Wirtschaft

Neue Millionen für die Opfer der Ölkatastrophe

Aktualisiert am 20.04.2012 1 Kommentar

Unabhängige Prüfer haben herausgefunden, dass Tausende Betroffene der Ölpest im Golf von Mexiko falsch entschädigt wurden. Einige bekamen zu wenig Geld – andere aber zu viel.

Unfall mit verheerenden Folgen: Nach der Explosion der Bohrplattform «Deepwater Horizon» kam es im Golf von Mexiko zu einer Ölkatastrophe. (25. Juni 2010)

Unfall mit verheerenden Folgen: Nach der Explosion der Bohrplattform «Deepwater Horizon» kam es im Golf von Mexiko zu einer Ölkatastrophe. (25. Juni 2010)

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Rund 7300 Leidtragende der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko vor genau zwei Jahren bekommen vom britischen Ölkonzern BP (BPAM 5.65 0.77%) zusätzlich mehr als 64 Millionen Dollar (rund 49 Millionen Euro).

Wie das US-Justizministerium heute zur Begründung mitteilte, stellte eine Untersuchung unabhängiger Wirtschaftsprüfer «erhebliche Fehler» bei der Entschädigung der Betroffenen fest. Das habe zur Folge gehabt, dass Ansprüche etlicher Geschädigter nicht angemessen erfüllt oder gar abgewiesen wurden.

2600 Geschädigte gehen leer aus

Die Betroffenen könnten in sieben bis zehn Tagen mit einer Auszahlung des Geldes rechnen, hiess es weiter. Mehr als 2600 weitere Geschädigte gehen laut dem Untersuchungsbericht allerdings leer aus, weil ihre Anträge keine Informationen über mögliche finanzielle Einbussen enthalten. Die Prüfer stiessen den Angaben zufolge auch auf Betroffene, denen fälschlicherweise zu viel ausgezahlt wurde. Nach Angaben des Justizministeriums sollen die Leistungen jedoch nicht eingezogen werden.

BP richtete nach der Explosion auf der Bohrplattform «Deepwater Horizon» vom 20. April 2010 und der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko einen Entschädigungsfonds im Volumen von 20 Milliarden Dollar ein. In einer Stellungnahme lobte der Ölkonzern den jüngsten Prüfungsbericht der Gulf Coast Claims Facility. Bei der Explosion starben elf Ölarbeiter. (fko/dapd)

Erstellt: 20.04.2012, 17:25 Uhr

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1 Kommentar

Karl von Bruk

20.04.2012, 18:36 Uhr
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Das ist wie bei der Glueckskette. Nach einer Sammlung fuer Unwetteropfer "in der Schweiz" wurde das Spendengeld ebenso grosszuegig wie zweckwidrig auch nach Italien und Frankreich ausgeworfen. Dafuer wurden dann Walliser Buergern und Gemeinden nach korintenkackerischen Revisionen ihnen ausbezahlte Spenden wieder weggenommen. Ob in I und F auch so "gruendlich" nachkontrolliert wurde? Antworten



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