Wirtschaft

Migros baut Stellen ab

Der starke Franken macht der Migros zu schaffen: Migros-Chef Herbert Bolliger kündigt in einem Interview einen Stellenabbau an – und zwar vorwiegend in Läden an der Grenze.

«Wir werden sicher zusätzliche Markenprodukte stark verbilligen»: Das verspricht Migros-Chef Herbert Bolliger.

«Wir werden sicher zusätzliche Markenprodukte stark verbilligen»: Das verspricht Migros-Chef Herbert Bolliger.
Bild: Keystone

Der starke Franken und der damit verbundene Einkaufstourimus haben Auswirkungen auf die Arbeitsplätze bei Migros und Coop. In den Migros-Geschäften dürfte die Zahl der Stellen sinken, wie Migros-Chef Herbert Bolliger in einem Interview mit der «SonntagsZeitung» sagte.

«Kosten bedeuten bei uns vor allem Personalkosten, und da nimmt der Druck zu», sagte Bolliger. «Im Kerngeschäft, also bei den Supermärkten, werden wir weniger Stellen anbieten.»

In Grenznähe gebe es Standorte, die wegen des Einkaufstourismus 6 bis 8 Prozent Umsatz eingebüsst hätten. Besonders stark sei der Druck in der Nähe zu Deutschland und zu Vorarlberg sowie am Genferseebecken.

«Ein Filialleiter, dessen Umsätze im Lande um 8 Prozent im Minus liegen, wird die eine oder andere freie Stelle nicht mehr besetzen», führte Bolliger aus. Ein Vorteil in dieser Situation sei die Fluktuationsrate von etwa 10 Prozent im Detailhandel.

Auch Coop-Chef Hansueli Loosli beklagte im Interview mit der «Basler Zeitung» gestern den Einkaufstourimus in grenznahen Gebieten. «Die neuesten Schätzungen sagen, dass dem gesamten Schweizer Detailhandel wegen des Einkauftourismus dieses Jahr etwa drei Milliarden Franken entgehen», so Loosli. Coop selbst könnte diese Entwicklung gemäss Loosli 200 Millionen Franken Umsatz kosten.

Auch Manor reagiert

Der Detailhändler Manor beobachtet ebenfalls mehr Einkaufstourismus, auch wenn Manor-Chef Bertrand Jungo, die Lage nicht genau beurteilen will. Was auffalle sei aber, dass die Schweizer immer längere Reisen auf sich nehmen würden, um im Ausland einzukaufen. «In Deutschland registriert man vermehrt Leute aus der Innerschweiz», sagte er im Interview mit der Westschweizer Zeitung «Matin Dimanche».

Nun regiert auch Manor: Nach den Preissenkungen von Migros, Coop, Denner und Spar senkt die Warenhauskette mit Sitz in Basel die Preise für 500 Artikel. Wie Jungo im Interview ausführt, sollen sie schon ab Montag zum Tragen kommen.

Das Ende der Preisreduktionen scheint nicht erreicht: Coop sowie Migros gehen aufgrund der aktuellen Situation von weiteren Preisrunden aus. Nach den für kommenden Montag angekündigten Preisabschlag für 500 Markenprodukte wird die Migros laut Bolliger «sicher zusätzliche Markenprodukte stark verbilligen».

Hansueli Loosli sagte, die aktuelle Runde mit tieferen Preisen für 700 Markenprodukten (seit Samstag) werde nicht die letzte Runde sein. Konkreter wurden die beiden Schwergewichte im Schweizer Detailhandel nicht.

Mehrwertsteuer reduzieren

Der Coop-Chef wartet zudem mit Ideen auf, wie man dem Währungsproblem entgegenwirken könnte. Zum einen kann er sich vorstellen, dass der Schweizer Wirtschaft mit einer reduzierten Mehrwertsteuersatz oder einer temporären Senkung der Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) geholfen werden könnte.

Zum anderen erwartet er von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) einen Franken-Euro-Kurs von 1,25 bis 1,30. «Ein solcher Wechselkurs ist wirklich der zentrale Punkt. Daran hängen so viele Arbeitsplätze.»

