Opel streicht 8300 Stellen in Europa – 4000 in Deutschland
«Wir leben Autos», aber mit verkleinerter Belegschaft: Opel. (Bild: Keystone)
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Allein in Deutschland fallen 3911 Jobs weg, wie Reilly am Dienstag in Rüsselsheim mitteilte. Damit soll die Kapazität von Opel/Vauxhall entsprechend der erwarteten Marktentwicklung um 20 Prozent zurückgefahren werden.
2012 soll die Tochter des US-Konzerns General Motors wieder die Gewinnzone erreichen. Die europäischen Standortländer sollen dabei mit Darlehen oder Bürgschaften von 2,7 Milliarden Euro helfen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur DAPD soll Deutschland einen Beitrag von etwa 1,5 Milliarden Euro leisten.
Das am stärksten betroffene Land
Betroffen von dem Jobabbau sind den Angaben zufolge europaweit 7000 Arbeitsplätze in der Produktion und 1300 Stellen in Verkauf und Verwaltung. Deutschland ist mit der Streichung von zusammen fast 4000 Stellen das am stärksten betroffene Land. Das Werk in Antwerpen in Belgien mit fast 2400 Mitarbeitern soll wie angekündigt ganz geschlossen werden.
Reilly kündigte zugleich an, der Mutterkonzern General Motors wolle in den nächsten fünf Jahren 11 Milliarden Euro in Opel und Vauxhall investieren. Während der Übergangsphase seien 3,3 Milliarden Euro zur Finanzierung des Betriebs erforderlich. GM habe bereits 600 Millionen Euro in das neustartende Unternehmen gesteckt sowie im Januar 650 Millionen Euro Vorauszahlung geleistet, um die Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Nötig seien nun insgesamt 2,7 Milliarden Euro als Darlehen oder Bürgschaften von den europäischen Regierungen.
Antrag gestellt
Reilly erklärte zugleich, Opel habe am Dienstagmorgen einen förmlichen Darlehensantrag an die Bundesregierung gestellt. Nach DAPD-Informationen soll der deutsche Sanierungsbeitrag je zur Hälfte von den Ländern und dem Bund getragen werden. (sam/ddp)
Erstellt: 09.02.2010, 12:55 Uhr
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