Lufthansa-Sparübung kostet die Swiss knapp 100 Stellen

Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss muss Arbeitsplätze in der Administration in eine konzernübergreifende Gesellschaft auslagern. Swiss-Chef Harry Hohmeister rechnet aber trotzdem mit neuen Stellen.

Ersatz der Langstreckenflotte steht an: Eine A340 der Swiss startet vom Flughafen Zürich-Kloten.

Ersatz der Langstreckenflotte steht an: Eine A340 der Swiss startet vom Flughafen Zürich-Kloten. Bild: Keystone

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Wie die «SonntagsZeitung» und «Der Sonntag» berichten, kosten die Sparmassnahmen des Mutterkonzerns Lufthansa die Swiss knapp 100 Stellen. Gegenüber beiden Zeitungen sprach eine Sprecherin der Swiss von einer «Stellenzahl im oberen zweistelligen Bereich».

Betroffen sind laut den Berichten Arbeitsplätze in den Bereichen Personal, Finanzen und Einkauf. Diese sollen in eine konzernübergreifende Servicegesellschaft ausgelagert werden, heisst es. Über die Details des Projektes mit dem Namen Globe werde Anfang 2013 informiert.

Auch Lufthansa streicht Stellen

Kündigungen «im grossen Stil» wolle die Swiss vermeiden oder zumindest «sozialverträglich» durchführen, berichtet die «SonntagsZeitung» unter Berufung auf die Swiss-Sprecherin.

Dem Bericht nach streicht auch die Lufthansa selber Stellen in der Schweiz ein. An den Flughäfen Zürich, Genf und Basel würden über 30 Stellen ausgelagert, zitiert die «SonntagsZeitung» einen Sprecher der Lufthansa. Dabei gehe es um Dienstleistungen am Boden wie beispielsweise das Ausstellen von Tickets.

Hohmeister kündigt Wachstum an

Swiss-Chef Harry Hohmeister hat derweil angekündigt, bis zu 300 neue Stellen zu schaffen. Ab Mitte Mai 2013 wird die Schweiz einen täglichen Nonstop-Flug nach Singapur in ihren Flugplan aufnehmen. Dafür brauchen wir allein beim fliegenden Personal 200 neue Mitarbeitende, und dann kommen rund 50 am Boden und in anderen Bereichen hinzu, sagte Hohmeister dem «Sonntag».

Hohmeister äusserte sich gegenüber der Zeitung zudem über den anstehenden Ersatz der Langstreckenflotte der Swiss, die heute aus 15 Airbus A340 mit je 219 Sitzplätzen besteht. «Diese Frage werden wir sicher in den nächsten zwölf oder gar sechs Monaten beantworten müssen», lässt sich Hohmeister zitieren. Zur Diskussion steht laut dem «Sonntag» vor allem die Anschaffung einer Boeing (BA 124.9235 0.89%) 777. Darauf will sich Hohmeister aber nicht festlegen und schliesst auch den Kauf neuer Flugzeuge aus dem Hause Airbus nicht aus. (mw)

(Erstellt: 11.11.2012, 08:07 Uhr)

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