Erwartungen an die SNB hat auch die Bevölkerung. Gemäss einer Umfrage im Auftrag der «SonntagsZeitung» fordert ein Viertel die Festlegung einer Wechselkurs-Untergrenze des Euro von 1,15 bis 1,20 Franken. Weiter geht aus der Umfrage hervor, dass 63 Prozent die dreimalige Intervention der SNB befürworten. (bru)

Erstellt: 21.08.2011, 08:31 Uhr

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69 Kommentare

roger walser

22.08.2011, 14:40 Uhr
Melden 2 Empfehlung

@sennheiser: jede firma die keinen gewinn macht, geht über kurz oder lang pleite. Wenn die migros einbussen beim umsatz hat muss sie konsequenterweise die kosten anpassen. Um das zu erkennen braucht es kein bwl studium. Antworten


Richard Marti

22.08.2011, 17:08 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Dass die Migros kein Gewinn macht, ist mir jetzt aber neu...


markus sennheiser

22.08.2011, 12:47 Uhr
Melden 9 Empfehlung

kann das nicht nachvollziehen, denn mir gehen die ca. 900 Mio ! Betriebsgewinn im 2010 nicht aus dem Kopf.
sieht mehr nach trötzeln und erpressung and die jahrzehnte lang treue kundschaft. quasi: wir sind jezt dran schuld das leute gekündigt werden. dabei gehts nur um die erhaltung und steigerung des betriebsgewinn wie jede andere firma die sich für die gesellschaft nicht verantwortlich fühlt.
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richard ruf

22.08.2011, 11:42 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Hört bitte auf die Migros runterzumachen!
Stimmt schon das auch in der Schweiz die Deutsche Geiz ist Geil Welle erreicht hat.
Wohne im St.Galler Rheintal vor Lidl und Hofer sicherlich 60 % Autos mit Schweizer Kennzeichen.
Schade in der Schweiz arbeiten heisst auch, dass Geld bei uns auszugeben.
Und all die Grenzgänger die haben jeden Monat eine riesen Lohnerhöhung bekommen 700 Euro bei 4500.- Lohn
Antworten


Bruno Bänninger

22.08.2011, 11:24 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Wer weniger verkauft hat 2 Möglichkeiten. Die Negative: Leistung abbauen, Öffnungszeiten reduzieren, Verkaufspersonal an der Front entlassen, den unproduktiven Wasserkopf in der Zentrale aufbauen. Die Positive: Leistung an der Front massiv verbesseren (z.B. attraktive Aktionen, Wartezeiten an der Kasse u.v.a), Verkaufspersonal schulen (z.B. Freundlichkeit). Wer das Negative wählt ist selberschuld. Antworten


Richard Marti

22.08.2011, 10:58 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Ist doch immer die gleiche Methode: Werden bei einem Unternehmen die Pfründe angegriffen - droht man mit Stellenabbau und/oder Wegzug ins Ausland! Gestern waren es die Pharmakonzerne (Auszug aus dem Forschungsstandort CH), heute ist es die Migros (Stellenabbau) - bin gespannt wer es morgen ist? Sind doch alles leere Drohungen, doch scheinbar lässt sich die Politik immer noch damit einschüchtern. Antworten


petetr angerer

22.08.2011, 10:21 Uhr
Melden 4 Empfehlung

inzwischen ist klar geworden, dass bei den sog. eigenmasrken preis-unfug betrieben wird. man macht die fabrik-und die verkaufspreise iin eigener regie. gewinn dort,wo die steuern am niedrigsten sind und man hoechste abschreibungssaetze einhandeln kann. gewinnbe kann man einfach irgendwo verschwinden , d.h.. minimieren lassen. die mecht der grossgenossenschaften - kartellkommission null ? Antworten


Andreas Meier

22.08.2011, 10:21 Uhr
Melden 11 Empfehlung

Der Lohnherbst steht vor der Tür. Jetzt werden schon mal Pflöcke eingeschlagen um den Mitarbeitern ja keine Lohnerhöhung geben zu müssen. Geschickt eingefädelt Herr Bolliger. Antworten


Herbert Berger

22.08.2011, 10:18 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Die Migros sollte sich eben wieder mal auf ihre Kernkompetenzen besinnen: Qualitativ hochwertige Eigenmarken zu günstigen Preisen statt Eigenmarken zu überhöhten und sog. Markenprodukte zu Wucherpreisen. Der Dutti würde sich im Grab umdrehen und würde sein Migros nicht mehr erkennen, wenn er heute in einen Laden gehen würde. "soziales Kapiatal"? Wurde abgeschafft durch Profitgier der Bosse. Antworten


