantien gibt es in diesem Geschäft nicht», sagt Vincenz. Die Aufsichtsbehörde Finma sei zum Schluss gekommen, dass die Transaktion unproblematisch sei.

Unbefleckte Wegelin-Chefs

Unproblematisch? Immerhin steht mit Adrian Künzi einer von acht bisherigen Teilhabern von Wegelin an der Spitze der neuen Notenstein Privatbank. Und mit Magne Orgland wechselt ein weiterer Wegelin-Teilhaber zur neuen Bank. Künzi sieht darin kein Problem. Orgland sei bei Wegelin für das Asset Management – die Vermögensverwaltung – verantwortlich gewesen. Er selbst habe als jüngster Teilhaber vor allem das Geschäft in der Westschweiz aufgebaut. Beide hätten keine Berührungspunkte zum US-Geschäft gehabt.

Frage an Künzi anlässlich der Medienkonferenz gestern in Zürich: «Wo waren Sie 2008, als die Wegelin-Teilhaber beschlossen, von der UBS US-Kunden zu übernehmen?» Antwort: «Dazu will, kann und darf ich mich nicht äussern.» Frage: «Gehen Sie davon aus, dass Sie von den US-Behörden nicht zur Verantwortung gezogen werden?» Künzi: «Auf diese Frage möchte ich nicht antworten. Ich gehe aber davon aus, dass in den nächsten Monaten im Streit zwischen den USA und der Schweiz eine Einigung erzielt wird.»

Künzi und Vincenz betonen, dass man während des ganzen Prozesses mit den Behörden in Kontakt gestanden sei – auch mit US-Behörden. Mit welchen, vermochte Vincenz nicht zu sagen. Die Finma habe diese Kontakte gepflegt. Bei der Finma weiss man davon nichts.

Sprecher Tobias Lux bestätigt hingegen, dass man sich auch bei der Aufsicht die Frage gestellt habe, ob diese Lösung vor US-Zugriffen schütze. Man sei zum Schluss gekommen, dass die von den beteiligten Banken ergriffenen Massnahmen die aus dem US-Geschäft erwachsenden Risiken angemessen berücksichtigen würden. Zum einen treten nur Mitarbeitende zur Notenstein Privatbank über, die nicht oder nur unwesentlich mit dem US-Geschäft in Berührung kamen. Zum andern bleibt die Bank Wegelin mit sechs verantwortlichen Teilhabern erhalten. Sie können noch immer von den USA belangt werden. «Wegelin ist keine leere Hülle», so Lux.

Unklares Verkaufsmotiv

Im Dunkeln bleibt, weshalb sich die Teilhaber von Wegelin über Nacht zur Flucht nach vorne entschlossen haben. Vor gut zwei Wochen hat die Bank noch eine Medienmitteilung unter dem Titel «Keine Gefahr für Wegelin» verbreitet. Konrad Hummler, Mitbegründer und Sprachrohr der St. Galler Privatbank, gab sich am Telefon wortkarg wie sonst nie: «Ich beantworte keine Fragen.» Künzi führte an der Medienkonferenz aus, dass die hohe Kadenz der Presseartikel die Situation für Wegelin verändert habe. Zentral im Banking sei immer das Vertrauen. Dieses sei durch diese Artikel infrage gestellt worden. In einer solchen Situation sei es wichtig, rasch zu handeln. Ob die USA den Druck auf Wegelin verstärkt hätten, wollte Künzi genauso wenig beantworten wie weitere Fragen zum Motiv des plötzlichen Verkaufs.

Auch beim Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) gibt man sich wortkarg auf die Frage, was zum Ende der ältesten Privatbank der Schweiz geführt habe. Sprecher Mario Tuor gab nur zu Protokoll, dass die Angelegenheit zeige, wie dringend notwendig es sei, dass die Verhandlungen mit den USA zum Abschluss kommen. Laut Tuor hat die Schweiz mit den Vereinigten Staaten eine weitere Verhandlungsrunde terminiert. Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf geht davon aus, dass der Bankenstreit mit den USA noch im laufenden Jahr gelöst wird.

