Wirtschaft

Orange Schweiz bis Jahresende in neuen Händen?

Aktualisiert am 29.11.2011 7 Kommentare

Seit Monaten versucht France Télécom den Mobilfunkanbieter zu verkaufen. Orange-Chef Sieber zeigte sich nun optimistisch, dass schon bald in Deal zustande kommt. Zu Interessenten schweigt er jedoch.

Bekommt bald einen neuen Besitzer: Orange-Shop in Zürich.

Bekommt bald einen neuen Besitzer: Orange-Shop in Zürich.
Bild: Keystone

Wettert gegen Swisscom-Monopol: Orange-Chef, Thomas Sieber. (Video: Keystone)

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France Télécom ( 12.98 0.00%) kommt mit seinen Verkaufsbemühungen von Orange Schweiz offenbar voran. «Wenn alles gut geht, sollten wir noch vor Jahresende zu einem Schluss kommen und ein neuer Aktionär dann bekannt sein», sagte Orange Schweiz-Chef Thomas Sieber auf einer Telekomtagung in Zürich.

Es gebe zahlreiche Interessenten aus allen Richtungen. Orange Schweiz sehe die Neuorientierung als Chance für das Unternehmen. «Wir sind gut aufgestellt. Und wir haben das Momentum auf unserer Seite», sagte Sieber. Im Oktober sei der Umsatz um 7 Prozent gewachsen. Das sei nicht ganz selbstverständlich im Schweizer Markt. Auch der November sehe gut aus. Zudem sei Orange profitabel und damit für einen neuen Aktionär attraktiv.

Problematische Finanzierung

Interessiert an der Nummer drei im Schweizer Telekommarkt sind gemäss früheren Medienangaben Private Equity Firmen wie Apax Partners und Providence. Auch der ägyptische Telekom-Tycoon Naguib Sawiris soll ein Auge auf Orange geworfen haben. Orange Schweiz-Chef Sieber nannte keine Namen.

France Télécom schwebt gemäss Medienberichten offenbar ein Preis zwischen 1,5 Milliarden und 2 Milliarden Euro vor. Zum Problem könnte Beobachtern zufolge die Finanzierung werden, da Banken wegen der Euro-Schuldenkrise nicht mehr so ohne weiteres grosse Kredite bereitstellen.

Verbot der Weko

Im vergangenen Jahr hatte die Wettbewerbskommission (Weko) die Fusion von Orange mit der Schweizer Nummer zwei Sunrise verboten. Mit dem Verbot wollten die Wettbewerbshüter ein Duopol durch die fusionierte Sunrise/Orange und Swisscom im Mobilfunkmarkt verhindern.

Denn mit Sunrise wäre ausgerechnet jener Anbieter verschwunden, der am meisten Bewegung in den hiesigen Mobilfunkmarkt gebracht habe. Zudem würde ein allfälliger Eintritt eines ausländischen Mobilfunkanbieters in die Schweiz praktisch verunmöglicht, argumentierte die Weko damals.

Franc Telecom ging über die Bücher

Nach dem Verbot ging France Télécom über die Bücher. Seit Frühling versucht der französische Telekomgigant, Orange Schweiz zu verkaufen.

Der gescheiterte Zusammenschluss hat im Herbst 2010 bereits bei Sunrise zu einem Besitzerwechsel geführt: Der dänische TDC-Konzern hat die Nummer 2 statt der France Télécom schliesslich an den Finanzinvestor CVC Capital Partners verkauft. (kpn/sda)

Erstellt: 29.11.2011, 10:48 Uhr

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7 Kommentare

Ernst Dittmar

29.11.2011, 11:38 Uhr
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Da hat die WEKO das Monopol der Swisscom erfolgreich geschützt. Statt einem starken Konkurrenten bleibt nur eine schwache Sunrise übrig. Kann Orange weiterhin die sensationelle internationale Flatrate in alle Netze in alle Länder, in denen France Télécom präsent ist, anbieten? Die WEKO hat ganz klar den Wettbewerb verhindert und gehört aufgelöst. Antworten


Richard Marti

29.11.2011, 13:59 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Ist ist scho interessant zu wissen, wer dieses Telko-Unternehmen, dass sich vor allem durch schlechte Leistung und Service auszeichnet, bei dem extrem viel technischer Erneuerungsbedarf ansteht und als einziges Verkaufsargument Presisschweinereien hat. Antworten



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