Wirtschaft
«Mitleid kann so wehtun wie Prügel»
Von Erika Burri. Aktualisiert am 06.04.2010 51 Kommentare
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Die Schweizer UBS-Angestellten schwiegen damals, als noch Marcel Ospel die Geschicke der Bank leitete und das Investmentbanking pushte. Und sie schweigen heute. Niemand spricht über die Kämpfe, die in der Bank ausgetragen wurden, nachdem die UBS (UBSN 12.73 -2.75%) 2008 den Abbau von 3000 Stellen angekündigt hatte. Kein Wort darüber, wie erboste Kunden ihre Wut über die gescheiterte Bank – bei der Auflösung ihrer Konten – bei den Kundenberatern abliessen.
Nur wenig dringt an die Öffentlichkeit, obwohl es unzufriedene Mitarbeiter gibt. Sie tönen an, dass es in der UBS zeitweise brodelte. Doch Konkretes wollen sie gegenüber den Medien nicht sagen. Nicht einmal anonym. Sie verweisen auf Elli Planta, Präsidentin der Arbeitnehmervertretung der UBS in der Schweiz.
Planta gleicht einer Löwin mit Beschützerinstinkt. Jedes Wort wägt sie ab, wenn sie stellvertretend für die knapp 20'000 Schweizer UBS-Angestellten spricht.
Sie sind die Stimme der UBS-Arbeitnehmer. Was brennt Ihnen auf der Zunge?
Vieles, über das ich in der Öffentlichkeit aber nicht sprechen will.
Und was wollen Sie öffentlich sagen?
Es macht uns UBS-Mitarbeitenden zu schaffen, dass wir seit fast zwei Jahren am Pranger stehen. Wir müssen viel einstecken, stellvertretend für die ganze Finanzbranche.
Wer prügelt denn auf die Mitarbeitenden ein?
Zum Beispiel die Medien. Ich habe euch Journalisten im Verdacht, dass ihr nur das schreiben wollt, was spektakulär daherkommt. Ihr prügelt uns, aber weil das inzwischen langweilig ist, wollt ihr uns jetzt bemitleiden.
Ein bisschen Mitleid tut den gebeutelten Mitarbeitenden sicher gut.
Für solche, die wie wir von einem hohen Sockel gefallen sind, kann Mitleid fast so wehtun wie Prügel.
Was wollen Sie denn?
Ein bisschen mehr Sachlichkeit. Aber ich weiss, wie schwer das ist, wenn man emotional aufgeladen ist. Und das sind wir inzwischen ja alle. Ich denke, wir leiden alle darunter, wie der Schweizer Finanzplatz im Moment zerfleischt wird und sich selbst zerfleischt.
Aber haben denn Banker kein Mitleid nötig?
Die Frage ist sachlich falsch: Die Mehrheit der Leute in der UBS sind gar keine Banker. Die meisten arbeiten in unterstützenden Funktionen, als Informatiker, im Back- und Middle-Office, im Marketing oder im Personalwesen. Sie alle haben für etwas zu büssen, was ein paar «Bankster» (eine Kombination von Banker und Gangster) vermasselt haben.
Und die andern haben gar nichts mit dem Schlamassel zu tun?
Ja und nein. Ich habe bei einer internen Veranstaltung einmal gesagt, dass auch wir Mitarbeitende mitschuldig seien, weil zu viele von uns geschwiegen hätten, obwohl wir längst ein ungutes Gefühl hatten. Das ist gar nicht gut angekommen.
Haben auch Sie geschwiegen?
Meine Funktion ist es, aus Sicht der kleinen Angestellten auf Missstände hinzuweisen, zu kritisieren, zu warnen. Das habe ich getan. Die Veramerikanisierung unserer Bank war ein ständiger Reibungspunkt. Die jährlichen Salärverhandlungen waren die Plattform, auf der wir die Lohnpolitik und die Bonuspraxis regelmässig kritisiert haben. In den letzten zwei Jahren haben wir eine Umkehr für die Schweiz gefordert. Und nun fliegt uns die Boni-Debatte, wie befürchtet, einmal mehr um die Ohren.
Was genau haben Sie an der Bonuspraxis kritisiert?
