Wirtschaft
Konsumenten: Migros erschwert Preisvergleiche
Aktualisiert am 28.03.2009 38 Kommentare
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Auch bei der Migros werden die Preise künftig nicht mehr auf Produkten, sondern am Regal stehen. Die Migros-Delegierten haben am Samstag der neuen Regelung deutlich zugestimmt, wie der Branchenleader mitteilte. Ob dereinst ein Code oder der Preis als Zahl am Regal steht, ist heute noch offen. Die Migros-Leitung werde sich nun daran machen, das Projekt im Detail auszuarbeiten und umzusetzen, sagte Migros-Sprecherin Monica Glisenti auf Anfrage. Es werde noch etwa zwei Jahre dauern, bis es soweit sei.
Migros will jedoch Ausnahmen von der Regel zulassen: Vor allem im Non-Food-Sortiment - etwa bei Textilien oder Spielwaren - und im Frischesortiment würden auch in Zukunft die Preise auf den Produkten selber angeschrieben, teilte der Grossverteiler mit.
Kosten senken
Mit der Regalanschrift könnten Kosten gesenkt und das gesparte Geld in tiefere Preise investiert werden, wird Ursula Nold, die Präsidentin der Migros-Delegiertenversammlung, im Communiqué zitiert. Auch sei es ökologischer Unsinn, wenn wegen veralteter Preise, Verpackungen vernichtet werden müssten.
Umfragen bei der Kundschaft hätten zudem ergeben, dass die Preisanschrift am Produkt zwar geschätzt werde, bei der Regal- Preisanschrift aber die Kunden-Vorteile überwiegen würden, schreibt die Migros weiter. So könnten die Preise schneller verglichen werden, ohne jedes einzelne Produkt in die Hand nehmen zu müssen. Zudem stimme der Preis am Regal mit dem Preis überein, der an der Kasse bezahlt werden müsse. Dies sei durch die unzähligen Preisabschläge in der Vergangenheit nicht immer der Fall gewesen und habe die Kundschaft zusehends verunsichert.
Konsumentenschutz: Weniger Transparenz
Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) kritisiert indes den Entscheid der Migros-Delegierten. Für die Konsumentinnen und Konsumenten bedeute der Entscheid weniger Transparenz und weniger Überblick. Migros sei der einzige Schweizer Grossverteiler, der bisher noch die Preise an den Produkten angebracht habe. Nun jedoch gebe sie diesen Vorsprung in Sachen Kundenfreundlichkeit auf. Wer nämlich die Preise längerfristig vergleichen und im Auge behalten wolle, stehe mit Produkten ohne Preisangabe auf verlorenem Posten.
Eine repräsentative Umfrage des Konsumentenmagazins «KTipp» habe ergeben, dass 70 Prozent der Befragten die Preisetikette auf den Artikeln wollten. Diese Preisangabe sei verlässlicher, transparenter und lasse sich auch an der Kasse und zu Hause nachvollziehen.