Die Übernahme von Wegelin durch Raiffeisen ging blitzschnell vonstatten. Gemäss Vincenz traten die Wegelin-Teilhaber letzte Woche an die Genossenschaftsbank heran. «Wir waren froh, dass wir in einer ähnlichen Situation schon gewisse Vorarbeiten geleistet hatten», sagte Vincenz in Anspielung auf die gescheiterte Übernahme von Sarasin. Im Fall Wegelin gab es keine weiteren Bieter. Über den Kaufpreis ist Stillschweigen vereinbart worden. Vincenz sagt nur: «Wir haben einen üblichen Marktpreis bezahlt.»

(Der Bund)

Erstellt: 28.01.2012, 07:06 Uhr

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43 Kommentare

Cassandra Dürr

29.01.2012, 09:23 Uhr
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Uiii, da hat Künzi aber einen heissen Stuhl! Ich drücke die Daumen! Antworten


Daniel Stirnimann

29.01.2012, 23:44 Uhr
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Dem dürfte man den Stuhl zum aktuellen Zeitpunkt gab nicht geben... aber die FINMA scheint ja hier wieder einmal sehr schnell einen Persilschein auszustellen und wenn dann die Probleme auftauchen, wird die FINMA sicher wieder deren Sprecher Tobias Lux vor die Kamera schicken um das Tun der FINMA mit Halbwahrheiten zu kommunizieren. Da kann man den Kunden nur Empfehlen sich anderweitig zu orient.


Daniel Stirnimann

29.01.2012, 02:34 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Liebe Raiffeisen-Genossenschafter, ich würde ein grosses Fragezeichen hinter das Vorgehen seitens Raiffeisen-Gruppenchef Vincenz, CEO Künzi und allen voran dem rasch ausgestellten 'Persilschein' der FINMA setzen. Es gibt da eine Reihe FINMA-Geschädigter die wegen 'Persilschein'-Beteuerungen kurz danach massivst Geld verloren, während die FINMA die Angelegenheit so gut wie möglich 'todschweigt.' Antworten


Daniel Stirnimann

29.01.2012, 23:38 Uhr
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Die FINMA ist in die Angelegenheit involviert und dürfte in keinster Weise der Raiffeisen-Tochter Notenstein eine Lizenz erteilen, der Mutter Raiffeisen genau diese Auflagen machen und solange CEO Künzi als Wegelin-Partner nicht aus dem Schneider, diesen nicht akzeptieren. Was jetzt passiert, ist dass die FINMA dem Treiben auf fragwürdige Art und Weise einfach zuschaut. Das muss zu Denken geben.


Degola Diego

29.01.2012, 10:55 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Die US-Risiken müsste Raiffeisen selber abklären (=kompliziert, langfädig & teuer), dafür gibts keinen „Persilschein“ der FINMA. Das Risiko bleibt weiterhin bei Raiffeisen, die als CH-Bauernbank zudem über keine Kompetenz im internat. Geschäft verfügt. Vicenz bliebe besser bei seinen EFH-Hypotheken.


Urs Holzapfel

28.01.2012, 23:21 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Gut,dass Konrad Hummel seinen Laden veräussert hat.Wer beispielsweise Deutschland als Unrechtsstaat bezeichnet und das Verstecken von Schwarzgeld zum Menschenrecht deklariert,beweist,dass er nicht mehr allzusehr mit beiden Beinen in der Realität steht. Antworten


Kurt Aegeri

28.01.2012, 17:02 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Bleibt nur zu hoffen, dass dann nicht die Raiffeisen-Gruppe in den Strudel gerät. Was Hummler (u.a. NZZ-VR-Präsident) mit Wegelin gemacht hat, hat nunmal Konsequenzen. Nach aussen sprach er immer von seriöser Geschäftsführung. Ganz offenkundig hat sich bei der Wegelin einiges zum Negativen hin gewendet. Es darf unter keinen Umständen wieder ein Politikum werden. Da muss der BR hart bleiben. Antworten