Ruedi Wermuth

22.08.2011, 09:52 Uhr
Melden 16 Empfehlung

Die Schlitzohrigkeit der Bosse nimmt kein Ende, es werden keine Leute entlassen die Flutuaktion regelt das Ganze praktisch von alleine. Wären diese Sprüche nicht so traurig müsste man lachen. Jahrelang haben einige Fa. Zeit gehabt für gute Preise zu kämpfen, doch war das Interesse nicht gross, die meisten haben dabei eine Unmenge an Geld verdient und die Kunden abgezockt. Die Abzocke geht weiter! Antworten


peter ess

22.08.2011, 09:52 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Ich wohne im besagten Grenzgebiet und meine Ausgaben bei der Migros (Coop, Denner) haben sich über die Jahre wesentlich vermindert. Aber nicht weil wir im Ausland einkaufen oder beim Lidl/Aldi - sondern weil wir mehr direkt beim CH Bauern kaufen. Qualität besser und billiger und wirklich aus der Region. Antworten


peter angerer

22.08.2011, 09:22 Uhr
Melden 4 Empfehlung

die migros machts sich einfaqch - beim personal sparen. hier liegt tatsaechlich der nerv der bevoerlkerung. bitte aufhoeren mit diesme unfug. sparen kei man andrnorts. abfahren mit dem cumulus- buerokraite - unfug - lehrlauf, abfahrbne mit den riesensortimenten. lesenb Sie, was duttweiler wollte un d tatsaeclich leistete. keinen luxus, netto-ntto-preise, barzahlung ohne jeden unfug... Antworten


tom Dubach

22.08.2011, 09:07 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Ja, Herr Bolliger, da haben Sie ein bisschen zu lange auf die Solidarität und Trägheit der Schweizer gesetzt! Im Dezember 09 war der Euro das letzte mal über 1.5, dann gings nur noch runter und runter. Die Entwicklung war absehbar und es war genügend Zeit vorhanden um mit (ausländischen) Zulieferer günstigere Konditionen auszuhandeln oder gar in Euro fakturieren zu lassen. Schade für die MA!!! Antworten


Arnold Währer

22.08.2011, 08:58 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Ich bin ab der einseitig geführten Diskussion schon etwas verwundert.
Kein Mensch interessiert hier der Benzinpreis, welcher sich trotz schwachem Doller nicht merklich gesenkt hat. Ebensowenig werden hier die vom Bund auferlegten Schutzzölle bei der Einfuhr von z. Bsp. Mehl, veredeltem Rahm, Elmex Zahnpaste, etc. aufgeführt oder die geschlossenen Grenzen für Früchte + Gemüse während der Saison!
Antworten


Sebastian Berger

22.08.2011, 08:56 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Wir sind schon in einem ziemlich dunklen Zeitaltern angelangt, dass monopolartige Unternehmen mit Jobabbau drohen und entsprechend ihre Forderungen durchsetzen können und die Politik tanzt nach ihrer Pfeife. Dunkel auch, dass die Öffentlichkeit kaum mehr Einfluss und schon gar nicht mehr Kontrolle über die Entwicklung hat. Antworten


Peter Staub

22.08.2011, 08:44 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Wir sind letzte Woche im nahen Ausland auf Einkaufstour gewesen und haben uns vorher alle Produkte mit den Preisen in der Schweiz notiert: Es war einfach unglaublich, wir haben in D für 147.63 Euro eingekauft, dieer Preisdifferenz zu denselben Einkäuifen in COOP und Migros (gleiche Marken) über 65.--Sfr. Das ist einfach unverschämt, auch EDEKA usw. schenken ihren Kunden sicherlich nichts! Antworten


Irina Ffriedmann

22.08.2011, 08:44 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Fakt ist: Duttweiler würde sich im Grab umdrehen. Die MIgros Konzernleitung presst kleine Lieferanten / Produzenten und Verkaufspersonal bis zum geht nicht mehr aus, verdient wird in der Chefetage. Mit dem Genosenschaftsgedanken hat das nicht mehr viel zu tun. Die einzige Hoffnung besteht in den Genossenschaftern, die jetzt hoffentlich aufwachen und merken, dass sie lange für dumm verkauft wurden Antworten


Peter Staub

22.08.2011, 08:37 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Der starke Franken macht der Migros zu schaffen: - ein absolut lächerliches, ja geradezu unverschämtes Argument der gut bezahlten Migrosbosse! Solange noch solche Gewinne, an denen die Genossenschafter nur ganz winzige Profite davon haben, ausgewiesen werden ist dieses Gejammere völlig fehl am Platz. ein Bischen Anstand wäre gerade bei der Migros angebracht. Antworten


