Wirtschaft

Nokia streicht nochmals 4000 Stellen

Aktualisiert am 08.02.2012 1 Kommentar

Die schlechten Nachrichten aus Finnland reissen nicht ab: Der angeschlagene Handyriese verlagert einen Teil der Produktion nach Asien. Damit fallen Tausende Stellen weg. Betroffen sind drei Standorte.

Nokia


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Der kriselnde Handyriese Nokia ( 2.73 -5.21%) streicht erneut Tausende Stellen. Weitere 4000 Arbeitsplätze sollen in Finnland, Ungarn und Mexiko wegfallen. Ein Teil der Produktion von Smartphones soll nach Asien verlegt werden, wodurch die Kosten weiter gedrückt werden, teilte der finnische Konzern mit.

Der Stellenabbau soll in mehreren Phasen im Laufe des Jahres erfolgen. Insgesamt summiert sich damit der Stellenkahlschlag auf 14'500 Arbeitsplätze. Im Telefongeschäft müssen damit acht Prozent der Belegschaft gehen.

Smartphone-Trend verpasst

Im traditionellen Handygeschäft hat Nokia den rechtzeitigen Einstieg in die beliebten Smartphones verschlafen und kämpft nun mit sinkenden Marktanteilen. Im Schlussquartal war der Gewinn um mehr als 70 Prozent eingebrochen. Erst im vergangenen September hatte Nokia die Schliessung eines rumänischen Werks angekündigt.

Auch die Gemeinschaftsfirma mit Siemens, der Netzwerkbauer Nokia Siemens Networks (NSN), dreht zurzeit an der Sparschraube und kündigte zum Jahresanfang die Streichung jeder dritten Stelle in Deutschland an. Insgesamt baut Nokia-Chef Stephen Elop damit 30'000 Arbeitsplätze ab. Einschliesslich des Nokia-Siemens-Geschäfts beschäftigte der Konzern Ende vergangenen Jahres 130'000 Mitarbeiter. (kpn/sda)

Erstellt: 08.02.2012, 11:45 Uhr

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1 Kommentar

Gerri Häfele

08.02.2012, 15:38 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Erst Staatsknete abräumen, Steuervorteile (und Mitarbeiter) ausnützen und Ansiedlungsprämien kassieren und dann schnell weiterziehen, wenn die Programme auslaufen. Das nenn ich nun wirklich Heuschreckenkapitalismus! Antworten



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