Martin Keller

28.01.2012, 13:47 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Die USA bestimmen, was Recht und was Unrecht ist. Daher sollte man sich hüten, im Militärbereich mit der Nato oder der US Industrie zusammenzuspannen. Die US-Botschaften dienen in aller REgel als Spionagezentren. Aushebeln und schliessen. Die Linken freuen sich: Endlich ein grosses Ziel erreicht. Auf die DAuer werden in der Schweiz über 10000 Arbeitsplätze wegen der Bankenschrumpfung wegfallen Antworten


isabella jaller

30.01.2012, 14:45 Uhr
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an herrn gerlach... den USA geht es nicht um recht oder unrecht, sondern wie herr dubach sagt... es soll die konkurrenz weg. wenn sie vielleicht endlich mal aus ihrem dornröschenschlaf aufwachen würden, könnte sich auch langsam der staat schweiz wehren. der wohlstand ist in gefahr, was denken sie woher das steuergeld der letzten jahrzehnte kam?? von den banken!!!


kaya wirth

30.01.2012, 14:43 Uhr
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ich pflichte herrn dubach nur zu. endlich sagt's einer! die USA wollen den finanzplatz schweiz zerstören. sie wollen die gelder bei sich betreuen (und dabei geht es nicht nur um US vermögen). es geht um das ankurbeln der USA wirtschaft indem sie ihre wichtigsten sparten riguros verteidigt. eine davon sind die banken und da hat sie sich die schweiz als ziel gesetzt. die schweiz wehrt sich nie!


Tom Dubach

28.01.2012, 18:18 Uhr
Melden 10 Empfehlung

@Peter Gerlach Wer glaubt, dass es den USA um Geld, Gerechtigkeit oder ändliches geht ist naiv. Das einzige, was die USA anstrebt ist die Zerstörung des Bankenplatz Schweiz zugunsten von Miami, Delaware, Montana etc. Luxemburg, Österreich, Monaco sind weitere Staaten, die das Powerplay der Amis noch spüren werden.


Peter Gerlach

28.01.2012, 15:44 Uhr
Melden 6 Empfehlung

@ Keller: Wer jemanden bestiehlt, muss wenn er erwischt wird, dafür bezahlen.
So simpel ist das. Alle Rethorik ändert nichts an der Tatsache dass CH Banken (aktive!) Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet haben. Period!


Peter Salto

28.01.2012, 13:41 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Die Guten in Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen wird nicht funktionieren. Wenn es eine Klage gegen Wegelin geben wird, wird auch der abgetrennte Betriebsteil mit einbezogen. Erb wirf man ja auch vor, die Liegenschaften kurz vor den Problemen entzogen zu haben. Antworten


Andres Müller

28.01.2012, 12:45 Uhr
Melden 5 Empfehlung

"Notenstein" Privatbank , soll das ein Witz sein oder erscheint dieser Name nur mir sarkastisch in dieser Zeit? Die Gesellschaft Notenstein war in St. Gallen eine Art Zunft in der sich Adelige und Kaufleute eintrugen die aber kein Handwerk betrieben. Der Name war Gegenstand von Auseinandersetzungen zwischen der aufkommenden Macht der Banken und den Ständen des Handwerks (also der Realwirtschaft). Antworten


Toni Müller

28.01.2012, 12:20 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Es ist mir ein Rätsel wie es möglich ist in so kurzer Zeit eine so komplexe juristische Angelegenheit seriös abzuklären. Es ist naiv zu glauben mit diesem Trickli die IRS zu umgehen. Die Steuerbehörde der USA wird sich massiv hintergangen fühlen. Sie wird den Ton verschärfen, zu noch härteren Massnahmen/ Mitteln greifen und ganz sicher zurückschlagen !! Antworten


Andreas Fink

28.01.2012, 11:08 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Ich glaube nicht daran. Jetzt kann die USA auf die Raiffeisengruppe losgehen, weil IRS die Gesetze macht. Meiner Ansicht nach ist ein praktikabler Weg, dass alle "guten" Kunden selber zu einer anderen Bank gehen und Wegelin dann keine Substanz mehr hat, ausser die IRS-Angelegenheiten. Danach zischt das Bankmanagement ab und die FinMA muss die Bank zwangsweise auflösen. Nix mehr da. Antworten