Coop und Denner schreiben Preise am Regal an
Bereits heute schreiben Coop und Denner ihre Preise an den Regalen an. Dass die Migros nun nachzieht, kann die SKS nicht nachvollziehen. Die Migros habe immer beteuert, dass sie bei ihrer Praxis bleibe, die Preise auf den Produkten anzuschreiben. (vin/sam/sda/ap)
Erstellt: 28.03.2009, 15:59 Uhr
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38 Kommentare
Die Preise muss man suchen. Einkaufen ist ein volles Programm für den Kunden. Sonst bezahlt man das Datum noch dazu. Halbe Preise wie schlecht gemanagt. An der Kasse ist nie der halbe Preis im Computer da wird der ganze getippt, nach meiner Kontrolle nimmt sie mir die Ware weg und ich muss mir das Geld wo anders holen. Wie kann man so schlecht arbeiten wie ist erst das Andere. So bleibt die Krise. Antworten
Von wegen "Preise stehen am Regal angeschrieben". Schauen Sie bei Coop oder Denner. Oft ist der Preis am Regal nicht derjenige des Produkts das gerade darüber steht. Wenn man nicht genau schaut und die Abkürzungen auf den Preisschildern entziffert, dann wird einem oft ein falscher Preis suggeriert. Antworten
Ursula Nold, die Präsidentin der Migros-Delegiertenversammlung,will uns weismachen, wegen veralteter Preise, müssten Verpackungen vernichtet werden?! Für wie blöd hält diese Frau die Konsumenten? Ein neuer Aufkleber genügt. Das Problem ist doch dass heute neben dem Preis auch der kg-Preis aufgedruckt ist. Soll ich mit dem Taschenrechner einkaufen? Antworten
Es ist wirklich total Kundenunfreundlich, dass ich nur am Regal schauen kann, was mein Produkt kostet. Die Mehrheit der Leute wollen eine Beschriftung am Produkt, das ich auch zuhause noch sehen kann, wie teuer etwas war. Das mit dem Umpacken und Verpackungen fortwerfen greift nicht, da die meisten Preise mit dem Ablaufdatum aufgedruckt werden. Vielleicht kann Migros davon abgebracht werden?!? Antworten
Nicht das Ross am Schwanz aufzäumen. Ich bin kein Freund der Migros,aber die Beschriftung am Regal ist die logische Folge,aus der Instabilität der Preise! Preis auf der Verpackung; sinkt der Preis=unverkäuflich oder umpacken! Steigt der Preis=Verlust für den Händler! Wichtig ist, das die Preise AM REGAL >>gut lesbar und gleichzeitig der Stück-oder/und der 100g Preis<< DEUTLICH angeschrieben sind. Antworten
Ich verstehe das Vorgehen absolut. Entweder zeichnen alle Mitbewerber die Preise am Produkt aus, oder alle lassen es weg. Der Nachteil in einem sich ständig verändertem Markt- und Konsumumfeld ist schlichtweg zu gross. Warum der Ärger hier so gross ist verstehe ich nicht, ausser es sind hier alles nur Kunden die keinen Laden ohne Preise berücksichtigen. Antworten
Wir müssen einfach das Gesetz ändern: Regalanschrift genügt nicht, Preis muss an die Ware dann hört auch das Gschtürm beim Coop auf wo es ständig Fehler hat und dann muss man zum Kundendienst um Geld zurückzuverlangen weil es an der Kasse nicht mehr geht. Adieu M&C, ich kaufe anderswo ein. Antworten
Fadenscheinige Ausreden, die uns die Migros hier auftischt. Wir kennen die miserable Qualität, wie Coop die Preise anschreibt. Der Mehraufwand ist enorm für die Umstellung und kundenunfreundlich, denn die Produkte müssen sowieso mit dem Datum versehen werden. Ganz miserabel ist, dass die Preise nur noch mit dem Einkaufsbon verglichen werden können. Das zur Zeit vom Aldi und Lidl, so ein Pech! Antworten
SCHADE!! sehr schade :-)) ...wenn Migros erwartet, dass ich mich in Zukunft immer 3 mal bücke, die Lupe mitbringe und alle Preise im Kopf behalte, dann liegt Sie definitiv FALSCH! Das Ende des zusätzlichen Kundenservices wird gleichzeitig auch das ENDE der Migros sein. Antworten