Dass die Zuteilung des Bonus für die normalen Mitarbeitenden nie wirklich transparent und nachvollziehbar war.
Wieso haben die Schweizer UBS-Mitarbeitenden geschwiegen?
Die Mehrheit der Mitarbeiter schweigt überall – nicht nur in der UBS. Wehren Sie sich, wenn Ihnen etwas nicht passt? Sie schweigen doch sicherlich auch innerhalb Ihres Unternehmens.
Woher wollen Sie das wissen?
Es ist eine Zumutung, von Leuten zu verlangen, dass sie sich ständig exponieren und damit etwas riskieren. Es ist auch nicht die Aufgabe jedes Einzelnen, sich ständig «aus dem Fenster zu lehnen». Um Missstände zu kritisieren, gibt es eine Arbeitnehmervertretung.
Nur hat man lange nicht auf Sie gehört.
Dem ist so. Arbeitnehmervertretungen werden leider oft eher als Gefahr wahrgenommen statt als internes, institutionalisiertes Risikomanagement. Der Dialog zwischen Management und Arbeitnehmervertretungen ist immer eher schwierig.
Weshalb?
Weil das Management davon ausgeht, dass die Leute, die nichts sagen, die Meinung des Managements teilen. «Wen vertrittst du eigentlich?», werde ich oft gefragt. «Die, die sich an euch wenden, sind doch sowieso nur die ewig Unzufriedenen.» Ich kann dem nichts entgegenhalten. Das ist frustrierend. Die grösste Gegnerschaft erwächst oft aus der schweigenden Mehrheit.
Sie sagen, Sie können von den Leuten nicht verlangen, dass sie Missstände anprangern. Und gleichzeitig beklagen Sie sich selbst über die schweigende Mehrheit.
Sie haben Recht, das ist ein Widerspruch. Aber so läuft es. Mut verteilt der liebe Gott offenbar nur in kleinsten Dosen. Innerhalb der UBS haben wir das Problem aber angepackt und Mitwirkungsformen geschaffen, mittels deren sich die Mitarbeiter zukünftig besser einbringen können. Und das Management hat da auch mitgemacht.
Im Januar hat UBS-Chef Oswald Grübel einen neuen Verhaltens- und Ethikkodex vorgestellt. Was erhoffen Sie sich davon?
Die allermeisten UBS-Angestellten in der Schweiz haben schon immer nach diesen Regeln gehandelt. Wie wir den neuen Kodex nun umsetzen, ist eine Frage der Unternehmenskultur. Wir müssen ein Klima schaffen, das Mut und Ermutigung fördert.
Warum sind die UBS-Mitarbeiter eigentlich so loyal? Selbst Unzufriedene geben nicht einmal anonym Auskunft über das Arbeitsklima.
Die Mehrheit der Mitarbeitenden ist davon überzeugt, dass wir Produkte und eine Infrastruktur haben, die wir ausserhalb der UBS nicht finden würden. Viel wichtiger aber ist: Loyalität ist ein Wert, der in unserem genetischen Code verankert ist. In der Finanzkrise ging es um Leben und Tod für die Bank. Allein in der Schweiz wurden über 3000 Stellen abgebaut. Das ist ein ungeheurer Druck für die, die es trifft, und auch für die «Hinterbliebenen». Bis jetzt haben die Mitarbeitenden aber das Gesicht gegen aussen immer gewahrt. Sie sind, zusammen mit den Kunden, die uns treu geblieben sind, die Helden des UBS-Dramas.
Haben Sie nie einen Streik erwogen?
Keine Sekunde. Wir haben trotz aller Schwierigkeiten einen so guten Ruf, weil wir ein erfahrenes, unbestechliches, diskretes und eben loyales Bankpersonal haben. Unser politisches System und die Sozialpartnerschaft, die Teil davon ist, haben eine Stabilität und eine Qualität hervorgebracht, um die wir beneidet werden – und auf die wir stolz sein dürfen.
Das alte Management hat aber viel Vertrauen verspielt – bei Kunden und Mitarbeitern. Wie kann die neue Führung dieses zurückgewinnen?
Die Konzernleitung betont: Vertrauen erlangen wir nur zurück, wenn wir wieder schwarze Zahlen schreiben. Ich halte da dagegen.
