Wirtschaft

«Mister Davidoff» Ernst Schneider in Basel 88-jährig gestorben

Ernst Schneider, früherer Präsident und Verwaltungsratsdelegierter der Oettinger Davidoff Group, ist tot. Schneider baute den Basler Familienbetrieb zu einem in 120 Ländern tätigen Zigarren- und Luxusgüterunternehmen aus.

Einflussreiche Basler unter sich: Ernst Schneider mit Turniersieger Roger Federer an den Davidoff Swiss Indoors vom Oktober 2006.

Einflussreiche Basler unter sich: Ernst Schneider mit Turniersieger Roger Federer an den Davidoff Swiss Indoors vom Oktober 2006.
Bild: Keystone

Nach Firmenangaben vom Donnerstag starb er am Dienstag in Basel im Alter von 88 Jahren. Er blieb bis zu seinem Tod Mitglied des Verwaltungsrates, dessen Präsidium er 2006 jedoch abgab. In das Tabakgrosshandelsunternehmen Max Oettinger AG trat Schneider 1948 ein. 1961 übernahm er die Geschäftsführung der Firma, die seinem Schwiegervater gehörte.

Für vier Millionen Franken kaufte Schneider 1970 von Zino Davidoff die Luxuszigarrenmarke Davidoff. Die Marke umfasst inzwischen nicht nur Tabakwaren, sondern auch Kosmetikartikel, Kleinlederwaren, Schreibgeräte und Accessoires. 2008 erwirtschaftete die Oettinger Davidoff Group mit weltweit 3700 Mitarbeitenden einen Umsatz von 1,3 Mrd. Franken.

Schneider engagierte sich auch als Sponsor von Kultur- und Sportanlässen. Seit 1994 ist Davidoff Titelsponsor des weltweit drittgrössten Tennishallenturniers, der Swiss Indoors in Basel. (sam/sda/)

Erstellt: 15.10.2009, 15:40 Uhr

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