Wirtschaft

Novartis-Sitz Basel «nicht in Stein gemeisselt»

Aktualisiert am 27.01.2010 23 Kommentare

Laut Daniel Vasella ist der Schweizer Sitz des Pharmakonzerns nicht für alle Zeiten sicher. Der abtretende Konzernchef warnt vor politischen Veränderungen.

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In einem Interview der «Basler Zeitung» ging der Verwaltungsratspräsident und abtretende Konzernchef auf die politischen Faktoren für den Standortentscheid ein. Die Schweiz sei in der Vergangenheit gescheit gewesen und habe für Stabilität, Demokratie, einen Rechtsstaat, vernünftige Steuern gesorgt und habe viele liberale Werte erhalten können.

«Nun geben wir das Bankgeheimnis auf», sagte Vasella und fügte hinzu, dies sei eine tiefe Veränderung der Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz. Viele Länder wären glücklich, wenn sie die Schweizer Finanzinstitute übernehmen könnten.

Warnung vor falschen Schlüssen

Nun würden die Pharmakonzerne für die Schweiz noch wichtiger, sagte Vasella, und weiter: «Das Schlimmste wäre, wenn aus einer Stimmung des Volkes heraus die Grundlagen dieser erfolgreichen Schweiz untergraben würden.»

Die sogenannte altruistische Bestrafung, bei der man jemanden für eine als unfair empfundene Handlung bestrafe und sich dabei selbst schade, sei eine Dummheit. Es sei zu hoffen, dass sich die Schweizer nicht von vorübergehenden Stimmungen verführen liessen. (raa/ddp)

Erstellt: 27.01.2010, 10:15 Uhr

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23 Kommentare

Martin Bürgin

27.01.2010, 10:09 Uhr
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Eine seltsame Äusserung. Wovor hat Vasella Angst, was befürchtet er? Gibt es unentdeckte Leichen in seinem Keller und möchte er uns langsam darauf vorbereiten? Müssen wir nun mit dem Schlimmsten rechnen, uns auf alles gefasst machen, um dann Milde walten zu lassen? Oder was meint er mit "Bestrafung, bei der man jemanden für eine als unfair empfundene Handlung bestrafe, sei eine Dummheit"? Antworten


peter müller

27.01.2010, 11:57 Uhr
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@reto lippold: Ich bin weiss Gott kein Freund der Pharma-Industrie. Aber demokratische Strukturen helfen niemandem, wenn kein Geld verdient wird. Wir brauchen eine starke Industrie und viele hochwertige Arbeitsplätze - dann können wir uns über demokratische Strukturen unterhalten. Die Reihenfolge machts! Antworten



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