Wirtschaft

Novartis-Chef auf Überraschungsbesuch in Nyon

Aktualisiert am 18.11.2011 3 Kommentare

Joe Jimenez hat überraschend das vor der Schliessung stehende Werk von Nyon-Prangins besucht. Der Novartis-Chef erklärte den Mitarbeitern die Gründe für die Sparmassnahmen – und gab ihnen Grund zur Hoffnung.

War Überraschungsgast in Nyon: Der Novartis-Konzernchef, Joe Jimenez.

War Überraschungsgast in Nyon: Der Novartis-Konzernchef, Joe Jimenez.
Bild: Keystone

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Der Novartis-Chef Joe Jimenez ist heute zu einem Überraschungsbesuch im vor der Schliessung stehenden Werk von Nyon-Prangins erschienen. «Sein Wunsch sei, das Werk offen zu halten», sagte der Amerikaner in einem Interview mit dem Internetportal der Zeitung «Le Temps», nachdem die Angestellten am Mittwoch einen Warnstreik durchgeführt hatten.

Er könne den längerfristigen Fortbestand des Werkes nicht garantieren, «wir müssen Mittel finden, um die Kosten zu reduzieren». Er werde aber alle Vorschläge im laufenden Konsultationsverfahren aufmerksam prüfen, erklärte Jimenez.

Die Angestellten hatten den Besuch von Jimenez gefordert. Er habe immer ein Treffen geplant. Und er hätte es früher gemacht, wenn es nicht das Ultimatum der Gewerkschaft Unia gegeben hätte. «Ich antworte nicht auf Ultimaten», sagte Jimenez.

Keine Reaktion auf Ultimaten

Am Abend teilte der Konzern mit, Novartis (NOVN 49.92 0.89%) stehe zurzeit im Dialog mit den Kantonen Basel-Stadt und Waadt sowie mit dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco). Die am 11. November geschaffene Arbeitsgruppe werde sich erstmals am 21. November in Lausanne treffen.

Das Konsultationsverfahren zwischen den Arbeitnehmervertretern des Werks Nyon/Prangins und dem Management von Novartis verlaufe parallel dazu und werde bis am 16. Dezember dauern.

Novartis hatte Ende Oktober angekündigt, weltweit 2000 Stellen zu streichen, darunter 760 in Basel und alle 320 in Nyon. Als Grund nannte der Konzern, der weiterhin Milliardengewinne schreibt, den Druck auf die Preise im Gesundheitswesen. (wid/sda)

Erstellt: 18.11.2011, 23:55 Uhr

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3 Kommentare

martial kohler

19.11.2011, 18:04 Uhr
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Abwarten und Whiskey trinken. Mit Novartis wie auch mit anderen Grosskonzerne kann man nie sicher sein welche Wendung es nehmen wird. Bleiben wir optimisten! Antworten


Maria Halder

20.11.2011, 18:01 Uhr
Melden

Chapeau. Antworten



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