Wirtschaft
Nationalbank verschmäht irische Staatsanleihen – und erntet Kritik
Aktualisiert am 06.01.2011 44 Kommentare
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Die Schweizer Nationalbank (SNB) soll gemäss der «Financial Times Deutschland» (FTD) keine Schuldtitel mehr aus Irland als Sicherheit für Repo-Geschäfte annehmen. Die SNB (SNBN 1089 2.06%) habe sich per 21. Dezember dazu entschieden, die Schuldtitel von der Liste der hinterlegbaren Sicherheiten zu streichen.
Ratingagenturen hatten Ende 2010 die Bonität des krisengebeutelten Landes deutlich herabgestuft. «Sie erfüllen die nötigen Qualitätsgründe nicht mehr», begründet ein Sprecher der Nationalbank diesen Schritt gegenüber der «FTD». Aus Deutschland melden sich erste Kritiker: Zinsstratege Michael Leister von der WestLB, eine international tätigen Geschäftsbank mit Hauptsitz in Düsseldorf, liess gegenüber der «FTD» verlauten, dass diese Massnahme nicht helfe, «die Situation in Irland zu stabilisieren».
Die EZB muss sich rechtfertigen
Die SNB bringt nun die Europäische Nationalbank (EZB) in Rechtfertigungszwang. Die EZB beschloss im Zuge der Euro-Schuldenkrise ihre Sicherheitsanforderungen zu senken. Im Falle von Griechenland hatte sie gar beschlossen, Anleihen ganz unabhängig von der Bonität zu akzeptieren. Wenn nun Nationalbanken, wie jene aus der Schweiz, Staatsanleihen von Ländern mit tiefer Bonitätsstufe nicht mehr akzeptiert, dann stellt sich die Frage auch für die EZB.
Für die Schweizer Nationalbank ist es nicht das erste Mal, dass sie eine derartige Massnahme ergreift: Seit April 2010 akzeptiert sie auch keine Anleihen aus Griechenland mehr.
(mrs)
Erstellt: 06.01.2011, 11:43 Uhr
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44 Kommentare
Es ist richtig keine Anleihen zu akzeptieren. Die Politik verschleppt und verschleiert die Finanzlage in Europa und schafft dabei erhebliche Verluste. Fakt ist dass ein Grossteil der Schulden abgeschrieben werden muss, das trifft auch die Sozialeinrichtungen, Pensionskassen und die junge Generation. Aus Kosten der Letzteren regieren die heutigen Politiker, damit muss Schluss sein! Antworten
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