Wirtschaft

Massenwanderung zu günstigeren Krankenkassen

Aktualisiert am 16.12.2009 14 Kommentare

Laut einer Umfrage haben hochgerechnet 1,2 Millionen Versicherte auf das nächste Jahr hin die Krankenkasse gewechselt – ein Viertel mehr als im Vorjahr.

Umkämpfter Markt: Kundenkarten von Schweizer Krankenkassen.

Umkämpfter Markt: Kundenkarten von Schweizer Krankenkassen.
Bild: Keystone

Die Befragung war zwischen Ende November und Mitte Dezember vom Marktforschungsinstitut GfK im Auftrag von Comparis durchgeführt worden. 15,4 Prozent der befragten Personen gaben laut dem Internet-Vergleichsdienst dabei an, die Kasse gewechselt zu haben. Auf die gesamte Bevölkerung hochgerechnet hätten damit rund 1,2 Millionen Versicherte die Kasse gewechselt. Vor einem Jahr lag der Anteil bei 12 Prozent der Versicherten.

Die Höhe des Prämienaufschlags spielt laut Comparis eine wichtige Rolle beim Wechselentscheid. Dies zeigt die Anzahl der Wechsler pro Franchisenstufe: Die Versicherten mit einer 2500er-Franchise mussten eine Prämienerhöhung von 18,5 Prozent hinnehmen. Von diesen Versicherten hat jeder Vierte die Krankenkasse gewechselt. Für Versicherte mit 300er-Franchise hat der Prämienaufschlag 10 Prozent betragen. Hier hat nur jeder Neunte die Kasse gewechselt.

«Die Versicherten reagieren auf die hohen Prämienaufschläge mit mehr Kassenwechseln», sagt Geschäftsführer Richard Eisler laut der Mitteilung des Internet-Vergleichsdiensts, «ein wichtiger Grund für die ausserordentlich hohe Wechselquote ist auch die von der Politik verordnete Rabattsenkung bei den Wahlfranchisen.» (raa/sda)

Erstellt: 16.12.2009, 08:36 Uhr

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14 Kommentare

Hansueli Zürcher

16.12.2009, 11:42 Uhr
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Gut gerechnet Herr Cartier, aber was passiert mit der Konjunktur im nächsten Jahr, wenn alle höhere K-K.-prämien bezahlen müssen? Ein richtiger Killer. Antworten


Erich Althaus

16.12.2009, 08:34 Uhr
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Interessant wäre noch zu wissen, wie viele Personen aufgrund von Vorbehalten in den Zusatzversicherungen nicht gewechselt haben / nicht wechseln konnten. Krankenkassen (und auch Pensionskassen) haben die Schwellwerte für Risikofälle massiv gesenkt. Aufgrund dieses Vorgehens bleiben die potentiellen Risikofälle in den teuren Krankenkassen, was die Kosten weiter in die Höhe treiben wird. Antworten



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