Nochmals 60 Milliarden Euro Abschreiber bei Deutschlands Banken?
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Die als «problematisch einzuschätzenden Aktiva» beliefen sich auf 650 Milliarden Euro, zitierte der «Spiegel» am Samstag vorab aus der Studie. Das Papier sorge in der Bundesregierung für Besorgnis, schrieb das Magazin. Im Bundesfinanzministerium hiess es am Samstag allerdings, die Studie liege dort nicht vor.
Laut «Spiegel» kommt Merrill Lynch zu der Schlussfolgerung: «Deutsche Banken scheinen bei strukturierten Kreditportfolien noch beträchtlichen Aufholbedarf bei Wertberichtigungen zu haben sowohl im internationalen Vergleich als auch mit Hinblick auf derzeit erzielbare Werte.» Insgesamt beziffere Merrill Lynch den Wertberichtigungsbedarf auf etwa 60 Milliarden Euro, dies entspreche rund 75 Prozent des Eigenkapitals.
Pandit sieht Citigroup für nächste Krisenphase gerüstet
Der US-Finanzkonzern Citigroup glaubt trotz eines erneuten Milliardenverlusts im dritten Quartal, die schlimmsten Folgen der Finanzturbulenzen hinter sich zu haben. Die erste Phase der Finanzkrise sei für den Konzern sehr schmerzlich gewesen, «aber sie liegt weitgehend hinter uns», sagte Bankchef Vikram Pandit der «Welt am Sonntag» laut Vorabmeldung.
In der zweiten Krisenphase gehe es um Kredite an Privatkunden: «Auch hier müssen wir Wertberichtigungen verkraften, aber bisher sieht es ganz gut aus.» Die dritte Etappe hingegen werde die Bank weniger treffen als viele andere: «Wir sind im Geschäft mit gewerblichen Immobilien nicht so stark vertreten», begründete Pandit. Zuletzt hatte die Citigroup innerhalb von neun Quartalen rund 40 Milliarden Dollar an Verlusten hinnehmen müssen. (cpm/ap)
Erstellt: 18.10.2009, 20:33 Uhr
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