Nun also auch die Migros! Es ist Zeit, kommt der Lidl. Als coop diese krasse Verschlechterung des Kundenservice einführte, habe ich diesem Laden adieu gesagt und ihn nicht mehr betreten. Nun werde ich das auch so mit dem Migros halten. Leider machen aber nicht Allzuviele mit, die sich zwar ärgern, aber nur die Faust im Sack machen. Ich nicht: Man sieht mich nicht mehr im M (M wie miserabel). Antworten
Es ist höchste Zeit, dass die Konsumenten sich wehren. So geht's: Verkäufer und Verkäuferinnen immer nach dem Preis fragen, wenn dieser nicht offensichtlich ist. Artikel die einem an der Kasse zu teuer erscheinen, konsequent stornieren lassen. Wenn das alle Kunden durchziehen, werden Migros und Coop schnell merken, dass es sie billiger kommt, die Artikel wieder mit Preisen zu beschriften. Antworten
Ehrlich gesagt habe ich gerade dann Mühe den Preis zu vergleichen, wenn die Preise am Regal angeschrieben sind! Denn manchmal steht der Preis unten oder dann oben am Regal, und ich muss dann mühsam herausfinden, welcher Preis zu welchem Produkt gehört. Bei Sonderverkäufen fehlt machmal das Preisschild am Regal, usw. Der Vorteil sehe ich ausschliesslich nur für den Händler, nicht bei Konsumenten. Antworten
M wie Miserabel ! Das ist wirklich nicht zu glauben, was die da vorhaben. Duttweiler würde sich im Grab rumdrehen. Da schiesst die Mirgos ein Eigentor und wenn es dann soweit ist, dann werde auch ich diesen Laden meiden und zu Coop/Aldi/Lidl gehen. Das kostet einen Haufen Geld und wenn sie dann merken, dass es falsch ist, dann stellen sie wieder um und der Konsument muss es wieder bezahlen. Irre ! Antworten
Ich nehme einen dicken schwarzen Filzstift mit und schreibe laufend die Preise selbst an das Paket. Bei Coop habe ich die schlechteste Erfahrung gemacht mit dem Preis am Regal und dem Preis an der Kasse! Die Preise am Regal müssen aktuell sein und da kommt es auf das Personal an, welches die Preise am Regal immer aktuell halten müssen. Billiger wird der Artikel ohne gedruckte Preise sicher nicht. Antworten
Preisvergleiche anstellen zu können, wäre für mich schon Luxus. Ich wäre schon froh, wenn ich bei Denner die Preise nur schon lesen könnte. Ich frage mich jedesmal, wie der SKS die Preisangaben wohl entziffert hat, falls die jemals in diesem Laden waren. Antworten
Schade, schade! Wie oft habe ich mich bei Coop-Produkten schon geärgert, dass kein Preis angeschrieben war - , zu Hause und die Nahrungsmittel längst im Kühlschrank und den Kassenzettel verlegt, besteht keine Möglichkeit mehr, herauszufinden, was wie viel gekostet hat. Leider macht hier Migros aus meiner Sicht einen Schritt in die falsche Richtung. Antworten
Ich finde die Preisanschrift nur noch an den Regalen einen immensen Rückschritt, eine absolute Schweinerei. Vor allem sehbehinderte oder anderweitig handicapierte Menschen können in Zukunft noch schlechter erkennen, wenn das Produkt zuoberst oder zuunterst auf dem Regal steht. Bisher hat die Migros sich doch mehr oder weniger stolz von den übrigen Discountern unterscheiden können. M wie miserabel! Antworten
Migros hat sich bis jetzt gegen Coop wegen seiner Preise auf den Produkten sehr gut behauptet - ich selbst bin deswegen zu Migros gewechselt. Aber wenn jetzt die Migros-Preise ebenfalls nur an den Regalen stehen, kann man ebenso gut zu Aldi/Lidl gehen - da weiss man wenigstens, dass sie tatsächlich billiger sind. Schade, aber Migros wird es bitter bereuen und schnell wieder umschwenken. Antworten