Weshalb?
Vertrauen ist eine emotionale Sache.
Wie müsste die UBS mit den negativen Emotionen umgehen?
Man müsste sie erst einmal wahr- und dann ernst nehmen. Das hat mit Respekt zu tun. Wir neigen dazu zu sagen: Was du fühlst, ist falsch. Die UBS zeigt für die zornige Öffentlichkeit, aber auch für den Zorn der Mitarbeitenden, meiner Meinung nach etwas zu wenig Verständnis. Unsere Geschäftsleitung hat sich zwar in einer Art Entschuldigung versucht. Aber ich glaube, man erwartet ein Reuebekenntnis nicht nur von uns, sondern von der ganzen Finanzbranche.
Wie sähe so ein Reuebekenntnis aus?
Ich will nicht von Demut reden, also einer Kombination von Bescheidenheit, Selbstverständnis und Gewissheit. Denn wer könnte eine solche Haltung heute glaubwürdig verkörpern? Ich weiss es nicht. Es ist ein klassisches Dilemma: Zeigen wir Stärke, wirken wir arrogant, zeigen wir Schwäche, will man erst recht nichts mit uns zu tun haben. Nicht nur die UBS kann es im Moment niemandem recht machen, auch der Finanzplatz Schweiz kann das nicht.
Sie geben im Juli das Präsidium der Arbeitnehmervertretung ab. Gehen Sie, weil Sie frustriert sind?
Keineswegs. Vor allem die letzten beiden Jahre in der Arbeitnehmervertretung waren spannend, weil wir inzwischen ein Player sind, an dem unser Management nicht mehr vorbeikommt. Auf diese Weise konnten wir viele Dinge durchsetzen, die ohne Krise nicht möglich gewesen wären. Nein, ich bin nicht frustriert, aber meine Zeit ist um.
«Danach verschwinde ich», steht auf dem Pin, den sie tragen. Wohin?
Das wird sich weisen. Das Button-Tragen habe ich Madeleine Albright abgeguckt. Sie hat ein Buch geschrieben: «Read my Pin» – «Lies meinen Pin». Ich habe übrigens noch einen anderen mit der Aufschrift: «Miss Erfolg».
(Tages-Anzeiger)
Erstellt: 06.04.2010, 04:00 Uhr
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51 Kommentare
Herr Hans Meier, Sie haben völlig recht! Ingenieure haben richtig hart studiert. Wie das auch Physiker, Mathematiker, Biologen und andere Naturwissenschaflter tun. Frustrierend nun zu erfahren, dass vor allem diese Leute ihre intellektuellen Fähigkeiten für die Kreation von ABS, MBS, CLOs, CBOs und andere äusserst komplexe und für die Realwirtschaft ofmals nutzlosePapiere verwendeten. Antworten
Ich habe einen ähnlichen Bericht von Frau Planta in unser internen Magazin gelesen und muss sagen, dass sie sich teilweise überhaupt nicht kritisch gegen die Handlungsweise des Top Management (Top bezieht sich lediglich auf das Salär) äussert. Nach dem Lesen dieses Beitrags empfinde ich wieder das gleiche - ich bin ein stückweit enttäuscht. Antworten
Die UBS ist auch nicht konsequent. Da lassen sie diesen unsäglichen "Jeder-macht-mal-Fehler"-Werbeclip vom Stapel und geloben Besserung, aber nach 2..3 Monaten foutieren sie sich schon wieder wie gehabt. Die UBS hat ein ganz anderes Problem als schmerzendes Mitleid. Antworten
Vor fünfzig Jahren hat mir ein Banker gesagt : " Verteile Dein Geld,solange Deine Hände noch warm sind ! " Und verehrte Manager, wie wär's ? Bringt das Geld zurück, dort wo es hingehört ! Auch ich kaufte UBS Aktien nur um die Decharge zu vereiteln. Antworten
@ Verena Buschor, 11.58 Ja, diese Frau bringt es auf den Punkt, wo bleibt die Zivilcourage ! Wenn das Unverstaendnis des Volkes bei den Managern nicht ankommt, dann nuetzt vielleicht der Spiegel des eigenen Personals. Die Schuld den Medien zuschieben toent wie die Glocken Rom's. Antworten