Edgar Escher

30.01.2012, 02:57 Uhr
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Irrtum sprach der Igel und stieg vom Kaktus...
Die Herren Privat-Bankiers von Wegelin haften persönlich mit Ihrem Vermögen. Das hat ja Herr Hummler immer wieder betont. Ein Vergleich mit der Erb-Gruppe ist falsch: Erbs haben Bilanzen verfälscht - Wegelin + Co hat Schwarzgeld versteckt!


Urs Christen

28.01.2012, 11:05 Uhr
Melden 16 Empfehlung

Herr Hummler ist ein typischer Vertreter der "Wasser predigen und Wein trinken"-Generation. Seine Doppelbödigkeit ist nicht zu überbieten. Ich frage mich, wielange die NZZ mit so einem Präsidenten zu leben gewillt ist. Antworten


Auguste Dubois

28.01.2012, 12:58 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Liest man den Kommentar des Chef-Redaktors heute, dann wurde da vorsorglich schon mal versucht eine erste Linie der Verteidigung aufzubauen. Das ist zum Scheitern verurteilt. Herr Hummler wird nicht zu halten sein, weil auch er, wie die Hildebrands, zu geringes Rechts- bzw. Unrechtsbewusstsein an den Tag legte. Und auch Raiffeisen wird nach einer Uebergangsphase wohl die Konsequenzen ziehen.


Walter Hermann Fröhlich-Gantenbein

28.01.2012, 10:36 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Hummlers Worte in Sachen UBS-Fiasko mit der USA sind mir noch immer in den Ohren. Erstaulich wie schnell die Grosswetterlage im Bankenwesen ändern kann. Antworten


Alois Krieger

28.01.2012, 11:36 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Wenn es ums eigene Portemonnaie geht, dann profitiert man gerne aus der impliziten Staatsgarantie für Banken wie die Raiffeisen.
Das Verhalten der Raiffeisen Führung ist typisch für Manager, die kein Geld in der Firma haben. Die Eigentümer der Firma haben nichts zu sagen. Mit einem grösseren Risiko steigt der mögliche Gewinn, die Verluste trägt jemand anderes, wenn es schief geht.


Sacha Meier

28.01.2012, 10:32 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Die Bank Wegelin hat vorgemacht, dass man mit dem Eidechsen-Prinzip (im Notfall den Schwanz abwerfen in den sich der Feind verbeisst) den grimmigen IRS-Agenten entkommen kann. So könnten im Prinzip auch alle Grossbanken und Kantonalbanken den Kopf aus der Schlinge ziehen: Das US-Steuerhinterziehungsgeschäft in eine Wegwerf-Tochter auslagern, die abgeworfen wird, sobald es brenzlig wird. Antworten


will williamson

28.01.2012, 10:45 Uhr
Melden 24 Empfehlung

Die Assiziation mit der Eidechse ist innovativ. Im konkreten Fall ist es aber so, dass Herr Hummler den Schwanz behalten und den Körper abgestossen hat.


pedro strada

28.01.2012, 10:02 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Herr Vincenz möchte in neue Märkte vorstossen aber aufgepasst,
nicht alles was gut für sein Portemonnaie ist ist gut für die Raiffeisengenossenschafter.
Die Nachschusspflicht bei Unterdeckung des Genossenschaftskapitals wurde zwar noch nie ausgeübt.
Die RBB hat sich aber bisher auch noch nie in hochriskanten Anlagen versucht.
Also haltet eure Fr.8000.00 bereit oder kündet die Mitgliedschaft.
Antworten


lukas meier

28.01.2012, 11:47 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Die Raiffeisen, die von Vincenz geführt wird ist aber selber ebenfalls eine Genossenschaft und die einzelnen Raiffeisenbanken sind die Genossenschafter, welche dort ebenfalls eine Nachschusspflicht haben. Pedro Stada hat also insofern Recht, weil es eine Kettenreaktion geben könnte...