Als Fan seit frühester Jugend entäuscht mich die Migros immer mehr. Einst war sie in allen Belangen führend, vor allem in der Kundenfreundlichkeit. Dass man an der Kasse denselben Preis wie am Gestell angeschrieben bezahle, als Kundenvorteil zu benennen ist absoluter Quatsch und zeigt wie sehr hier Theoretiker am Werk sind. Coop hat, weil genau das nicht der Fall ist, viele Kunden verloren. Antworten
Ist das Dienst am Kunden? Dass ich bei der Kasse nicht mehr sehe, ob ich auch den richtigen Betrag für meine Produkte bezahle? Speziell wenn man weiss, dass die Kassen insbesondere bei Aktionen oft nicht korrekt programmiert werden (z.B. bei Coop). Aber kein Problem. Ich kann ja nach dem Einkauf nochmals durch die Regale fahren und mit der Quittung vergleichen. Schade liebe Migros. Antworten
Kein M besser. Die Migros riskiert eine Klage wegen Vorstoss gegen die Preisbekanntgabeverordnung. Regalanschriften sind nach Art. 7 nur dann gestattet, wenn keine andere Preisanschrift technisch möglich ist. Andernfalls muss Doris Leuthard die Verordnung ändern (lassen). Antworten
Die Frage bleibt doch die folgende: Ja, Preisauszeichnung ist etwas positives. Doch wer geht nun nicht mehr in die Migros, weil es sie nicht mehr gibt? Jegliche Kosten der Preisauszeichnung werden ja am Ende vom Konsumenten bezahlt. Die Frage die eigentlich interessanter wäre, ist ob nun die MIgros die eingesparten Kosten den Kunden weiter gibt? Antworten
bin sehr enttäuscht von dem entscheid. wenn ich zuhause bin kann ich nicht mehr nachschauen wie teuer das produkt war, dazu ist es eine riesen sauerei bei der preisanschreiberei. ich muss mich durch alle schilder durchlesen um rauszufinden welche pizza jetzt welchen preis hat oder welches tiefkühlprodukt wieviel kostet. zudem sind die preise nicht an ort und stelle und manchmal gar noch nicht da. Antworten
Erst hetzt man über Billiganbieter und dann will man selber in diese Schuhe steigen. Mittlere und kleinere Filialen wirdverkaufen das Fleisch und den Käse nur noch abgepackt ,ebenfalls um zu sparen. Denkt bei Migros noch jemand an die Kunden? Alleinstehende und Ältere Konsumenten müssen nun auch grosse Portionen kaufen und an der Kasse noch mehr aufpassen, ob die Preise auch richtig eingegeben wur Antworten
wenn schon die Verpackung gedruckt wird kann doch der Preis zu gleichen Kosten auch gleich aufgedruckt werden. Also keine Einsparung hier, aber die Regaletiketten kosten zusaetzlich. ABER der M kann dann dadurch die Preise nach Lust und Laune taeglich mehrmals anpassen (lies: anhenben). Gesehen bei Coop am gleichen Tag Lager-/Regalware Reis zweimal verteuert. Antworten
Preisvergleiche kann man anhand der Kassenzettel machen. Zu Hause in aller Ruhe. Oder wer hat beim Einkaufen, vor dem Regal, die Preise von x Artikeln im Kopf? Und es sind ja nicht alles gleich grosse Einheiten in Gramm. Preise am Regal sind i.O., sollten allerdings als Zahlen sein, nicht als Code. Warum also das ganze Geschrei der SKS? Antworten
Migros sterben! Somit hat die Migros wohl ihr eigenes Schicksal besiegelt. Wenn das vergleichen von Preisen nicht mehr möglich ist und die Kilopreise nicht mehr auf der Packung angeschrieben sind...! Verliert die Migros für mich einen der letzten Vorteile. Da muss ich mich wohl anders orientieren. Schade...! :-( Antworten
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Rudolf Hochstrasser
Alles hat seine zwei Seiten. ich kann allen Kunden nur Raten. Bitte Kontrolliert die Preise im Regal, und dann was die Kasse verlangt. denn ich Spreche aus Erfahrung. Mindesten am Anfang stimmen die Preise zu ungunsten der Kunden nicht. Die Kasse verlangt zu viel, weil die Preise nach unten, Veränderungen zu spät in der Zentrale Nachgeführt werden. Antworten