ich habe selbst einmal über 5 jahre auf einer bank gearbeitet. besonders streng ist es nicht. besonders viel knwo how braucht es nicht (habe uni-abschluss). viel verdient man. dennoch, ganz glücklich ist man nicht. die arbeit macht nicht wirklich schön. man lügt z.b. kunden an (verspricht beste leistung u.weiss dass man nicht mehr kann als discountbanken). von daher vestehe ich das jammern Antworten
Es ist so und wird immer so sein, das "Fussvolk" löffelt die Suppe aus und Frau Planta versucht diesen die bestmögliche Unterstützung zu geben. Für die Schlaumeier die sagen dass niemand gezwungen sei bei der UBS zu arbeiten, wo findet sich eine neue Stelle, vielleicht beim RAV. Antworten
von einem Schnitt von 9100 Franken/Monat zu reden, ist lächerlich. Für solche Berechnungen dürfen keine Managerlöhne miteinbezogen werden! Ich bin UBS-Angestellte ohne 13ten Monatslohn, ohne Bonus, verdiene knapp 4800 Franken. Aufgeteilt auf 13 Monate sind das 4400 Franken auf dem Konto. Soll das etwa viel sein?! Antworten
An alle, die finden, ich sei ein "Neider": Es war u.a. mein hart erarbeitetes Geld, das die Rettung der UBS ermöglichte. Wenn man jemanden aus dem Dreck zieht, in den er sich sehenden Auges und wissenden Verstandes gefahren hat, und dieser auch danach noch das Gefühl hat, er sei hier das Beste, was der Genpool der Menschheit hervorgebracht habe, mit dem habe ich nicht mal mehr Mitleid. Antworten
An alle, die finden, ich sei ein "Neider": Es war u.a. mein hart erarbeitetes Geld, das die Rettung der UBS ermöglichte. Wenn man jemanden aus dem Dreck zieht, in den er sich sehenden Auges und wissenden Verstandes gefahren hat, und dieser auch danach noch das Gefühl hat, er sei hier das Beste, was der Genpool der Menschheit hervorgebracht habe, mit dem habe ich nicht mal mehr Mitleid. Antworten
"Für solche, die wie wir von einem hohen Sockel gefallen sind"...LOL sogar die untere Belegschaft sieht sich als etwas besseres.Da braucht man sich nicht zu wundern,wenn man dann auch strenger beäugt wird.Aber auf alle Fälle,sind die UBS-Angestellten nicht so grosse Heulsusen,wie einige Kommentar-Schreiberlinge hier...Auf alle Fälle viel Glück beim "reestablishing" der zerstörten Reputation. Antworten
9127.- Fr.! Das ist gemäss BA für Statistik der Median-Lohn in der Finanzbranche. Das entspricht dem Median aller Ingenieure, und die haben alle (hart) studiert, was man von den Bänklern wohl kaum sagen kann. Und immer noch wird gejammert was das Zeug hält. Sorry, aber das verzerrte Weltbild der Chefetage macht sich jetzt auch in den unteren Chargen breit, wenn man hier gewisse Kommentare liest. Antworten
@Franz Klammer: Sie haben dahingehend recht, dass jedermann seine Ausbildung und damit seinen Arbeitgeber auswählen kann,evtl. auch wegen finanziellem Anreiz.. An alle Neider: Die UBS war und ist noch immer eine gute Arbeitgeberin. Auch innerhalb anderen Firmen gibt es Probleme. Frau Planta hat Recht, die Medien scheinen sich neg. auf die Bank eingeschossen zu haben. Antworten
@ Jack Welti. "Sie haben keine Ahnung". Dies ist jeweils das Argument, wenn man sich geschlagen gibt, keine sachlichen Argumente mehr hat. Haben Sie Herr Welti wirklich keine Argumente?Haben Sie wie ich schon bei der UBS gearbeitet und auch schon auf dem Bau? Finden Sie nicht, man kann und darf glücklich sein, bei der UBS arbeiten zu dürfen und viel Lohn zu erhalten.Ich war und bin immer glücklick Antworten
