Wirtschaft
Mit M-Budget durch die Krise
Von David Vonplon. Aktualisiert am 09.10.2009
«Die Kultmarke erlebt einen neuen Höhepunkt»: Migros baut M-Budet-Linie aus. (Bild: Keystone)
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Anfang Jahr kündigte die Migros an, sie werde das Sortiment der Discount-Linie M-Budget zusammenstreichen. Doch der Abbau der Billig-Linie fand nie statt: Die Produktpalette der grün-weissen Kultmarke wurde stetig ausgebaut und zählt heute 770 Produkte – das ist Rekord seit der Einführung von M-Budget im Jahr 1996. Migros-Sprecher Urs Peter Naef bestätigt auf Anfrage eine entsprechende Meldung des Wirtschaftsportals Cash.ch.
Ursprünglich wollte sich Migros künftig nur noch auf ein Sortiment von 400 bis 500 Artikeln konzentrieren. Zugleich wollte der Grossverteiler in der Werbung stark auf die Bremse treten: Weder sollten einzelne M-Budget-Produkte mehr beworben, noch Image-Kampagnen geschaltet werden; die M-Budget-Partys wurden abgeschafft und die Kooperation mit Mobility aufgekündigt.
Mit M-Budget gegen die ausländischen Harddiscounter
Nun hat sich die Nummer 1 im Detailhandel doch für ein starkes Engagement bei der Discount-Linie entschieden: «M-Budget ist für uns ein wichtiges Instrument, um den Harddiscountern Aldi und Lidl entgegenzutreten», sagt Urs Peter Naef, Sprecher der Migros auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Konkurrent Aldi hat ca. 1000 Produkte im Angebot – da will die Migros mit einem ähnlich grossen Sortiment im Tiefstpreissegment dagegenhalten. Auch dass die Konsumenten die Wirtschaftskrise immer mehr im Portemonnaie zu spüren bekommen würden, spricht laut Naef für ein starkes Engagement bei der M-Budget-Linie.
Kultmarke steigert Umsatz markant
Die Migros setzt mit der M-Budget-Linie 770 Millionen Franken im Jahr um. Sprecher Naef spricht von einer Umsatzsteigerung von 6 bis 10 Prozent im laufenden Jahr. Nach Angaben von Cash.ch setzt Konkurrent Coop mit seinen rund 600 Prix-Garantie-Artikeln um die 600 Millionen Franken um. Der Basler Grossverteiler hält sich heute bedeckt, ob auch er einen Ausbau der Billig-Linie plant. Er will seine geplanten Aktivitäten nicht kommunizieren. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 09.10.2009, 11:01 Uhr
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