Frank Meister

22.08.2011, 08:35 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Praktitsch alle Kommentare sind der Meinung, man könne alles im Ausland kaufen und die Arbeitsplätze in der Schweiz bleiben trotzdem erhalten. Antworten


Hans Meier

22.08.2011, 11:06 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Ausl. Hersteller, Importeure und Detaillisten sollen die Preise entsprechend den Wechselkursen anpassen und nicht exorbitant hohe (Wechselkurs-)Profite zu Lasten der Kunden erwirtschaften, dann kann ich getrost alles in der Schweiz eingekauft werden. So lange dies jedoch nicht gegeben ist lohnt sich für vieles ein Einkauf im Ausland.


E.H. Roth

22.08.2011, 08:10 Uhr
Melden 4 Empfehlung

halbiert die Löhne des Management, hört auf diesen TV Werbung auszustrahlen. Wenn MA-entlassen, dann bitte die obere Führung und nicht die armen Angestellten. Bolliger's Entscheidung und Aussagen im Text zeigen Inkompetenz und das er von Marktwirtschaft nicht gerade viel versteht. Das Problem ist die Gier und nicht der Markt. Antworten


brigitta colombo

22.08.2011, 07:53 Uhr
Melden 4 Empfehlung

vielleicht mal weniger werbung, weniger gestylte und tiefgekühlte läden, weniger «mania»-aktionen und wie all der quatsch heisst. saubere einfache läden tun es auch. ALDI macht es uns vor - machen wir es nach, aber nicht schon wieder auf kosten der angestellten, die eh schon working-poor sind. übrigens die angeblichen gratiszeitungen, die jede woche erscheinen, zahlen wir konsumenten auch. Antworten


Fritz Müller

22.08.2011, 07:47 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Die einzige Sprache die Hersteller, Grossverteiler und andere Konzerne verstehen ist die Konsumverweigerung der Konsumenten. Das ist ein derart mächtiges Werkzeug nur benutzt man es nicht. Antworten


Pierre Rappazzo

22.08.2011, 07:46 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Oben wird schlecht gearbeitet und unten wird entlassen. Die Verantwortung trägt der Genossenschafter. Man kann seine Firma nicht unbeaufsichtigt wursteln lassen. Antworten


Hansruedi Gut

22.08.2011, 03:59 Uhr
Melden 12 Empfehlung

Wie war das doch gleich? Hier spielt der Markt. Kosmetika wie L'Oreal kosten jenseits der Grenze weniger als die Hälfte wenn man noch die 19% MWST zurückverlangt. 300.- hat man mit dem Zeug schnell zusammen und mit den gesparten 300.- rechnet sich bereits eine Fahrt von Bern nach Weil. Antworten


Giovanni Bernasconi

22.08.2011, 03:45 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Machen wir uns doch nichts vor: Migros und Coop sind die Heuchler der Nation.
Jede Ausrede ist gut um ihre eigenen Interessen und grossen Profit einzufahren.
Also, weiter und vermehrt im ausland einkaufen.
PS: Genauso warte ich immer noch auf billigere Buecher und Zeitschriften.....
Antworten


Thierry Follonier

22.08.2011, 01:55 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Das ist nur der Anfang, Preise kommen runter. und bald wird es soweit kommen, dass in der Schweiz die Loehne runter kommen werden. Wie hier in den USA, da kriegt man eine Putzfrau fuer $10.00 die Stunde, einen Gaertner 4x im Monat fuer $80.00 und 1kg Filet Mignon fuer $28.00. Antworten


Marc Tschudin

22.08.2011, 01:44 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Die Migros verkauft Calgon Gel in der 2 L Flasche für CHF 29.90. Im Kaufhof (D) kostet die gleiche 2 L Flasche Euro 8.90. Holt man sich die D MwSt. zruück bezahlt man selbst bei einem Eurokurs von CHF 1.35 in der Schweiz immer noch 3 x mehr für das gleiche Produkt. Die Lohnkosten für den Arbeitgeber sind in der CH nur geringfügig höher als in D. Hört endlich auf mit dem Märchen vom starken Franken Antworten


Peter Müller

22.08.2011, 12:01 Uhr
Melden 2 Empfehlung

@Meier/Tschudin: Nicht der Franken ist stark sondern der Euro ist schwach.
Aber wir haben auch schon zu viel für Importware bezahlt als der Euro noch auf 1.50 war. Bloss hat es damals die breite Masse noch nicht gemerkt und deshalb hat es Coop und Migros in ihrem gemütlichen Duopol auch nicht interessiert.


