Nationalbank macht 23,3 Milliarden Franken Verlust

Fremdwährungen und Gold haben Nationalbank 2015 in die roten Zahlen gebracht. Dennoch ist eine Ausschüttung an Bund und Kantone möglich.

Hatte die roten Zahlen bereits angekündigt: Nationalbankpräsident Thomas Jordan. (2. Februar 2016)

Hatte die roten Zahlen bereits angekündigt: Nationalbankpräsident Thomas Jordan. (2. Februar 2016) Bild: Keystone

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Tiefrot wie erwartet: Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat 2015 einen Verlust von 23,3 Milliarden Franken geschrieben. Sie hat bereits Anfang Januar einen Verlust in der Grössenordnung von 23 Milliarden Franken angekündigt.

Der Löwenanteil des Verlustes geht auf die Fremdwährungspositionen zurück. 19,9 Milliarden Franken betrug dieser Verlust, wie die SNB am Freitag die angekündigten Zahlen vom Januar präzisierte. Der Gewinn auf den Frankenpositionen betrug 1,2 Milliarden. Auf dem Goldbestand resultierte ein Bewertungsverlust von 4,2 Milliarden Franken nach einem Plus von 4,1 Milliarden Franken im Vorjahr.

Dividendenzahlung an Aktionäre von 1,5 Millionen Franken

Die Zuweisung an die Rückstellungen für Währungsreserven betrug wie erwartet 1,4 Milliarden Franken. Jahresverlust und Rückstellungszuweisung von zusammen 24,6 Milliarden Franken sind geringer als die Ausschüttungsreserve von 27,5 Milliarden Franken.

Der Bilanzgewinn ermöglicht darum eine Dividendenzahlung an die Aktionäre von 1,5 Millionen Franken sowie die ordentliche Ausschüttung von einer Milliarde an Bund und Kantone. Die Ausschüttungsreserve nach Gewinnverwendung wird noch 1,9 Milliarden Franken betragen. Auch diese Zahlen hatte die SNB bereits im Januar vorangekündigt. (woz/sda)

(Erstellt: 04.03.2016, 13:40 Uhr)

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