Denke wie S. Hugentobler.Arbeit bei der UBS ist gut u.wird jetzt erst noch besser bezahlt als früher (aus der Presse entnahm ich, dass die Löhne erhöht wurden, damit die Leute bleiben). Ich mag den hohen Lohn den UBS Mitarbeitern gönnen, selbst verdiene ich ja noch besser als diese u.bin darüber auch täglich glücklich. Als Angstellter in Grossunternehmen zu schweigen u.viel zu kassieren macht Sinn Antworten
Wenn jetzt alle die so grosse Worte wie Auflehnen, Protestieren, sich nicht unterwerfen....auf das Papier schreiben dies auch tatsächlich umsetzen, hat die ALV enorm viel zu tun. Ich hatte beim Staat gearbeitet. Da ist nicht von Auflehnen, Protestieren. Da wir knallhart Loyalität verlangt sonst ist man Weg vom Fenster. Vorgesetzte kritisieren = mündliche/schriftliche Ermahnung etc. Noch Fragen? Antworten
Wieso soll man mit den UBS Mitarbeitern Mitleid haben? Schliesslich arbeiten sie in einem Unternehmen, welches teilweise kriminelle Geschäfte abwickelte, vom Staat eine gewaltige Finanzspritze erhielt und noch immer unverhältnismässige Boni an einen Teil der Belegschaft auszahlt, trotz Verlusten! Von 20'000 Mitarbeitern hätte ich schon gedacht, dass ein Teil Zivilcourage hat - aber nichts hört man Antworten
Ein sicherer Weg, das Vertrauen NICHT zurückzugewinnen ist,auf derselben Schiene weiterzufahren,was die Boni für schlechte Arbeit angeht.Vor allem,wenn Leute mit einem breiten Grinsen in den Medien auftauchen,welche grossartig verkünden,dass die Bonistrategie weitergeführt wird,selbst wenn die UBS den Bach hinunter ginge. Antworten
Wer bei dem System mitmacht und sich nicht wehrt, der ist selbst schuld. Es gibt immer einen aufrechten Weg, den man gehen kann. Aber die meisten lassen sich einlullen von den Managern und verhelfen diesen zu ihren exorbitanten Boni. Mehr noch, lassen sich gar noch erniedrigen und demütigen. Merkt ihr noch was? Antworten
Mut verteilt der liebe Gott offenbar nur in kleinsten Dosen und dem Schweizer womöglich gar nichts davon. Nur deshalb ist es möglich dass in der CH die Politiker ständig loosen können ohne richtige Konsiquenzen. Dass CEO`s ect. sich Heute noch schamlos bereichern. Die übertriebene Kleinbürger Angst in allem und überall. Dabei ist das CH Auffangsystem sogar im worst case feudal. Etwas Risiko bitte! Antworten
Frau Elli Planta sollte Gott täglich danken und froh sein bei der UBS arbeiten zu dürfen. Sie ist sich nicht bewusst, dass eine Kassierin bei der UBS viel mehr verdient als bie Migros, Coop, Denner und weniger Stress und bessere Arbeitszeiten hat. Noch härter ist die Baubranche, ab 07:00 im Dreck und noch weniger Lohn. Auf die Frage, was wollen Sie der Ö sagen: "Wir habenes gut!!!" Nicht jammern! Antworten
Wer mitmacht und sich nicht gegen dieses Unrechtssystem auflehnt hat kein Mitleid verdient. Es steht jedem Mitarbeiter frei sich diesem System zu unterwerfen und mitmachen oder sich dagegen auflehnen um etwas zu verändern. Diese Wahl steht jedem frei. Und nur wenn Hunderte unterschriften sammeln und/oder kündigen werden sich die Manager evtl. hinterfragen. Vielleicht, eines Tages, eventuell... Antworten
Es ist durchaus möglich, dass zuletzt von den Bankkunden und Schweizervolk noch Verständnis für die überrissenen und unanständigen Gehälter und Boni der "armen" Managern verlangt wird. Alle haben begriffen, dass ohne gesetzliche Vorschriften dem "Gehälterdebakel" nicht mehr beizukommen ist. Sondersteuer für Banken sind ebenfalls nicht mehr wegzudenken. Die "verständnisvolle" Politik ist gefragt! Antworten