Marksu Bucher

28.01.2012, 11:31 Uhr
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Zahlen wird am Schluss der Steuerzahler und nicht die Genossenschafter. Es ist ein Pokerspiel und der Staat darf dann am Schluss entscheiden, ob er zahlen will. Wenn Hunderttausende Kleinsparer involviert sind, dann wird er zahlen müssen. Bei den wenigen Reichen Kunden der Wegelin hätte er nicht bezahlt. Die Finma sollte hier nicht mitmachen, aber die sind auf eine Art gekauft von der Branche...


Anton Welter

28.01.2012, 11:16 Uhr
Melden 1 Empfehlung

@Schmid: Zit: RB: "Es existiert innerhalb der Gruppe ein ausgewogenes,auf gegenseitiger Haftung beruhendes Sicherheitssystem. (...) Der Zusammenschluss der RB im Genossenschaftsverband stellt eine solidarische Risikogemeinschaft dar, in der alle Mitglieder solidarisch füreinander einstehen." "blanker Unsinn"? Nachschusspflicht, Art der jur. Einbindung i Verband. Schafft Klarheit bei Gen.schaftern!


Jürg Schmid

28.01.2012, 10:09 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Das ist blanker Unsinn. Genossenschafter ist man bei der lokalen Genossenschaft und nicht beim Verband welcher von Vinzenz präsidiert wird. Der Verband hat Wegelin gekauft. Die lokalen Genossenschaften nutzen nur das Marketing und die IT-Platform des Verbandes.


Walter Beck

28.01.2012, 10:01 Uhr
Melden 17 Empfehlung

Es darf doch nicht sein das der Staat dieser saubande von arroganten Bankern wieder
hilft aus dem Schlamassel hinauszukommen das sie selber verschuldet haben.
Die Herren Hummler un Co. lästern ja sonst auch immer über den Staat.
Antworten


will williamson

28.01.2012, 09:33 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Es rächt sich jetzt, dass man nicht schon im Zusammenhang mit dem Fall UBS eine abschliessende Regelung mit den USA getroffen hat. Ob man damals angenommen hat, die UBS sei die einzige Bank, die zweifelhafte Geschäfte in den USA gemacht hat? Das wäre allerdings naiv gewesen. Antworten


Nina Fischer-lindeman

28.01.2012, 09:30 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Banker bleiben Banker: Wer Vertrauen schaffen will, beantwortet Journalistenfragen, ist dabei erstes Gebot. Das tun sie nicht, also sind die Gedanken der LeserInnen frei zu glauben oder zu misstrauen. Ich tu' das Zweite. Antworten


Günther Friedlich

28.01.2012, 09:25 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Der mutige Hummler hat sich da wohl zu weit vorgewagt mit seinen Aussagen. Heute wäre er wohl vorsichtiger mit seinen Äusserungen. Die Amerikaner werden von Wegelin wohl Kundendaten für die letzten Jahre verlangen. Dann wird sich weisen, wie das die zur Raiffeisen-Bank transferierten Kunden aufnehmen werden, da sie auch davon betroffen wären. Antworten


Damian Nussbaumer

28.01.2012, 09:17 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Das ist mit den USA noch nicht ausgestanden. Ich befürchte, die Öffentlichkeit weiss bei weitem nicht Alles, was es noch aufzuräumen gibt. Das Bankgeheimnis in dieser Form ist nicht haltbar. Vorallem für die Schweiz welche sich ja immer so neutral gibt. Antworten


Fritz Stalder

28.01.2012, 08:59 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Marktpreis? Also etwa 400-600 Mio. ? Antworten


Degola Diego

28.01.2012, 08:51 Uhr
Melden 11 Empfehlung

Denke nicht, dass die Risiken sauber abgeklärt wurden. Es hat pressiert, war billig und Vincenz wollte partout eine Privatbank akquirieren. Jeder in der Branche weiss, dass die FINMA keine solchen Abklärungen für Banken macht, aber Vincenz offenbar nicht ... Raiffeisen hat die Katze im Sack gekauft. Antworten


Alois Krieger

28.01.2012, 12:22 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Vincenz verliert nur seinen Job, wenn es schiefgeht. Die Eigentümer haben in der Raiffeisenkasse nichts zu sagen (wie bei Migros und Coop). Für Vincenz macht es schon Sinn, eine Bank zu kaufen. Er kann sich dann einen höheren Lohn zahlen.