Hans Meier

22.08.2011, 11:12 Uhr
Melden

@ Tschudin: Der starke Franken ist Fakt und nicht ein Märchen! Die Konsumenten-Abzocke geht (leider) nach wie vor weiter...


Üelu Schlüchter

22.08.2011, 01:06 Uhr
Melden 15 Empfehlung

Herr Bolliger, ein M mehr heisst auch ein Mitarbeiter mehr. Schalten Sie weniger Werbung, für dieses Geld können Sie noch so manches Produkt dauerhaft senken. Das ist Werbung 1:1. Und der Werbespot mit dem pfeifenden Murmeltier ist ein französischer Flop. Vielleicht sollten Sie über eine Reduktion der Produktpalette nachdenken. Warum verkaufen Sie keine Vanilleglace Stengel mit weisser Schokolade? Antworten


eugen bissegger

21.08.2011, 22:39 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Sehr einfältig, wie gewirtschaftet wird. Wenn die Gewinnmaximierung nicht mehr funktioniert, wird Personal entlassen. Ein saudummes Zukunftsmodell. Schafft doch die Menschen ab und füttert die Roboter mit Co2, Roundup, E10-Sprit und anderweitigem Sondermüll. Antworten


Susanne Moor

21.08.2011, 22:25 Uhr
Melden

Ein Stellenabbau war doch absehbar und wurde von den Verfechtern des Deutschlandtourismus um Lebensmittel einzukaufen seit Wochen als Gefahren-Argument hervorgetan. Geiz ist geil hat seine Konsequenz! Also, niemand darf sich ddarüber aufregen, falls er auch ein Fremdgänger gewesen ist. Antworten


Sibylle Weiss

21.08.2011, 20:01 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Einerseits kann man der Frankenstärke die "Schuld" geben aber andererseits verharren die Löhne 8mit wenigen ausnahmen natürlich) auf einem tiefen Niveau, währenddem die Preise immer gleich hoch bleiben; auf Dauer konnte dies ja nicht gut gehen, war vorauszusehen! Noch mehr Arbeitslose durch Entlassungen zu produzieren, ob das alleine das Problem löst, sei dahingestellt.... Antworten


Marco Affolter

21.08.2011, 17:31 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Ja klar. Jetzt mal wieder auf die Tränendrüse drücken. Bei mir bewirkt dieser PR-Schrott aber das Gegenteil. Ich fahre noch konsequenter nach Konstanz. He, ich wäre bereit in der Schweiz 50% mehr zu bezahlen als in Deutschland. Aber nicht 100 oder gar 300% meine Herren;-). Antworten


Ursula Jungo

21.08.2011, 16:57 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Wir sind gezwungen jeweils von Migros,zu Coop und Denner zu gehen und die Preise vergleichen!Dann kaufen wir keine Markenprodukte!Etwas anderes bleibt uns nicht übrig,wollen wir überleben!Denner ist bei uns an erster Stelle für Esswaren!M-Electronc ebenfalls,dort findet man immer etwas sehr gutes und günstiges! Antworten


lionel scheffer

22.08.2011, 10:49 Uhr
Melden

Üelu Schlüchter: ich nehme an, sie meinen einen aldisüd, wie z.b. den in grenzach grad nach dem zoll.


Üelu Schlüchter

22.08.2011, 00:46 Uhr
Melden 11 Empfehlung

Ich hoffe, dass Sie bald einen Aldi in der Nähe haben. Die Lebensmittelpreise und auch die Qualität sind top. Und was ein grosser Vorteil ist, die Preise sind dauerhaft tief, nicht nur bei Aktionen. Da Sie auch Zugriff auf das Internet haben, würde ich bei Elektronik-Produkten die Internetanbieter (z.B. digitec oder steg-computer) nicht vergessen.