Sehr geehrte Frau Planta ich gratuliere Ihnen zu Ihrer Geisteshaltung und Ihrer Arbeit. Sie bringen hier in diesem Interwiew die Sache präzise auf den Punkt und zwar in einer Sprache die Herz und Wärme zeigt und die hoffentlich viele Nachahmer findet.Nicht nur in der Finanzbranche. Antworten
Die Solidarität der Arbeitnehmer aller Stufen insbesondere gegen Bankangestellten (eigentlich nur gegen UBS-Bankangestellte) ist auf ein bedenkliches Niveau abgesunken. Mitgegangen, mitgehangen.... wenn ich das nur lese: Jeder hängt mit sonst wird er entlassen. Also ausser dummen Sprüchen wird hier nicht begriffen was Sache ist. Ausserdem spricht Neidhass aus allen Buchstaben. Antworten
@stefan jost: Verwechseln Sie Birnen nicht mit Aepfeln. Das Gros der Bankangestellten in der CH bezieht branchenkonforme und von daher bessere Löhne als in andern Branchen, aber bei den Boni kann nicht von Geldsegen gesprochen werden, ausser ein zusätzliches Monatsgehalt ist für Sie bereits ein Geldsegen, der noch versteuert werden muss, wohlverstanden. Bei den Manager Boni bin ich Ihrer Meinung. Antworten
@StefanArnold: Das ist eine Mär. Auch ein "normaler" Schalterangestellter oder Sachbearbeiter bei einer Grossbank verdient bis zu 30% mehr als eine Person mit gleichem Jobprofil im zweiten Sektor, zum Beispiel einem Industriebetrieb. Die Bankangestellten sind bald schlimmer als die Schweizer Bauern wenn es darum geht Pfründe der fetten Jahre zu verteidigen. Schwimmen die Felle davon ? Antworten
Wird irgend jemand gezwungen bei einer Bank zu arbeiten, die ethische Kriterien mit Füssen tritt? Wer bei der UBS arbeitet, solidarisiert sich mit dieser Bank. So einfach ist das. Und wer heute noch bei der UBS arbeitet, tut dies nicht aus Loyalität, sondern in erster Linie wegen dem lieben Geld. Auch untere Chargen verdienen mehr als genug. Klagen auf sehr hohem Niveau, würde ich da sagen. Antworten
@Frau Planta: Mut verteilt der liebe Gott offenbar nur in kleinsten Dosen. Das ist blanker Hohn. Es hat nichts mit fehlendem Mut zu tun, wenn man schweigt, sondern mit der allgegenwärtigen Angst, den Job zu verlieren, wenn man offen sagt, was einem nicht passt. Zählen Sie mal die Burn-Outs, die depressiv Krankgeschriebenen, die Nachts-nicht-schlafen-könner wie mich bei den 20000 UBS-Angestellten! Antworten
Besten Dank Frau Elli Planta. Als einer der im letzten Jahr Betroffenen (unterstützende Funktionen) kann ich Ihnen nur zustimmen, leider ist es eben so ! Die grossen Boni garnieren nur die ganz oben in der Teppich-Etage angesiedelten, die mittleren und unteren Chargen sind zum 'Bolzen' und Sicherstellen der Systeme vorgesehen. Leider werden sie eher geringschätzig behandelt, und das stört ! Antworten
Liebe Elli Planta, ich habe sie immer geschätzt und mich oft gefragt warum tut sich diese Frau das an. Lange sind sie nun gegen das obere Kader angetreten haben immer wieder die Arroganz zu spüren bekommen. Mit riesiger Energie sind sie angetreten, dies hat sicher enorme Kraft gekostet. Auch sie sind kein Uebermensch, also gönnen sie sich eine Auszeit. Sie können noch viel bewegen, andernorts! Antworten
die zahlreichen anmerkungen zeugen von inkompetenz zu diesem thema. entgegen den äusserungen und kommentaren sucht elli planta nicht nach mitleid, sondern sie spricht im namen deren angestellten, welche NICHT die hohen saläre (und wenn überhaupt) boni kassieren. und genau das macht sie perfekt. denn sie spricht die transparenz der bonizahlen an. mit transparenz würde man sehen wo die gelder hingeh Antworten
