Nokia schreibt rote Zahlen

Aktualisiert am 15.10.2009

Der weltweit grösste Handyhersteller ist überraschend in die Verlustzone gerutscht. Hauptverantwortlich sind jedoch nicht eingebrochene Handyverkäufe.

Abschreibungen nötig: Nokia Siemens Networks.

Abschreibungen nötig: Nokia Siemens Networks.
Bild: Reuters

Der weltweit grösste Handyhersteller Nokia ist im dritten Quartal 2009 überraschend in die Verlustzone gerutscht. Hauptgrund waren Wertberichtigungen auf den gemeinsam mit Siemens betriebenen Mobilfunknetzausrüster Nokia Siemens Networks (NSN).

Der Reinverlust betrug von 913 Millionen Euro nach einem Überschuss von rund einer Milliarde vor einem Jahr, wie der finnische Konzern am Donnerstag mitteilte. Beim eigentlichen Handygeschäft schrumpfte Nokias Betriebsgewinn in den letzten drei Monaten um 51 Prozent auf 785 Millionen Euro.

8 Prozent weniger Mobiltelefone verkauft

Der Konzernumsatz sank gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 19,8 Prozent auf 9,8 Milliarden Euro. Die Zahl verkaufter Mobiltelefone sank um 8 Prozent auf 108,5 Millionen Einheiten.

Für das vierte Quartal sei mit einem weiteren Schrumpfen der Nachfrage um 7 Prozent zu rechnen, hiess es weiter. Der Markt zeigte sich geschockt: Die Nokia-Aktie brach an der Börse zeitweise um fast 7 Prozent ein. (oku/sda)

Erstellt: 15.10.2009, 14:20 Uhr

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