Wirtschaft
Lufthansa-Streik nur Auftakt zur Chaoswoche auf Europas Flughäfen
Von Reto Hunziker. Aktualisiert am 22.02.2010
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Bis Donnerstag wollen über 4000 Piloten der Lufthansa (LHA 8.479 0.09%) streiken. Und das Chaos an deutschen Flughäfen andauern lassen. Bereits Anfang kommender Woche droht aber schon der nächste Schlag für europäische Flugreisende: Das Kabinenpersonal der British Airways, eine der grössten Fluggesellschaften der Welt, will ebenfalls die Arbeit niederlegen, um so gegen die drohenden Sparmassnahmen zu demonstrieren.
Der definitive Entscheid der Gewerkschaft Unite wird heute um 14 Uhr erwartet. Falls die Arbeitnehmer wie vermutet sich für einen Streik entscheiden, tritt das Kabinenpersonal ab 1. März für mindestens zehn Tage in den Ausstand. Das Chaos mit weltweiten Folgen ist garantiert. Schon Ende des letzten Jahres konnte ein zwölftägiger Streik nur dank einer einstweiligen Verfügung abgewendet werden.
Stillstand in Griechenland
Doch damit nicht genug: Auf Mittwoch ist auch in Griechenland wieder ein Streiktag im gesamten öffentlichen Sektor angesagt. Auch dieser hätte weitreichende Folgen, wie der 10. Februar 2010 zeigte, an dem ebenfalls gestreikt wurde: Sämtliche Flüge von und nach Griechenland wurden gestrichen.
Für viele Flugpassagiere im In- und Ausland könnte es deshalb in den kommenden Tagen ungemütlich werden. Bis anhin blieb es am Flughafen Kloten jedoch relativ ruhig, wie Jasmin Bodmer von der Flughafenbetreiberin Unique gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet sagt. «Wir haben ja mit diesem Streik gerechnet», so die Sprecherin.
Keine Prognosen
In Kloten seien heute aufgrund des Streiks 14 Rotationen (Hin- und Rückflüge) annulliert. Betroffen sind die Flüge mit den Destinationen Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg. Ob es auch an Schweizer Flughäfen zu Chaos führten könnte, wenn in Grossbritannien und Griechenland ebenfalls gestreikt wird, will Bodmer nicht kommentieren: «Wir geben dazu keine Prognosen ab.» Mit auftretenden Problemen müsste man allerdings umgehen können. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 22.02.2010, 12:15 Uhr
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