Wirtschaft

«New York Times» entlässt 100 Mitarbeiter

Aktualisiert am 26.03.2009

Einbrechende Werbeerlöse zwingen die amerikanische Traditionszeitung zu heftigen Einschnitten. Sie bleibt trotzdem die grösste Redaktion im Land.

Die «New York Times» streicht nun zusätzliche 100 Stellen ausserhalb der Redaktion und kürzt leitenden Redaktoren und Managern die Gehälter für den Rest des Jahres um fünf Prozent. Die «Washington Post» kündigte am Donnerstag eine neue Runde von Abfindungsangeboten an.

Nach einem Verlust im Vorjahr befürchtet die «Washington Post» auch für 2009 ein Minus. Der Gesamtkonzern rund um das Print- Flaggschiff schrieb dank anderer Sparten 2008 insgesamt aber schwarze Zahlen. Das Blatt hat bereits mehrere Abfindungsrunden hinter sich. Sollten nicht genug Mitarbeiter die Angebote annehmen, kann es Kündigungen geben.

Immer noch die grösste Redaktion

Das Verlagshaus um die «New York Times» baute bereits im vergangenen Jahr Stellen ab. Die Redaktion musste zwar auch erste Einschnitte hinnehmen, ist mit fast 1300 Stellen aber noch immer die mit weitem Abstand grösste der USA.

Der NYT-Verlag forderte auch die gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten zum Lohnverzicht auf. Sonst drohten Entlassungen. Die Gruppe verhängte zudem bei den meisten ihrer anderen Medien mit Ausnahme der «International Herald Tribune» Gehaltskürzungen. Die Beschäftigten bekommen im Gegenzug allerdings zusätzliche freie Tage.

Kürzlich hatte die NYT-Gruppe ihre erst 2007 fertiggestellte Zentrale in Manhattan wegen Geldnöten verkaufen müssen und ist dort nun Mieter. Zudem holte sie sich vom mexikanischen Milliardär Carlos Slim im Gegenzug für weitere Anteile eine Kapitalspritze. (oku/sda)

Erstellt: 26.03.2009, 23:33 Uhr

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