Wirtschaft
Novartis-Sitz Basel «nicht in Stein gemeisselt»
Aktualisiert am 27.01.2010 23 Kommentare
Artikel zum Thema
- Gerade noch rechtzeitig gesprungen
- Novartis droht Busse von 185 Millionen Dollar
- Der letzte der Sonnenkönige räumt den Thron
- Vom Ketchup-Verkäufer zum Novartis-Chef
Stichworte
SwissquoteExklusiver Trading-Partner
In einem Interview der «Basler Zeitung» ging der Verwaltungsratspräsident und abtretende Konzernchef auf die politischen Faktoren für den Standortentscheid ein. Die Schweiz sei in der Vergangenheit gescheit gewesen und habe für Stabilität, Demokratie, einen Rechtsstaat, vernünftige Steuern gesorgt und habe viele liberale Werte erhalten können.
«Nun geben wir das Bankgeheimnis auf», sagte Vasella und fügte hinzu, dies sei eine tiefe Veränderung der Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz. Viele Länder wären glücklich, wenn sie die Schweizer Finanzinstitute übernehmen könnten.
Warnung vor falschen Schlüssen
Nun würden die Pharmakonzerne für die Schweiz noch wichtiger, sagte Vasella, und weiter: «Das Schlimmste wäre, wenn aus einer Stimmung des Volkes heraus die Grundlagen dieser erfolgreichen Schweiz untergraben würden.»
Die sogenannte altruistische Bestrafung, bei der man jemanden für eine als unfair empfundene Handlung bestrafe und sich dabei selbst schade, sei eine Dummheit. Es sei zu hoffen, dass sich die Schweizer nicht von vorübergehenden Stimmungen verführen liessen. (raa/ddp)
Erstellt: 27.01.2010, 10:15 Uhr
Kommentar schreiben
23 Kommentare
Eine seltsame Äusserung. Wovor hat Vasella Angst, was befürchtet er? Gibt es unentdeckte Leichen in seinem Keller und möchte er uns langsam darauf vorbereiten? Müssen wir nun mit dem Schlimmsten rechnen, uns auf alles gefasst machen, um dann Milde walten zu lassen? Oder was meint er mit "Bestrafung, bei der man jemanden für eine als unfair empfundene Handlung bestrafe, sei eine Dummheit"? Antworten
@reto lippold: Ich bin weiss Gott kein Freund der Pharma-Industrie. Aber demokratische Strukturen helfen niemandem, wenn kein Geld verdient wird. Wir brauchen eine starke Industrie und viele hochwertige Arbeitsplätze - dann können wir uns über demokratische Strukturen unterhalten. Die Reihenfolge machts! Antworten
Wirtschaft
- 20:38Novartis-Präsident Vasella kritisiert die Einwanderungspolitik
- 16:29Swisscom-Chef: «Den Meisten sind Roaming-Gebühren egal»
- 13:17So günstig zum Eigenheim wie nie
- 22:09Bund prüft Abschottung des Schweizer Kapitalmarkts
- 12:15Das sind die demokratischsten Firmen der Schweiz
- 10:16UBS verliert bis zu 30 Millionen Dollar bei Facebook-Börsengang
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!