Edna Herschens

28.01.2012, 08:35 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Mag die Daseinsberechtigung mangels Kenntnisse von Banken des Typus Wegelin nicht beurteilen. IdR hat auch dies irgend eine Daseinsberechtigung. Habe mich jedoch seinerzeit für RB entschieden, weil mir der Raiffeisenbank "Ansatz" gefiel. Realistisch, "bodenständig", fair etc. RB opfert Bescheidenheit, oekonomische Vernunft. Ist das im Sinne der RB-Genossenschafter? - Systemrisiko? - Haftung? Antworten


Kate L. Lokig

28.01.2012, 08:21 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Vincenz Vontobel Finma SNB Hildebr. Sarasin. Wegelin. Seltsam undurchsicht. Zusam'hänge.
Ebenso: über Raiffeisen CH: aktiv beworbene Vontobel-Fonds: Beobachtung:
Fonds um Tiefpunkt März 2009: Schweizer rausgekippt / gleichnamige Anteile noch (Internet-Recherchen): Tessin -> I t a l i e n. Über sich bald erholende noch (wo ?) vorhandene Werte - Auskunftsverweigerung. Schlau ?
Antworten


Mario Menel

28.01.2012, 08:03 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Da stinkt's. So einfach ist es doch nicht. Die Sonne wird die Nacht zum Tag machen. Dann wird man mehr wissen. Antworten


Giordano Bruni

28.01.2012, 07:55 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Nach den vielen Vorfällen in letzter Zeit, spezifisch was Banken u. SNB betrifft, muss davon ausgegangen werden, dass der Ruf der Schweizer Bankenlandschaft etwas leidet. . Nicht dramatisch, aber doch beweisend, dass auch in der Schweiz "gemischt" wird. Normalerweise erwartet man dies aus anderen Regionen, tut meiner humanistischen Basler Seele weh, als Basler Bürger! Flexible morality¨everywhere Antworten


Kurt DUBACH

28.01.2012, 07:51 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Ja jetzt soll man diejenigen schützen, wo man ihm verdacht hat was unrechtes gemacht zu haben, es gibt auch gute Banken, die sollten eigentlich interessiert sein, das es mal aufhört zu verallgemeinern, man hört sehr wenig von denjenigen. Der BR sollte doch ihm Stande sein, GUTE Richtlinien zu definieren. Nicht das wieder das Schweizer Volk gerade stehen muss für die Verursacher! Antworten


jack bouchon

28.01.2012, 07:44 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Es ist sehr zu bedauern, dass Wegelin als Bank aus unserem Finazplatz verschwindet. Dieser
Verkauf ist ein genialer und zugleich grosszügiger Schachzug für die Beibehlatung der Arbeitsplätze und
schützt auch die Kundschaft. Es brauchte sicher grossen Mut und Weitsichtigkeit um die in der Fehlenscheidung,
US-Kundschaft aufzunehmen, zu korrigieren.
Antworten


Rolf Schumacher

28.01.2012, 07:19 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Es war eine kluge Enscheidung. Bereits besser wäre gewesen, wenn die UBS bereits so gehandelt hätte. Man hätte damals den Riesen zerschlagen müssen. Und nur noch das US-Geschäft in der UBS lassen sollen. PS: Welche Rolle hat Sergio Ermotti in diesem Fall gespielt. Ich bin sicher, viel Information fliesst von Sergio an seine Cosa Nostra US-Ostküstenkollegen in der Bank of Amerika. Er ist gefährlich Antworten



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