Hansueli Zürcher

21.08.2011, 16:48 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Da stellt sich die Frage, ist die Lage ausser Kontrolle geraten. Wenn man über einen Zeithorizont von einem halben Jahr (Weihnachtsverkauf) denkt, so lautet die Interpretation doch so: Keine Stärkung des Euros in Sicht! Alle Massnahmen der SNB verpuffen wirkungslos. Politiker.Banker und Manager bjetzt hilft nur noch die Wahrheit und verschiebt die Wahlen um ein Jahr! Antworten


Rinalto Rinaltini

21.08.2011, 16:29 Uhr
Melden 48 Empfehlung

Nun da sehen wir`s mal wieder, wird in den oberen Etagen zu spät reagiert. Die Preise senken = weniger gewinn = Personal raus. Warten und danach wieder ein wenig Billiger anstellen. Schuld ist die Währung so den Konsumenten einreden, wir sind ja die so Soziale Migros. Am ende geht’s auch in Migros um Boni. Da kann man schnell ein paar Indianer verheizten Antworten


Frank Meister

21.08.2011, 23:24 Uhr
Melden

Was für Unterstellungen ! Als ob der Einkaustourismus auf die Detailhändler keine Auswirkungen hätten. Man kann nicht den Fünfer (sprich billig im Ausland einkaufen) und Weggli (sprich den Job behalten) haben


Markus Baumgartner

21.08.2011, 15:27 Uhr
Melden 97 Empfehlung

Die Migros -Fernsehwerbung ( 30 Sekunden) entspricht einem Jahressalär einer Angestellten in der Migros.
Früher hat Duttweiler mit dem Verkauf von Artikel und Leistung geworben und heute .....???
Heute bezahlen wir diesen Werbeschrott dem Schweizerfernsehen, damit die nicht auch noch die Tore schliessen.
Antworten


Peter Staub

22.08.2011, 08:53 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Früher hat Duttweiler mit dem Verkauf von Artikel und Leistung geworben und heute .....??? Habe schon des öfteren darauf hingewiesen das sich Dutti wie eine Windmühle in seinen Grab drehen muss wenn er sähe was aus seiner ursprünglich guten Idee geworden ist.Wir onsumenten sollten die Migros einfach boykottieren, aber das geht nicht mehr weil es ausser den Grossverteilern nichts mehr gibt!


Remo Schnellmann

22.08.2011, 07:12 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Topkommentar Herr Baumgartner. Nur gibts auch hier massenhaft Leute, die meinen, der starke Franken sei schuld. Die werden immer weiter träumen und sowas finden. Die denken wahrscheinlich, dass die Werbung gratis ist.


walter bossert

21.08.2011, 14:24 Uhr
Melden 75 Empfehlung

Migros hätte sicher noch viele andere Sparmöglichkeiten als beim Personal.Die auf jedem Schritt und tritt vorhandene Werbung, welche sicher auch noch sehr teuer ist,ödet mich richtig an, stellt sie doch die Kundschaft oft ziemlich infantil dar!Der ganze Kumulus und Döggeli/bildli-Schrot nervt Kundschaft und Personal ganz enorm und wäre in tieferen Preisen besser angelegt.Sponsoring ist eher fragl Antworten


Britta Z.

22.08.2011, 07:24 Uhr
Melden 1 Empfehlung

....und Herr Bolliger,
wann streichen Sie Ihre Stelle endlich?
Wäre sicher auch ein Kostenfaktor.


Anton Keller

21.08.2011, 14:06 Uhr
Melden

Schweizer können in Deutschland viele Migrosprodukte viel billiger kaufen und unterstützen so die Schweizer Wirtschaft und das eigene Portemonnaie. Antworten


Karl Baumann

21.08.2011, 13:21 Uhr
Melden 119 Empfehlung

Würde sich die Migros wieder auf Duttis Grundsätze besinnen, müsste sie keine Mitarbeiter entlassen. Klare Nettopreise, keine Aktionitis, keine Cumuluspunkte und keine Murmeln, Spielkarten und sonstigen Unsinn. Auch müssen die Filialen nicht alle paar Jahre für Millionen umgebaut werden. Braucht es alles nicht. Manager werden wohl auch keine entlassen.... Antworten


Max Meier

21.08.2011, 13:02 Uhr
Melden 26 Empfehlung

Grosser Katzenjammer: Leute welche nach Deutschland gehen und dort einkaufen, sidn die Sargnägel der Schweizer Wirttschaft. Dann noch den Job und das Gehalt in der Schweiz beziehen - könnt Ihr alle nicht rechnen? Dies geht weiter so, bis der letzte Sargnagel eingeschlagen wurde. Zu Migros: Gewinne einsacken ja, Krise ausstehen nein - ist die Duttweiler Philosophie? Antworten


