Wirtschaft
Millionenverlust statt Gewinn bei BKW
Aktualisiert am 24.01.2012 23 Kommentare
Artikel zum Thema
- BKW kauft zwei Windkraftwerke in Deutschland
- BKW baut weitere 200 Stellen ab
- Das AKW Mühleberg wird zum Fass ohne Boden
- Stellenabbau bei der Axpo
Stichworte
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Der Energiekonzern BKW wird für 2011 statt dem erwarteten Gewinn von rund 100 Millionen Franken einen Verlust von 150 Millionen Franken ausweisen. Grund dafür sind Wertberichtigungen und Rückstellungen von insgesamt 300 Millionen Franken.
Nach Berücksichtigung der Steuereffekte verringert sich der bisher erwartete Reingewinn dadurch um rund 250 Millionen Franken, wie BKW heute mitteilte.
Umfeld auf dem Energiemarkt verändert
Das Umfeld und die Rahmenbedingungen auf dem Energiemarkt hätten sich nachhaltig verändert, begründet der bernische Energiekonzern die Korrektur. Die Ertragssituation werde sich vor allem bei den fossil-thermischen Kraftwerken verschlechtern.
BKW ist konkret an zwei Gaskombikraftwerken in Italien (Livorno Ferraris und Tamarete) sowie an einem Kohlekraftwerk in Deutschland (Wilhelmshaven) als Minderheitspartner beteiligt. Die Realisierung des Kraftwerkes in Wilhelmshaven erfolge zeitlich verzögert und werde höhere Baukosten aufweisen als bisher angenommen.
Der produzierte Strom aus diesen drei Kraftwerken wird von BKW zu Gestehungskosten übernommen. Gemäss Einschätzung der BKW- Unternehmensführung würden diese selbst zu tragenden Kosten nun künftig über den erzielbaren Marktpreisen liegen, was die Berichtigungen und Rückstellungen notwendig mache.
Schweizer Kraftwerke nicht tangiert
Die Werthaltigkeit der Buchwerte für das Kernkraftwerk Mühleberg, die übrigen Kernkraftwerksbeteiligungen, die Wasser- und Windkraftwerke sowie die übrigen Anlagen im Bereich der erneuerbaren Energien in der Schweiz seien - aus derzeitiger Sicht - gewährleistet.
Konkrete Ergebnisse zum Geschäftsjahr 2011 will die BKW im Rahmen der Vorausinformation zum Jahresergebnis am 23. Februar bekannt geben. Bereits Ende Jahr hat das Unternehmen angekündigt, insgesamt rund 250 Stellen abzubauen.
(kle/sda)
Erstellt: 24.01.2012, 07:28 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
23 Kommentare
Bravo! Nach dem Beschluss des Atomausstiegs fliesst jetzt das Geld direkt in ausländiesche Projekte. Die Schweiz verliert Arbeitsplätze und wird zudem sehr abhängig vom Ausland, weil der Strom von dort jederzeit abgestellt werden kann. Eine denkbar schlechte Verhandlungsbasis bei zukünftigen Diskussionen mit der EU... Antworten
Gott straft sofort - eine Ohrfeige für unsere rot-grüne Regierung - die schwarze Null im Budget wird ins Wanken kommen, wenn solche Hiobsbotschaften eintreffen - das schafft auch Klarheit, warum die Regierung die angenommene Senkung der Motorfahrzeugsteuer möglichst weit von sich stösst und alle Ausreden ins Feld führt, um das Datum der neuen Abstimmung (wenn überhaupt nötig) hinausschieben will! Antworten
Wirtschaft
- 20:38Novartis-Präsident Vasella kritisiert die Einwanderungspolitik
- 16:29Swisscom-Chef: «Den Meisten sind Roaming-Gebühren egal»
- 13:17So günstig zum Eigenheim wie nie
- 22:09Bund prüft Abschottung des Schweizer Kapitalmarkts
- 12:15Das sind die demokratischsten Firmen der Schweiz
- 10:16UBS verliert bis zu 30 Millionen Dollar bei Facebook-Börsengang
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!


Bitte warten