@Saurenmann: Skandale wie zu Zeiten von Senn, Studer und Cabialavetta gab es beim Bankverein kaum. Die eher hölzernen SBG'ler sind immer schon ins Fettnäpfchen getreten. Erinnerern Sie sich an Herrn Togni? Häringer? Haltiner? Alles SBG, nicht Verein. Aber Sie haben recht. Es geht nun endlich aufwärts. Antworten
Jeder ist sich selbst der Nächste. Es ist richtig, wenn Frau Planta den Interviewer fragt, ob er sich denn wehren würde? Keiner tut es in der momentanen Situation. Wenn sich nur die Arbeitgeber ihren Angestellten gegenüber auch so loyal verhalten würden, wie diese ihren AGs gegenüber. Aber nein, da werden langjährige verdiente Mitarbeiter skrupellos entlassen, wirtschaftliche Gründe... hm... Antworten
«Die, die sich an euch wenden, sind doch sowieso nur die ewig Unzufriedenen.» Besten Dank. Hiermit bestätigt sich die Vermutung, dass wer kritisch zu Verbesserungen im und zum Erfolg des Unternehmens beitragen will in die Ecke der Querulanten gestellt, mundtot gemacht und schliessliche rausbemobbt wird. Übrig bleiben die Ja-sager, Abnicker und Karrieristen, denen der eigene Erfolg wichtiger ist. Antworten
Ich schätze es, dass sich eine der Medienschaffenden etwas dem Unspektakulären gewidmet hat. Vielleicht ist aber gerade diese Tatsache ihrerseits wieder so spektakulär, dass meine Wertschätzuung dafür obsolet wird. So oder so: Es ist nicht mehr originell, spezifisch die UBS zu verunglimpfen, denn - ob deren Gegner wollen oder nicht - die UBS ist ein unverzichtbares Stück Schweizer Wirtschaft !!! Antworten
Ein Dankeschoen an alle UBS Mitarbeiter in der Schweiz. Die Bankgesellen waren immer Spitze, der Verein und seine Fuehrung haben uns dieses Schlamassel eingebrockt. Aber das ist Schnee von Gestern. Als Ehemaliger, (ist 45 Jahre her), immer noch Kunde und Aktionaer haben wir alle gelitten, jetzt ist es vorbei und wir sind mit einem blauen Auge davongekommen und haben dafuer bezahlt. Auf gehts, Auf! Antworten
Reine PR-Floskeln wie "Loyalität ist ein Wert, der in unserem genetischen Code verankert ist." Ach ja ? Wenn dem so wäre müsste man nicht auf die hohen Löhne und Boni verweisen, ohne die sosnt ganze Teams zur Konkurrenz wechseln. Darauf hat die Gallionsfigur Villiger immer wieder händeringend verwiesen. Was stimmt jetzt ? Antworten
Alle Bankmitarbeiter konnten jahrelang in Ruhe hohe Löhne und Boni kassieren. Seit die Steuerzahler die UBS retten mussten, können immer noch hohe Löhne und Boni kassiert werden, allerdings nicht mehr in Ruhe. Mein Mitleid für die "geprügelten" UBS-Angestellten hält sich bei dem Geldsegen in engen Grenzen. Antworten
Na schön, "man" (also die UBS) wünscht sich mehr Sachlichkeit. Dann soll sie den ersten Schritt tun und ihr Management vor den Richter zerren. Kann ja nicht sein, dass man das Land an den Rand des Abgrunds getrieben hat, darauf noch Bonus fordert und jetzt von uns gefälligst Sachlichkeit einfordert. Selbst Schuld, UBS. Habe von Euch Aktien gekauft, um Euch die Decharge zu vermasseln. Antworten
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Freddy Müller
@Hans Meier: Ihre Aussage ist so pauschal nicht vertretbar: Ich kenne Ingenieure, die bei Gott nicht hart studiert haben. Ich kenne auch Ingenieure, die um Ellen mehr verdienen als Banker. der Median-Lohn entspricht nicht dem, was die meisten MItarbeiter haben, sondern wird durch ein paar weniger exzessiv hohe Löhne in die Höhe getrieben! Zudem: Studieren ist selten hart im eigentlichen Sinne... Antworten