Hans Meier

22.08.2011, 08:04 Uhr
Melden 2 Empfehlung

@ Max Meier: Wenn CH-Konsumenten mit überhöhten CH-Preisen für importierte und somit nicht in der CH hergestellten Waren abgezockt werden ist die Welt für Sie in Ordnung? Bekennen Sie somit Farbe Sie sind offenbar selbst an dieser Abzockerei beteiligt, die Sicht eines Konsumenten vertreten Sie auf keinen Fall. Die Währungsgewinne gehören nicht den Herstellern und Importeuren, sondern dem Konsument


Peter Müller

21.08.2011, 16:56 Uhr
Melden 21 Empfehlung

@Kohler: Richtig, Duttweiler ist tot. Seine Philosophie könnten wir aber wieder aufleben lassen. Die Migros gehört immer noch den Genossenschaftern, d.h. einem Grossteil der CH-Bevölkerung und nicht dem Management!
Es wäre an der Zeit, dass die Genossenschafter sich ihrer Macht bewusst werden und das Management zur Rückkehr zu einer konsumentenfreundlichen Geschäftspolitik zwingen.


Hans Kohler

21.08.2011, 15:55 Uhr
Melden 15 Empfehlung

Duttweiler ist tot; genauso wie seine "Philosophie". Profit(-gier) regiert die Welt. Weil die Manager keinen andere Ziele haben, wird eben mit den Mitarbeitern als Kostenfaktor rangiert. Wir haben es so gewollt, und so haben wir es bekommen: Weil wir egoistisch denken und wählen; ohne über Konsequenzen nachzudenken.


Peter Waldner

21.08.2011, 12:38 Uhr
Melden 19 Empfehlung

Die Migros zahlt bekanntlich ihren Mitarbeitern an den Kassen und in den Läden exorbitant hohe Löhne. Das Sparpotenzial wird riesig sein! Ob die obersten Bosse nicht vielleicht auch mal ihren Einkäufern den Marsch blasen sollten, die es so lange verschlafen haben, den ausländischen Produzenten und Importeuren Dampf zu machen? Zweck der Migros ist einzig der billigste Preis und gute Qualität! Antworten


pit almeida

21.08.2011, 19:17 Uhr
Melden 10 Empfehlung

dass die migros ihren mitarbeitern "exorbitant" hohe löhne bezahlt, ist wohl ironisch gemeint. dass sich bolliger ein ospel-gehalt auszahlen lässt, ist wohl eher richtig.


Regina Beritz

21.08.2011, 12:28 Uhr
Melden 3 Empfehlung

@ karl klingler: ich gehe davon aus, dass ich sie nie im coop oder in der migros antreffe, sondern nur im bio-hofladen. sie sind ja nicht teil des marktes und kaufen nie günstig ein. Antworten


Roland Roos

21.08.2011, 12:09 Uhr
Melden 17 Empfehlung

Bravo Herr Hurni, sie haben Nagel auf den Kopf getroffen. Würde ALDI, LIDL oder ev. auch Denner so reagieren dann würde dieses Verhalten scharf kritisiert und den Discountern sehr negativ angelastet. Aber Migros nimmt sich das recht heraus. Moigros hat aber noch nie publiziert, dass sie mit CH-Löhnen auch für Deutsche Firmen produzieren. Gehen wir doch mal in den DM und kaufen Balea Produkte !!!!! Antworten


Ronnie König

21.08.2011, 11:28 Uhr
Melden 34 Empfehlung

Bei uns findet die Revolution an der Kasse statt, resp. Konsumverweigerung. Wenn das die Bosse nicht verstehen, weis ich auch nicht was zu tun ist. Antworten


Estermann Hannes

21.08.2011, 11:15 Uhr
Melden 20 Empfehlung

Die Reaktion überrascht mich nicht,weniger verständlich ist mir die pauschale 10 % Fluktationsrate beim Migros , denn i.d. Umgebung Nordwestschweiz liegt sie viel höher ! Das aendert nichts an der Situation,das bis vor kurzem die Migros/Schweiz ebenfalls hochkant und
genüsslich v.d.Währungunterschieden profitierte.
Die meisten Kunden glaubten ja fast alles-oder war das einmal ?
Antworten


walter bossert

21.08.2011, 11:01 Uhr
Melden 23 Empfehlung

Sieht ganz nach Migros war einmal, aus. Antworten


Philippe Hurni

21.08.2011, 10:54 Uhr
Melden 97 Empfehlung

Typisch Schweizermentalität jahrelang abzocken und fette Gewinne einfahren und die Angestellten an der kurzen Leine halten. Läuft es einmal nicht mehr so Gut mit den Abzockergeschäften sofort dem Personal drohen und möglichst schnell Personal auf die Strasse stellen. Die ganze Geschäftsmentalität in der Schweiz funktioniert auf die gleiche Art, ob Chemie, Einzelhandel oder KMU's! Antworten


Tom Dubach

22.08.2011, 09:16 Uhr
Melden

Schweizer Mentalität? Kaum! Dieses Verhalten ist wohl auf der ganzen Welt so. In China wird der Fabrikbesitzer bewundert, welcher 500 Mitarbeiter auf die Strasse stellt um gleich seinen neuen Mercedes in Empfang zu nehmen. Dass Firmen Personal auf- und abbauen müssen ist klar, aber hier hat die Führung deutlich versagt. Die Preise (für ausl. Güter) hätten längst schon mehr reduziert werden sollen.


Hans Meier

22.08.2011, 07:57 Uhr
Melden

@ Hurni: Gem. Ihrem Kommentar müsste dann im Umkehrschluss im Ausland ALLES "zum guten sein". Sie würden wohl sogar noch mehr Personal einstellen bei sinkendem Umsatz und somit eine Firma "an die Wand fahren"!


Karl Klingler

21.08.2011, 11:51 Uhr
Melden 54 Empfehlung

Das hat nicht viel mit "Schweizermentalität" zu tun. Was Sie meinen heisst Kapitalismus und den gibt's (fast) auf der ganzen Welt. Überall werden Leute auf die Strasse gestellt, wenn das Geschäft nicht mehr läuft. Überall bereichern sich die Abzocker und überlassen, wenns nicht gut läuft, die Sozialkosten dem Staat.


d. p. gretler

21.08.2011, 10:19 Uhr
Melden 59 Empfehlung

aber hallo - in den chef/etagen wird scheinbar nicht abgebaut - ist doch klar - zuerst werden grenzgänger gesucht und eingestellt und dann - wenn der gewinn kleiner wird - die schweizer entlassen - ich habe mich schon vor wochen bei migros in der adressliste löschen lassen - es gibt andere einkaufsmöglichkeit - und dort bin ich immer willkommen. Antworten


Philippe Hurni

21.08.2011, 11:02 Uhr
Melden 76 Empfehlung

Genau bei den Chefetagen sollte schon lange Stellen abgebaut werden, die Angestellten finanzieren nämlich diese uneffizienten Wasserköpfe. Dieser Misstand trifft auf 80% der Schweizer Firmen zu und zwar in allen Branchen inkl. dem Staat und Krankenkassen. Zuviele nutzlose Häuptlinge mit schönem Kopfschmuck in den Teppichetagen und zuwenig Indianer an der Front resp. Betrieben.


Marcelle O'Palle

21.08.2011, 09:37 Uhr
Melden

Genau mit solchen Schritten wird die Migros keine Kunden zurück gewinnen. Die Preisanpassungen häte die Migros schon lange vollziehen müssen und somit den Kosnumenten entsprechend binden können. Das verschiedene Konzerne die Währungsgewinne nicht weitergeben bzw. gegeben haben, erachte ich weiterhin als kleine Lüge. Soll die Migros doch entsprechende Dokumente veröffentlichen. Antworten


Tom Dubach

22.08.2011, 09:12 Uhr
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Ich denke die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Einige Hersteller, wahrscheinlich eher kleinere, hätten schon vor Monaten die Preise reduziert; die Produkte im Regal blieben aber gleich teuer. Andere fakturieren in Euro und dort sollte eine Senkung sofort erfolgen. Bei den Grossen glaube ich, dass die nur mühsam zum überzeugen sind. Da denke ich an Beiersdorf, Unilever, P+G, L'Oreal etc.


Markus Baumgartner

21.08.2011, 09:18 Uhr
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Dieser Schritt war ja voraus zu sehen. Die Filialen,die um die -8 % im Minus stehen sind alleinige Schuld der Migros-Führung und nicht die, der Filialleiter.
Um der verlogenen Begründung Rechnung zutragen, solle man erst recht im grenznahen Ausland einkaufen.
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urs müller

21.08.2011, 20:42 Uhr
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würden sie das gleiche sagen wenn sie in einer solchen filiale arbeiten würden?
mit hirn bestimmt nicht.



Wirtschaft

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